Gaochang (Turpan)

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Lage des Stadtbezirks Gaochang (rosa) in der Stadt Turpan (gelb)
Blick auf das Dorf Tuyoq

Gaochang (uigurisch تۇرپان شەھىرى / chin.: 高昌区, pinyin: Gāochāng Qū) ist ein Stadtbezirk der bezirksfreien Stadt Turpan im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang der Volksrepublik China. Gaochang liegt an der nördlichen Route der Seidenstraße. Der Stadtbezirk hat eine Fläche von 13.650 km² (nach eigenen Angaben: 15.738 km²) und ca. 255.000 Einwohner (Ende 2003).

Administrative Gliederung[Bearbeiten]

Auf Gemeindeebene setzt sich Gaochang aus zwei Straßenvierteln, zwei Großgemeinden und sieben Gemeinden zusammen. Diese sind:

Geographie[Bearbeiten]

Der Stadtbezirk Gaochang befindet sich am Nordrand der Turpan-Senke. Die Senke liegt an ihrer tiefsten Stelle, dem Ufer des Aydingkol-Sees, bei 154,5 m unter dem Meeresspiegel.

Ethnische Gliederung der Bevölkerung Gaochangs (2000)[Bearbeiten]

Beim Zensus im Jahre 2000 wurden in Gaochang 251.652 Einwohner gezählt (Bevölkerungsdichte 15,99 Einwohner/km²).

Name des Volkes Einwohner Anteil
Uiguren 177.106 70,38 %
Han 55.238 21,95 %
Hui 18.482 7,34 %
Tujia 182 0,07 %
Mandschu 132 0,05 %
Tu 98 0,04 %
Mongolen 77 0,03 %
Tibeter 70 0,03 %
Kasachen 56 0,02 %
Miao 45 0,02 %
Russen 33 0,01 %
Zhuang 31 0,01 %
Dongxiang 30 0,01 %
Sonstige 72 0,03 %

Klima[Bearbeiten]

Kontinentalklima mit extrem heißen Sommern und kalten Wintern, der Jahresniederschlag beträgt nur 16 mm. Bedingt durch die Kessellage wehen häufig sehr starke Winde. Gaochang ist der heißeste Ort Chinas, die Durchschnittstemperatur liegt an den heißesten Tagen bei etwa 36–39 °C, die Temperaturen tags liegen dabei über 43 Grad Celsius. In der Nacht ist es im Sommer selten kühler als 25 °C.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Oase wird durch jahrhundertealte, unterirdische Kanäle (Qanate), die Schmelzwasser aus dem ca. 70 km entfernten Hochgebirge des Tianshan herbeiführen, bewässert. Angebaut werden vor allem Melonen, sowie Trauben, die zu Rosinen getrocknet werden. Da die Bevölkerung überwiegend muslimisch ist, werden die Trauben nur zu einem geringen Anteil zu Wein verarbeitet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • malerische, von Rebenspalieren beschattete Wege;
  • das Emin-Minarett, das um 1776 aus ungebranntem Lehm erbaut wurde.
  • im August steht das Weintraubenfest im Mittelpunkt. Wein und kernlose Weintrauben werden verkauft und in den dafür erbauten Trockenhäusern außerhalb Turpans werden Weintrauben zum Trocknen aufgehängt. Nach 20 Tagen sind in der trockenen Luft aus 50 Tonnen Weintrauben ca. 5 Tonnen Rosinen geworden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

42.933389.1667Koordinaten: 42° 56′ N, 89° 10′ O