Tuplice

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Tuplice
POL gmina Tuplice COA.jpg
Tuplice (Polen)
Tuplice
Tuplice
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Lebus
Powiat: Żary
Geographische Lage: 51° 41′ N, 14° 50′ OKoordinaten: 51° 41′ 0″ N, 14° 50′ 0″ O
Einwohner: 1500 (2004)
Postleitzahl: 68-219
Telefonvorwahl: (+48) 68
Kfz-Kennzeichen: FZA
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Droga wojewódzka 294
Schienenweg: Żary–Forst (Lausitz)
Nächster int. Flughafen: Poznań
Breslau
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 13 Ortschaften
Fläche: 65,89 km²
Einwohner: 3138
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0811092
Verwaltung (Stand: 2014)
Gemeindevorsteher: Katarzyna Kromp
Adresse: ul. Mickiewicza
27 68-219 Tuplice
Webpräsenz: www.tuplice.pl



Tuplice (deutsch Teuplitz, obersorbisch Wjelike Tuplice) ist eine Gemeinde in der polnischen Woiwodschaft Lebus im Powiat Żarski, etwa 12 Kilometer südöstlich von Forst, mit knapp 3300 Einwohnern, von denen rund 1500 im gleichnamigen Hauptort wohnen. Der größte Teil der Gemeinde gehört zum polnischen Teil der Niederlausitz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1945 gehörte Teuplitz zum brandenburgischen Landkreis Sorau. 1933 hatte die Gemeinde 1.381 Einwohner, deren Zahl bis 1939 auf 1.409 anstieg. 1945 wurde der Ort teilweise zerstört. Seit 1815 gehörte Teuplitz zu Preußen. Es entstanden eine Glashütte und eine Ziegelei. Die Eisenbahnstrecken CottbusSorau und Muskau–Sommerfeld machten den Ort zu einem wichtigen Bahnknoten in der Niederlausitz.

In der Ortschaft Schniebinchen gab es 1938–1939 ein Hachschara-Lager für junge Juden, welches sie durch den Erwerb landwirtschaftlicher Kenntnisse auf eine Auswanderung vorbereitete.[2]

Nach der Übernahme durch die polnische Verwaltung verlor der Ort an Bedeutung.

Gmina[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rittergut Zilmsdorf um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Die Landgemeinde (gmina wiejska) Tuplice umfasst die Ortschaften Chełmica (Helmsdorf), Chlebice (Wiesenthal), Cielmów (Zilmsdorf), Czerna (Tzscheeren, 1937–1945 Grünaue), Drzeniów (Drehne), Grabów (Grabow), Gręzawa (Pokuschel, 1937–1945 Rotfelde), Jagłowice (Jocksdorf), Łazy (Läsgen), Matuszowice (Matzdorf), Nowa Rola (Niewerle), Świbinki (Schniebinchen), Tuplice und die Siedlung ohne Ortschaftsstatus Grabówek (Klein Grabow).

Nach Angaben aus dem Jahr 2002[3] hat die Gemeinde Tuplice eine Fläche von 65,89 km², darunter:

  • Ackerland: 34 %
  • Waldflächen: 54 %
  • Dörfer bilden 4,73 % der Gmina.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tuplice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Notizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.
  2. 96 Fotografien aus dem Projekt, Jüdisches Museum Berlin
  3. http://www.regioset.pl/