U-Bahnhof Rohrdamm

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U-Bahnhof Rohrdamm
Bahnhofsschild

Der U-Bahnhof Rohrdamm ist eine Station der Berliner U-Bahn-Linie U7 im Ortsteil Siemensstadt. Er wurde am 1. Oktober 1980 im Zuge der Nord-West-Verlängerung dieser Linie in Richtung Rathaus Spandau eröffnet. Bis zum 1. Oktober 1984 war die Station Rohrdamm der Endbahnhof dieser Linie. Der Bahnhof liegt nahe unter der Kreuzung der Nonnendammallee und der namensgebenden Straße Rohrdamm. Der Bahnhof, der im Bahnhofsverzeichnis der BVG mit dem Kürzel Rm bezeichnet wird, besitzt zwar eine Rolltreppe, aber keinen Aufzug, sodass er als „nicht barrierefrei“ bezeichnet wird. Der Bahnsteig ist 110 Meter lang.

Auch bei diesem Bahnhof übernahm Rainer G. Rümmler die Bahnhofsgestaltung, dabei spielte die Umgebung eine wichtige Rolle und Motive der in der Nähe ansässigen industriellen Produktion der Siemenswerke wurden in die Wandgestaltung integriert. Über dem Bahnhof befindet sich auch die ehemalige Hauptverwaltung der Siemens-Schuckertwerke und das zwischen 1926 und 1927 errichtete Schaltwerk-Hochhaus, konzipiert von Hans Hertlein. Rümmler benutzte hier zahlreiche stilisierte Zahnräder und Gitter, die Stützen sind mit silber-grauer Metallverkleidung umhüllt.[1]

Der Bahnhof Rohrdamm besitzt neben einer Abstellanlage, die für einzelne Aussetzer-Züge benutzt wird, außerdem ein sich anschließendes Gleichrichterwerk. Im Bahnhof befinden sich derzeit jedoch weder ein Blindenleitsystem noch ein Aufzug. Zumindest letzterer sollte laut Planung der Berliner Senats erst nach 2010 eingebaut werden.[2] Sollte die finanzielle Lage des Senates im Rahmen des U-Bahn-Bauprogrammes sich allerdings positiv entwickeln, wäre ein Aufbau einer Aufzugsanlage aufgrund der laut Nahverkehrsplan „[…] Station[en] mit hohen Umsteigerzahlen […]“ im Bereich des Möglichen.[3]

Im März 2017 wurde bekanntgegeben, den U-Bahnhof – zusammen mit sechs weiteren der nördlichen U7 – unter Denkmalschutz zu stellen.[4]

Anbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am U-Bahnhof bestehen Umsteigemöglichkeiten von der Linie U7 zu den Omnibuslinien 123 und 139 der Berliner Verkehrsbetriebe.

Linie Verlauf
Berlin U7.svg Rathaus Spandau – Altstadt Spandau – Zitadelle – Haselhorst – Paulsternstraße – Rohrdamm – Siemensdamm – Halemweg – Jakob-Kaiser-Platz – Jungfernheide – Mierendorffplatz – Richard-Wagner-Platz – Bismarckstraße – Wilmersdorfer Straße – Adenauerplatz – Konstanzer Straße – Fehrbelliner Platz – Blissestraße – Berliner Straße – Bayerischer Platz – Eisenacher Straße – Kleistpark – Yorckstraße – Möckernbrücke – Mehringdamm – Gneisenaustraße – Südstern – Hermannplatz – Rathaus Neukölln – Karl-Marx-Straße – Neukölln – Grenzallee – Blaschkoallee – Parchimer Allee – Britz-Süd – Johannisthaler Chaussee – Lipschitzallee – Wutzkyallee – Zwickauer Damm – Rudow

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: U-Bahnhof Rohrdamm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jan Gympel: U-Bahn Berlin – Reiseführer, GVE-Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-89218-072-5; Seite 236
  2. Schriftliche Anfrage des Grünen-Abgeordneten Michael Cramer bzgl. des Aufzugseinbaus, Prioritätenliste im Anhang (PDF; 166 kB), 1. Dezember 2003, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
  3. Einzelmaßnahmen bis 2009 (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive), S. 197, aus: Nahverkehrsplan 2006–2009, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, 21. August 2007
  4. U7-Bahnhöfe unter Denkmalschutz. In: Berliner Zeitung. 28. März 2017; abgerufen am 28. März 2017.

Koordinaten: 52° 32′ 14″ N, 13° 15′ 45″ O