U-Bahnhof Bonner Wall
| Bonner Wall | |
|---|---|
| U-Bahnhof in Köln | |
U-Bahnhof Bonner Wall | |
| Basisdaten | |
| Ortsteil | Neustadt-Süd |
| Eröffnet | 13. Dezember 2015 |
| Gleise (Bahnsteig) | 2 (Seitenbahnsteige) |
| Koordinaten | 50° 54′ 58″ N, 6° 57′ 40″ O |
| Nutzung | |
| Strecke(n) | Nord-Süd-Stadtbahn |
| Linie(n) | 17 später: 5 16 |
| Umstiegsmöglichkeiten | Bus: 106, 132, 133,
142 |

Der U-Bahnhof Bonner Wall ist eine Station der Nord-Süd-Stadtbahn im Netz der Kölner Stadtbahn. Sie ist stadtauswärts die letzte Tunnel-Haltestelle der neugebauten Strecke.
Aufbau und Nutzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die vom Architektenbüro BHBFH entworfene Station liegt als einzige der Stationen des neuen Nord-Süd-Tunnels größtenteils nicht in den von Tunnelbohrmaschinen vorgetriebenen Röhren, sondern wurde wegen des nahen Abzweigs und Tunnelausgangs in offener Bauweise angelegt. Lediglich das nördliche Ende der beiden Seitenbahnsteige liegt in den Röhren. Die Station besitzt an jedem Stationsende eine Verteilerebene mit zwei Ausgängen. Zwei Aufzugsanlagen gewährleisten den barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen.
Die ursprünglich für 2011 geplante Inbetriebnahme der Nord-Süd-Stadtbahn – inklusive der Station Bonner Wall – konnte wegen des durch die Stadtbahnbauarbeiten hervorgerufenen Einsturzes des Kölner Stadtarchivs im März 2009 nicht erreicht werden. Derzeit (Stand 2025) wird mit der Vollinbetriebnahme der Nord-Süd-Stadtbahn für das Jahr 2032 gerechnet.[1]
Der südliche Streckenteil ab Severinstraße wurde 2015 eröffnet. Seit dem 13. Dezember 2015 verkehrt die Linie 17 von der Station Severinstraße über Kartäuserhof, Chlodwigplatz und Bonner Wall und danach oberirdisch über die Rheinuferbahn nach Rodenkirchen bzw. in Spitzenzeiten weiter bis Sürth und verdichtet hier den Fahrplan der Stadtbahnlinie 16.
Nach Inbetriebnahme des Tunnelabschnitts zwischen Heumarkt und Severinstraße sollen die Linien 5 und 16 am Bonner Wall halten:
Seit 13. Dezember 2015:
| Linie | Verlauf | Takt |
|---|---|---|
| 17 | U Severinstraße – Kartäuserhof – U Chlodwigplatz – U Bonner Wall – Rodenkirchen (– Sürth) (nur in der HVZ) | 10 min |
| Vorherige Station | Stadtbahn Köln | Nächste Station | ||
|---|---|---|---|---|
| U-Bahnhof Kartäuserhof ← Sparkasse Am Butzweilerhof |
5 | Schönhauser Str. Heumarkt → | ||
Endgültig (ab ca. 2032):
- Linie 5: Am Butzweilerhof – Friesenplatz – Dom/Hauptbahnhof – Heumarkt – Severinstraße – Chlodwigplatz – Bonner Wall – Marktstraße (nach Eröffnung der dritten Baustufe: – Arnoldshöhe, nach Eröffnung der StadtBahn Süd: – Meschenich Süd)
- Linie 16: Niehl Sebastianstraße – Ebertplatz – Breslauer Platz/Hauptbahnhof – Heumarkt – Severinstraße – Chlodwigplatz – Bonner Wall –Rodenkirchen – Sürth – Wesseling – Bonn Hbf – Bonn-Bad Godesberg
Ob und in welcher Form Linie 17 bestehen bleibt, ist nicht endgültig geklärt.
Trivia
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aufgrund eines fehlenden Gleiswechels im Bereich des provisorisch in Betrieb genommenen Teilstückes ergibt sich die Kuriosität, dass auf beiden Bahnsteigen Züge sowohl in Richtung Rodenkirchen als auch in Richtung Severinstraße verkehren. Fahrgäste müssen sich daher an der Station Bonner Wall bereits auf der Zwischenebene informieren, auf welchem Gleis der nächste Zug in die gewünschte Richtung fährt, da die Station – im Unterschied zu den anderen Stationen – mit Seitenbahnsteigen ausgestattet ist.[2]
Anbindung an das S-Bahn- und Regionalbahnnetz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der U-Bahnhof soll in Zukunft an das Netz der S-Bahn Köln angeschlossen werden. Im Zuge des Ausbauprojekts der S-Bahn Köln, das von der Stadt Köln, der Deutschen Bahn (DB) und dem Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) gefördert wird, erhält die Station zusätzlich Bahnsteige auf der bisher nur vom Güterverkehr benutzten Strecke zur und von der Kölner Südbrücke. Über diesen neuen Haltepunkt soll die S 16 von Leverkusen über Köln Hauptbahnhof, Köln Bonner Wall, Flughafen Köln/Bonn nach Hennef (Sieg) im 20-Minuten-Takt verkehren und zudem stündlich bis nach Au (Sieg) die Linie S 12 unterstützen. So erhält die Kölner Südstadt einen direkten Anschluss an den Flughafen Köln/Bonn und das ausgebaute S-Bahn-Netz Kölns.
Ein konkretes Datum für die Eröffnung der neuen S-Bahn-Station kann noch nicht gegeben werden. Die Planer streben den Zeitraum 2030+ an. Die Machbarkeitsstudie zur S 16 wurde 2020 abgeschlossen. Nach aktuellem Planungsstand (März 2021) soll die S 16 an folgenden Stationen verkehren:
- Leverkusen-Rheindorf – Leverkusen-Küppersteg – Leverkusen Mitte – Leverkusen Chempark – Köln-Stammheim – Köln Berliner Straße – Köln-Mülheim – Köln-Buchforst – Köln Kalk West – Köln Messe/Deutz – Köln Hauptbahnhof – Köln Hansaring – Köln West – Köln Aachener Straße – Köln Süd – Köln Bonner Wall – Köln-Poll – Köln-Humboldt/Gremberg – Köln Frankfurter Straße – Köln/Bonn Flughafen – Köln-Porz-Wahn – Spich – Troisdorf – Siegburg/Bonn – Hennef (Sieg) – Hennef im Siegbogen – Blankenberg(Sieg) – Merten (Sieg) – Eitorf – Herchen – Dattelfeld (Sieg) – Schladern (Sieg) – Rosbach (Sieg) – Au (Sieg)[3][4]
Des Weiteren gibt es Bestrebungen den zukünftigen S-Bahn-Haltepunkt auch für den Regionalverkehr zu nutzen. Laut dem dritten Entwurf des Deutschlandtakts könnte die RB 27 in der Hauptverkehrszeit folgendermaßen an der neuen Station verkehren:
- Köln Hauptbahnhof – Köln Süd – Köln Bonner Wall – Troisdorf – Bonn-Beuel – Bonn-Oberkassel – Linz (Rhein) – Koblenz[5]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Zielnetz 2032, abgerufen am 26. September 2025.
- ↑ Jürgen Kemper: Linie 17 Vorsicht vor der Bahnsteig-Falle! Express, 12. Dezember 2015, abgerufen am 15. Februar 2016.
- ↑ Ausbauprojekt der S-Bahn Köln. S-Bahn Köln, abgerufen am 24. März 2021.
- ↑ Nahverkehrsplan für SPNV 2016. Nahverkehr Rheinland, abgerufen am 24. März 2021.
- ↑ Deutschlandtakt - Netzgrafik 3. Entwurf NRW. Abgerufen am 2. Oktober 2022.
