U-Bahnhof Hagenbecks Tierpark

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Haupt-Zugangsgebäude mit Kiosken
Bahnsteig, Blick Richtung Süden
Im Fußgängertunnel

Der U-Bahnhof Hagenbecks Tierpark ist eine Haltestelle der Hamburger U-Bahn-Linie U2 im Stadtteil Lokstedt unmittelbar an der Grenze zu Stellingen im Bezirk Eimsbüttel. Das Stationskürzel der Betreiber-Gesellschaft Hamburger Hochbahn lautet „HG“. Die Haltestelle hat täglich etwa 18.200 Ein- und Aussteiger (Mo–Fr, 2016)[1].

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1961 beschloss der Senat der Stadt Hamburg, eine Durchmesserlinie von Stellingen nach Billstedt zu bauen, deren schon bestehender westlicher Teil von der bisherigen Endhaltestelle Hellkamp über die Station Lutterothstraße bis zum U-Bahnhof Hagenbecks Tierpark, ursprünglich noch unter dem Namen „Koppelstraße“ geplant, verlängert werden sollte[2]. Während der Abschnitt bis Lutterothstraße schon am 30. Mai 1965 eröffnet wurde, wurde Hagenbecks Tierpark erst am 30. Oktober 1966 angefahren. Die neue Strecke ersetzte die Straßenbahnlinie 16.[3]

Hagenbecks Tierpark war fast 19 Jahre lang eine Endhaltestelle, bis am 2. Juni 1985 die Verlängerung nach Niendorf Markt in Betrieb ging.

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der U-Bahnhof liegt in einem sechs Meter tiefen und 1,1 Kilometer langen Einschnitt und ist damit eine der nur drei offenen Haltestellen der U2. Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels ist eine umfangreiche Entwässerung erforderlich.[2]

Ein Zugangsgebäude an der Südseite der vierspurigen Koppelstraße führt zu einem sehr breiten Mittelbahnsteig, der südlich anschließt. Der Großteil des Bahnsteigs, mit grauen Betonsteinplatten schlicht gehalten, verfügt über ein von rot lackierten Stahlträgern gehaltenes Dach. Das südliche Bahnsteigende ist unbedacht.

Von der Schalterhalle, die die Fahrkartenautomaten beherbergt, führt ein Fußgängertunnel zur Nordseite der Koppelstraße. Hier führen großzügig überdachte Treppen sowie ein später ergänzter Fahrstuhl zu den Haltestellen der Busse Richtung Westen sowie zum Tierpark Hagenbeck und dem Gelände des Fernsehens des Norddeutschen Rundfunks. An den Wänden des Tunnels sind heute stark vergrößerte Schwarz-Weiß-Bilder von Tierfellen, -federn und -flügeln zu sehen.

Die Abstellanlage von Norden gesehen, im Hintergrund der U-Bahnhof

Nördlich des Bahnhofs und der Koppelstraße schließt eine sechsgleisige offene Abstellanlage an, an deren Seiten sich die Tunnelöffnungen für die Streckenweiterführung nach Niendorf befinden.

Die ursprünglich vorhandenen Sperren und Fahrkartenschalter in der Schalterhalle sind seit langem abgebaut, ebenso wie das Abfertigungsgebäude für den Haltestellenwärter, das auch den Aufenthaltsraum für die Zugfahrer beinhaltete, und den Kiosk auf dem Bahnsteig.

Zur Haltestelle Lutterothstraße sind es 1195 Meter, bis Hagendeel 1310 Meter.[3]

Anbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der U-Bahnhof Hagenbecks Tierpark wird in der Normalverkehrszeit im 5-Minuten-Takt bedient, spätabends und während des durchgehenden Nachtverkehrs in den Nächten vor Sonnabenden und Sonntagen im 20-Minuten-Takt, in den übrigen Zeiten besteht 10-Minuten-Takt.

Es besteht Übergang zu mehreren Buslinien, darunter die Metrobus-Linie 22 in Richtung Blankenese bzw. in Richtung Kellinghusenstraße. Vor der Haltestelle befindet sich eine Station von StadtRAD Hamburg. Weiter gibt es eine Park-and-Ride-Anlage mit 102 Stellplätzen.

Linie Verlauf
U 2 Niendorf Nord – Schippelsweg – Joachim-Mähl-Straße – Niendorf Markt – Hagendeel – Hagenbecks Tierpark – Lutterothstraße – Osterstraße – Emilienstraße – Christuskirche – Schlump – Messehallen – Gänsemarkt – Jungfernstieg – Hauptbahnhof Nord – Berliner Tor – Burgstraße – Hammer Kirche – Rauhes Haus – Horner Rennbahn – Legienstraße – Billstedt – Merkenstraße – Steinfurther Allee – Mümmelmannsberg

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Antwort der Hamburger Hochbahn vom 19. Februar 2018 auf eine Anfrage nach dem Hamburger Transparenzgesetz unter https://fragdenstaat.de/anfrage/fahrgastzahlen-pro-haltestelle-1/, abgerufen am 2. März 2018
  2. a b Ulrich Alexis Christiansen: Hamburgs dunkle Welten. Berlin 2. Aufl. 2010. ISBN 978-3-86153-589-8
  3. a b Hagenbecks Tierpark auf hamburger-untergrundbahn.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: U-Bahnhof Hagenbecks Tierpark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 53° 35′ 34″ N, 9° 56′ 38″ O