Turbidimetrie

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Bei der Turbidimetrie (nicht zu verwechseln mit der Nephelometrie) wird die Transmission bzw. durchdringende Lichtintensität durch eine Suspension des Niederschlags während einer Titration gemessen.[1] Bei der Turbidimetrie wird, im Gegensatz zur Photometrie, keine Absorption gemessen.[2] Als ideales Beispiel wäre die Reaktion von Ba2+ mit SO42− zu BaSO4 zu nennen. Hierbei wird die Reaktionsmischung bis zum Äquivalenzpunkt immer trüber. In der trüben Lösung wird das Licht vor allem gestreut und nicht absorbiert. Nach dem Äquivalenzpunkt ändert sich die Trübung (und damit die Lichtstreuung) nicht mehr, da kein weiterer Niederschlag gebildet wird. Da die Streuung von der Partikelgröße abhängt, muss die Reaktion in sehr reproduzierbarer Weise durchgeführt werden, um präzise Ergebnisse zu erhalten. Eine Mischung von Glycerin und Alkohol dient zur Stabilisierung der Teilchen und verhindert ein schnelles Absetzen der Festkörper.[3]

Turbidimetrische und nephelometrische Titrationen sind nicht sehr präzise, da die Endpunktbestimmung von der Teilchengröße abhängt, die nicht wirklich reproduzierbar ist. Die Empfindlichkeit ist jedoch sehr gut; so kann im oben genannten Beispiel Sulfat noch im ppm-Bereich bestimmt werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Trübungsmessung. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 13. Juni 2014.
  2. Turbidimetrie. In DocCheck Flexikon, abgerufen am 25. Juni 2014.
  3. Daniel C. Harris, Lehrbuch der quantitativen Analyse 1998