Turid Knaak

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Turid Knaak
2021 im Spiel gegen Chile
Personalia
Geburtstag 24. Januar 1991
Geburtsort EssenDeutschland
Größe 166 cm
Position Sturm
Juniorinnen
Jahre Station
SC Rellinghausen
SC Steele 03/20
0000–2003 SG Essen-Schönebeck
2003–2007 FCR 2001 Duisburg
Frauen
Jahre Station Spiele (Tore)1
2007–2011 FCR 2001 Duisburg 72 (13)
2011–2017 Bayer 04 Leverkusen 102 (20)
2014 → Arsenal LFC (Leihe) 4 0(0)
2017–2020 SGS Essen 64 (16)
2020–2021 Atlético Madrid 26 0(2)
2021–2022 VfL Wolfsburg 16 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2006 Deutschland U15 5 0(5)
2006–2008 Deutschland U17 19 0(9)
2009–2010 Deutschland U19 18 0(7)
2010 Deutschland U20 7 0(0)
2010–2012 Deutschland U23 2 0(0)
2018–2021 Deutschland 16 0(2)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Turid Knaak (* 24. Januar 1991 in Essen) ist eine ehemalige deutsche Fußballspielerin.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turid Knaaks Karriere begann beim SC Rellinghausen. Über den SC Steele 03/20 und die SG Essen-Schönebeck wechselte sie im Jahre 2003 zum FCR 2001 Duisburg. 2007 wurde sie mit den B-Juniorinnen Deutscher Meister.[1] Im Endspiel gegen den FC Bayern München erzielte sie das entscheidende Tor zum 1:0-Sieg. Zur Saison 2007/08 rückte sie in den Kader der ersten Mannschaft auf und erzielte in ihren ersten zwei Bundesligaspielen jeweils ein Tor. Im dritten Spiel blieb sie torlos, dafür gelangen ihr am 4. Spieltag zwei Tore.

Zur Saison 2011/12 wechselte Knaak mit einem bis 2013 gültigen Vertrag zu Bayer 04 Leverkusen[2], für den sie am 21. August 2011 (1. Spieltag) bei der 0:3-Niederlage gegen den FC Bayern München debütierte. In der Sommerpause 2014 unterschrieb sie beim englischen Erstligisten Arsenal LFC einen zweimonatigen Leihvertrag[3], währenddessen sie zu vier Liga- und drei Pokaleinsätzen kam. Am 24. März 2017 verpflichtete die SGS Essen Knaak mit Beginn der Saison 2017/18.[4] Zur Saison 2020/21 wechselt sie als Profispielerin in die Primera División zu Atlético Madrid.[5] Im Juli 2021 kehrte sie nach Deutschland zurück und wurde vom VfL Wolfsburg unter Vertrag genommen.[6] Zum Ende der Saison 2021/22 verkündete Knaak das Ende ihrer aktiven Fußball-Karriere.[7]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die U-15-Nationalmannschaft absolvierte Turid Knaak fünf Länderspiele und erzielte fünf Tore. Damit ist sie die Rekordtorschützin der U-15-Auswahl. Mit der U-19-Nationalmannschaft nahm sie im Mai 2010 an der U-19-Europameisterschaft teil und wurde Torschützenkönigin.

Danach gehörte sie dem Kader der U-20-Nationalmannschaft an, mit der sie 2010 Weltmeisterin im eigenen Land wurde. Am 30. September 2010 gab sie ihr Debüt in der U-23-Nationalmannschaft.

Am 15. Oktober 2015 wurde Turid Knaak erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert, ihr Debüt gab sie für diese jedoch erst am 10. April 2018 bei einem WM-Qualifikationsspiel gegen Slowenien. Ihr erstes Länderspieltor für die A-Nationalmannschaft erzielte sie am 10. Juni 2018 in Hamilton beim 3:2-Testspielsieg über die Nationalmannschaft Kanadas mit dem Treffer zum Endstand in der 84. Minute per Kopf. Für die WM 2019 wurde sie von der neuen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ins deutsche Team berufen.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turid Knaak absolvierte ein Studium im Fach Sonderpädagogik an der Universität zu Köln und war dort seit ihrem Abschluss 2016 im Department für Heilpädagogik und Rehabilitation der Humanwissenschaftlichen Fakultät als Wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Sie promovierte 2021 zu dem Thema Schriftsprachenerwerb bei Kindern mit Lernförderbedarfen.[8][9][10]

Turid Knaak ist nicht mit ihrer ehemaligen Teamkameradin Rebecca Knaak verwandt.[11]

Am 20. Oktober 2015, nur fünf Tage nach ihrer ersten Nominierung in die Nationalmannschaft, zog sie sich im Trainingsspiel beim PEC Zwolle durch ein Foul der gegnerischen Torhüterin einen Schien- und Wadenbeinbruch zu. Das Spiel wurde daraufhin abgebrochen.[12]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Turid Knaak – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Turid Knaak von Leverkusen nach Essen. In: dfb.de. DFB, 24. März 2017, abgerufen am 24. März 2017 (deutsch).
  2. Torflut zum Abschluss: Löwinnen verabschieden sich mit sechs Toren gegen den HSV aus der Saison. In: fcr-01.de. FCR 2001 Duisburg, 14. Mai 2011, abgerufen am 14. Mai 2011.
  3. Turid Knaak signs for Ladies on loan. In: arsenal.com. FCR 2001 Duisburg, 4. Juli 2014, abgerufen am 4. Juli 2014 (englisch).
  4. Die SGS Essen vermeldet den ersten Neuzugang. In: sgs-essen.de. SGS Essen, 24. März 2017, abgerufen am 24. März 2017.
  5. Proud to join Atlético Madrid. 14. Juli 2020, abgerufen am 14. Juli 2020.
  6. Von Madrid nach Wolfsburg. Die deutsche Nationalspielerin Turid Knaak wechselt ablösefrei zu den VfL-Frauen. VfL Wolfsburg, 29. Juni 2021, abgerufen am 30. Juni 2021.
  7. Nationalspielerin Turid Knaak kündigt Karriereende an. In: sportschau.de. 5. Mai 2022, abgerufen am 2. August 2022.
  8. KölnAlumni: 100 Jahre kluge Köpfe: Turid Knaak. Abgerufen am 25. Januar 2021.
  9. "Es ist schwierig, uns mit den Männern zu vergleichen". Interview von Turid Knaak mit dem Unimagazin der Universität zu Köln. In: Universität zu Köln. 7. April 2020, S. 42–43, abgerufen am 25. Januar 2021.
  10. Auswahl-Comeback mit Titel: Fußballerin Knaak ist Doktor. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 6. Juni 2021, abgerufen am 9. Juni 2021.
  11. Bayer 04 verpflichtet Rebecca Knaak. In: bayer04.de. Bayer 04 Leverkusen, 17. Juli 2013, archiviert vom Original am 7. Oktober 2013; abgerufen am 10. Oktober 2013.
  12. Leverkusens Torjägerin erleidet schwere Verletzung. In: kicker.de. Online kicker, 28. Oktober 2015, abgerufen am 1. November 2015.