Turnow-Preilack

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Turnow-Preilack
Turnow-Preilack
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Turnow-Preilack hervorgehoben
Koordinaten: 51° 53′ N, 14° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Spree-Neiße
Amt: Peitz
Höhe: 62 m ü. NHN
Fläche: 38,02 km²
Einwohner: 1145 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03185
Vorwahl: 035601
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 401
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulweg 19
03185 Turnow-Preilack
Bürgermeister: René Sonke (WGTP)
Lage der Gemeinde Turnow-Preilack im Landkreis Spree-Neiße
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Über dieses Bild

Turnow-Preilack, niedersorbisch Turnow-Pśiłuk, ist eine Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Südosten des Landes Brandenburg in der Niederlausitz im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden. Durch den südlichsten Teil der Gemeinde fließen in westlicher Richtung die Malxe und der Hammergraben.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile sind Turnow und Preilack.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnow entstand infolge der Errichtung der Festung Peitz im 16. Jahrhundert und wurde 1567 unter dem Namen Neue Peiz erstmals erwähnt. Weil viele Einwohner wegen des Festungsbaus ihre Flächen verloren, siedelten sie sich in der Nähe einer Schäferei neu an, woraus zunächst das Vorwerk Turnow entstand. Der Ort Turnow verfügt als Besonderheit über eine gleichlautende deutsche und sorbische Bezeichnung. Zum Ort Turnow gehört die 1858 erbaute Holländermühle. Am Grassumpf oder Wiesengrund gelegen bedeutet der niedersorbische Name Psiluk der 1587 erstmals als Preylangk erwähnten Gemeinde Preilack. Das Dorf wurde im Dreißigjährigen Krieg 1641 von schwedischen Truppen in Brand gesteckt. Der Ort verfügt mit der ehemaligen Chausseegeldhebestelle (auch "Zollhaus" genannt) und dem preußischen Rundmeilenstein über Zeugen der preußischen Verkehrsgeschichte.

Die Gemeinde Turnow-Preilack entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Turnow und Preilack.[3] Sie gehört dem Amt Peitz an, das seinen Verwaltungssitz in der Stadt Peitz hat.

Die Gemeinde fördert die wendisch/sorbische Kultur, Sprache und die wirksame politische Mitgestaltung der wendisch/sorbischen Bürger. Die Beschriftung von öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen, Straßen, Wegen, Plätzen und Brücken erfolgt schrittweise in deutscher und sorbischer Sprache.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Turnow-Preilack Turnow Preilack
1875 - 331 548
1910 - 371 865
1939 - 411 840
1946 - 566 976
1950 - 545 960
1971 - 402 889
1990 - 335 787
1995 - 366 807
2000 - 401 890
2001 1 290
2005 1 289
2010 1 204
2011 1 184
2012 1 163
2013 1 150
2014 1 145

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[4][5], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 68,8 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
60,6 %
34,2 %
4,4 %
0,7 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-1,8 %p
+8,8 %p
+4,4 %p
+0,7 %p
-12,2 %p
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Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung setzt sich aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister zusammen.

  • Wählergruppe Turnow-Preilack (WGTP) 6 Sitze
  • CDU 3 Sitze
  • Einzelbewerberin Heidemarie Lange 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

René Sonke wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 51,0 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 18. April 2011 genehmigt.

Blasonierung: „In Rot ein silberner Schräglinksbalken, belegt mit einer blauen Wellenleiste, nach der Teilung begleitet von zwei abgeschnittenen silbernen Zweigen, oben eine Schlehe mit fünf schwarzen Früchten und unten eine Trollblume mit drei Blüten.“[8]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Turnow-Preilack und in der Liste der Bodendenkmale in Turnow-Preilack stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Turnow-Preilack – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Bundesamt für Naturschutz: Lage von Turnow-Preilack gem. Geodienste. Schutzgebiete in Deutschland. Abgerufen am 5. Mai 2013.
  3. Bildung einer neuen Gemeinde Turnow-Preilack. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 30. Oktober 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 49, Potsdam, den 5. Dezember 2001, S.831 PDF
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Spree-Neiße. S. 30–33
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  6. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  7. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  8. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg