U-17-Fußball-Europameisterschaft 2015

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die U-17-Fußball-Europameisterschaft 2015 der Männer. Für den Wettbewerb der Frauen siehe U-17-Fußball-Europameisterschaft der Frauen 2015.
U-17-Fußball-Europameisterschaft 2015
UEFA Under 17 Championship 2015
UEFA U-17 European Championship.png
Anzahl Nationen 16 (von 54 Bewerbern)
Europameister FrankreichFrankreich Frankreich (2. Titel)
Austragungsort BulgarienBulgarien Bulgarien
Eröffnungsspiel 6. Mai 2015
Endspiel 22. Mai 2015
Spiele 33
Tore 59 (⌀: 1,79 pro Spiel)
Torschützenkönig FrankreichFrankreich Odsonne Edouard (8 Tore)
Gelbe Karte Gelbe Karten 100 (⌀: 3,03 pro Spiel)
Gelb-Rote Karte Gelb-Rote Karten (⌀: 0,06 pro Spiel)
Rote Karte Rote Karten (⌀: 0,06 pro Spiel)

Die Endrunde der 33. U-17-Fußball-Europameisterschaft fand im Mai 2015 in Bulgarien statt. Es war die erste Endrunde eines UEFA-Wettbewerbs in Bulgarien und die erste an der - wie zuletzt 2002 - wieder 16 Mannschaften teilnahmen. Sie diente auch als Qualifikation für die U-17-Fußball-Weltmeisterschaft 2015 in Chile. Alle UEFA-Mitgliedsverbände hatten sich um die Teilnahme beworben. Bulgarien wurde neben den beiden Ausrichtern für 2014 und 2016 auf der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitee am 20. März 2012 in Istanbul ausgewählt.[1]

Qualifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Qualifikationsrunde, an der außer Gastgeber Bulgarien alle Bewerber teilnahmen, wurde am 28. November 2013 ausgelost.[2] Deutschland erhielt vorab ein Freilos für die Eliterunde. Die übrigen 52 Mannschaften spielten in 13 Gruppen mit je vier Mannschaften, die Gruppenersten und -zweiten sowie die fünf besten Gruppendritten qualifizierten sich für die Eliterunde. Österreich traf in Gruppe 9 in Albanien vom 8. bis 13. Oktober 2014 auf Norwegen, San Marino und Albanien und die Schweiz traf in Gruppe 10 vom 23. bis 28. Oktober 2014 in Belgien auf Belgien, Aserbaidschan sowie Bosnien und Herzegowina, konnte sich aber nicht qualifizieren.

Die Eliterunde, bei der die 15 weiteren Endrundenteilnehmer ermittelt wurden, fand im März 2015 statt. Deutschland setzte sich in Gruppe 8 mit zwei Siegen (3:0 gegen die Slowakei und 3:0 gegen die Ukraine) und einem Unentschieden (2:2 gegen Italien) als Tabellenerster durch. Österreich konnte sich mit der gleichen Bilanz ebenfalls für die Endrunde qualifizieren (gegen Russland, Wales und Island).

Modus der Endrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 16 qualifizierten Mannschaften wurden in einer offenen Auslosung auf vier Gruppen zu je vier Mannschaften aufgeteilt. Innerhalb der Gruppen spielte jede Mannschaft einmal gegen jede andere. Die Gruppensieger und Gruppenzweiten erreichten das Viertelfinale. Deren Sieger erreichten das Halbfinale und die Halbfinalsieger das Finale; Platz drei wurde nicht ausgespielt. Die reguläre Spielzeit betrug zweimal 40 Minuten. Ab dem Viertelfinale folgte nach unentschiedenem Spielstand nach der regulären Spielzeit keine Verlängerung, sondern direkt im Anschluss ein Elfmeterschießen.

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Endrunde nahmen folgende 16 Teams teil:

Austragungsorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Endrundenspiele werden in vier Städten ausgetragen: Burgas (Lasur-Stadion), Sliwen (Chadschi-Dimitar-Stadion), Stara Sagora (Beroe-Stadion) und Sosopol (Arena Sosopol).

Auslosung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auslosung fand am 2. April 2015 in Pomorie statt und ergab folgende Gruppen[3]:

Gruppe A Gruppe B Gruppe C Gruppe D
BulgarienBulgarien Bulgarien TschechienTschechien Tschechien GriechenlandGriechenland Griechenland IrlandIrland Irland
KroatienKroatien Kroatien SlowenienSlowenien Slowenien RusslandRussland Russland NiederlandeNiederlande Niederlande
SpanienSpanien Spanien BelgienBelgien Belgien SchottlandSchottland Schottland ItalienItalien Italien
OsterreichÖsterreich Österreich DeutschlandDeutschland Deutschland FrankreichFrankreich Frankreich EnglandEngland England

Vorrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vorrunde wurde in vier Gruppen mit jeweils vier Teams ausgetragen. Die vier Gruppensieger und Zweitplatzierten qualifizierten sich für das Viertelfinale. Bei Punktgleichheit entschied zuerst der direkte Vergleich und danach die Tordifferenz über die Rangfolge.

Alle Zeitangaben entsprechen der Ortszeit (MEZ +3 Stunden).

Gruppe A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. KroatienKroatien Kroatien  3  2  1  0 003:000  +3 07
 2. SpanienSpanien Spanien  3  1  2  0 003:200  +1 05
 3. OsterreichÖsterreich Österreich  3  0  2  1 002:300  −1 02
 4. BulgarienBulgarien Bulgarien  3  0  1  2 002:500  −3 01
Mi., 6. Mai 2015, 15:00 Uhr in Burgas
Spanien Österreich 1:1 (0:0)
Mi., 6. Mai 2015, 19:00 Uhr in Stara Sagora
Bulgarien Kroatien 0:2 (0:1)
Sa., 9. Mai 2015, 13:00 Uhr in Sosopol
Kroatien Österreich 1:0 (0:0)
Sa., 9. Mai 2015, 15:00 Uhr in Burgas
Bulgarien Spanien 1:2 (1:1)
Di., 12. Mai 2015, 17:00 Uhr in Sosopol
Österreich Bulgarien 1:1 (1:0)
Di., 12. Mai 2015, 17:00 Uhr in Sliwen
Kroatien Spanien 0:0

Gruppe B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. DeutschlandDeutschland Deutschland  3  3  0  0 007:000  +7 09
 2. BelgienBelgien Belgien  3  2  0  1 004:200  +2 06
 3. TschechienTschechien Tschechien  3  1  0  2 001:700  −6 03
 4. SlowenienSlowenien Slowenien  3  0  0  3 000:300  −3 00
Mi., 6. Mai 2015, 16:00 Uhr in Sliwen
Tschechien Slowenien 1:0 (0:0)
Mi., 6. Mai 2015, 19:00 Uhr in Burgas
Belgien Deutschland 0:2 (0:2)
Sa., 9. Mai 2015, 16:00 Uhr in Sosopol
Tschechien Belgien 0:3 (0:1)
Sa., 9. Mai 2015, 19:00 Uhr in Burgas
Slowenien Deutschland 0:1 (0:1)
Di., 12. Mai 2015, 19:00 Uhr in Stara Sagora
Deutschland Tschechien 4:0 (3:0)
Di., 12. Mai 2015, 19:00 Uhr in Burgas
Slowenien Belgien 0:1 (0:0)

Gruppe C[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. FrankreichFrankreich Frankreich  3  3  0  0 007:000  +7 09
 2. RusslandRussland Russland  3  1  1  1 004:300  +1 04
 3. GriechenlandGriechenland Griechenland  3  1  1  1 003:300  ±0 04
 4. SchottlandSchottland Schottland  3  0  0  3 000:800  −8 00
Do., 7. Mai 2015, 16:00 Uhr in Sosopol
Griechenland Russland 2:2 (1:0)
Do., 7. Mai 2015, 17:00 Uhr in Stara Sagora
Schottland Frankreich 0:5 (0:4)
So., 10. Mai 2015, 16:00 Uhr in Sliwen
Russland Frankreich 0:1 (0:0)
So., 10. Mai 2015, 17:00 Uhr in Sosopol
Griechenland Schottland 1:0 (1:0)
Mi., 13. Mai 2015, 17:00 Uhr in Sosopol
Frankreich Griechenland 1:0 (0:0)
Mi., 13. Mai 2015, 17:00 Uhr in Sliwen
Russland Schottland 2:0 (0:0)

Gruppe D[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. EnglandEngland England  3  2  1  0 003:100  +2 07
 2. ItalienItalien Italien  3  1  1  1 003:200  +1 04
 3. NiederlandeNiederlande Niederlande  3  0  3  0 002:200  ±0 03
 4. IrlandIrland Irland  3  0  1  2 000:300  −3 01
Do., 7. Mai 2015, 13:00 Uhr in Sosopol
Irland Niederlande 0:0
Do., 7. Mai 2015, 19:00 Uhr in Burgas
Italien England 0:1 (0:0)
So., 10. Mai 2015, 16:00 Uhr in Stara Sagora
Irland Italien 0:2 (0:1)
So., 10. Mai 2015, 20:00 Uhr in Stara Sagora
Niederlande England 1:1 (0:1)
Mi., 13. Mai 2015, 19:00 Uhr in Stara Sagora
England Irland 1:0 (0:0)
Mi., 13. Mai 2015, 19:00 Uhr in Burgas
Niederlande Italien 1:1 (0:1)

Finalrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Zeitangaben entsprechen der Ortszeit (MEZ +3 Stunden).

Viertelfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fr., 15. Mai 2015, 16:00 Uhr in Burgas
KroatienKroatien Kroatien BelgienBelgien Belgien 1:1 (1:0), 3:5 i.E.
Fr., 15. Mai 2015, 19:00 Uhr in Stara Sagora
DeutschlandDeutschland Deutschland SpanienSpanien Spanien 0:0, 4:2 i.E.
Sa., 16. Mai 2015, 16:00 Uhr in Burgas
EnglandEngland England RusslandRussland Russland 0:1 (0:1)
Sa., 16. Mai 2015, 19:00 Uhr in Stara Sagora
FrankreichFrankreich Frankreich ItalienItalien Italien 3:0 (1:0)

WM-Qualifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gewinner nehmen neben den Halbfinalisten an der U-17-Fußball-Weltmeisterschaft 2015 in Chile teil.

Di., 19. Mai 2015, 16:00 Uhr in Sosopol
KroatienKroatien Kroatien ItalienItalien Italien 1:0 (1:0)
Di., 19. Mai 2015, 16:00 Uhr in Sliwen
SpanienSpanien Spanien EnglandEngland England 0:0, 3:5 i.E.

Halbfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Di., 19. Mai 2015, 16:00 Uhr in Burgas
BelgienBelgien Belgien FrankreichFrankreich Frankreich 1:1 (0:1), 1:2 i.E.
Di., 19. Mai 2015, 19:00 Uhr in Stara Sagora
DeutschlandDeutschland Deutschland RusslandRussland Russland 1:0 (0:0)

Finale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fr., 22. Mai 2015, 20:00 Uhr in Burgas
FrankreichFrankreich Frankreich DeutschlandDeutschland Deutschland 4:1 (1:0)

Beste Torschützen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Spieler Tore
1 FrankreichFrankreich Odsonne Édouard 8
2 BelgienBelgien Ismail Azzaoui 3
FrankreichFrankreich Nanitamo Ikone 3
DeutschlandDeutschland Felix Passlack 3

Hinzu kommen bisher 6 Spieler mit zwei und 26 Spieler mit je einem Treffer.

Mannschaft des Turniers[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Torhüter Abwehr Mittelfeld Stürmer Bester Spieler

BelgienBelgien Jens Teunckens
DeutschlandDeutschland Constantin Frommann

FrankreichFrankreich Alec Georgen
KroatienKroatien Borna Sosa
SpanienSpanien Cucu
BelgienBelgien Wout Faes
FrankreichFrankreich Dayot Upamecano

SpanienSpanien Carles Aleñá
KroatienKroatien Josip Brekalo
FrankreichFrankreich Timothé Cognat
RusslandRussland Georgi Makhatadze
KroatienKroatien Nikola Moro
EnglandEngland Marcus Edwards

DeutschlandDeutschland Felix Passlack
FrankreichFrankreich Odsonne Édouard
FrankreichFrankreich Nanitamo Ikoni
EnglandEngland Chris Willock
FrankreichFrankreich Jeff Reine-Adélaïde

FrankreichFrankreich Odsonne Édouard

[4]

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutschland gelangte als achte Mannschaft nach Portugal (1988), der Tschechoslowakei (1990), Frankreich (1996), Irland (1998), Frankreich (2001), den Niederlanden (2011) und Deutschland (2012) ohne Gegentor ins Finale. Portugal blieb zwar auch im Finale ohne Gegentor, verlor dies aber im Elfmeterschießen, die Tschechoslowakei gewann das Finale, aber mit zwei Gegentoren, Frankreich verlor das Finale beide Male mit 0:1, Irland gewann es mit 2:1 und die Niederlande mit 5:2. Deutschland musste 2012 erst in der Nachspielzeit ein Gegentor hinnehmen und verlor dann im Elfmeterschießen.
  • Torhüter der Franzosen war Luca Zidane, der zweitälteste Sohn von Zinédine Zidane. Im Elfmeterschießen gegen Belgien konnte er drei Elfmeter halten.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Malta, Bulgarien und Aserbaidschan für U17 ausgewählt. In: uefa.com. UEFA, 20. März 2012, abgerufen am 8. Juli 2013.
  2. U17-Qualifikationsrunde 2014/15 ausgelost. In: uefa.com. UEFA, 28. November 2013, abgerufen am 28. November 2013.
  3. Gruppen der U17-Endrunde stehen fest. In: uefa.com. UEFA, 2. April 2015, abgerufen am 2. April 2015.
  4. Bulgarien 2015: Technical report. In: uefa.com. Abgerufen am 18. April 2017.
  5. Zidanes Sohn bringt Frankreich ins Endspiel. In: uefa.com. UEFA, 19. Mai 2015, abgerufen am 7. August 2015.