U-Bahnhof Volksdorf

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Bahnhof Volksdorf mit dem südlichen Gleisvorfeld

Der U-Bahnhof Volksdorf ist ein Trennungsbahnhof im nordöstlichen Teil des Hamburger U-Bahn-Netzes im namensgebenden Stadtteil Volksdorf. Das Stationskürzel der Betreibergesellschaft Hamburger Hochbahn lautet „VF“. Der U-Bahnhof hat täglich durchschnittlich etwa 13.000 Ein- und Aussteiger.[1]

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhofsgebäude, südwestlicher Teil, Entwurf: Eugen Göbel
Vorhalle mit dem Treppenaufgang zum Seitenbahnsteig
Bahnhofshalle, vom Seitenbahnsteig aus Richtung Norden gesehen

Die Haltestelle Volksdorf befindet sich direkt westlich der parallel verlaufenden Claus-Ferck-Straße im gleichnamigen Hamburger Stadtteil. Sie ist Ausgangspunkt der beiden Nordost-Äste der U1, die sich aus Richtung Innenstadt kommend hier nach Ohlstedt beziehungsweise Großhansdorf verzweigen. Der U-Bahnhof verfügt dazu über drei Gleise an zwei Bahnsteigen in Dammlage. Gleis 1 und 2 dienen dem Verkehr stadteinwärts, während das am östlich liegenden Seitenbahnsteig liegende Gleis 3 für den Betrieb stadtauswärts genutzt wird. Die drei Gleise werden überspannt von einer Bahnhofshalle. In sie führen jeweils Treppen und Aufzüge aus einer Vorhalle am südlichen Ende der Anlage. Nördlich der Bahnsteige befindet sich das Überwerfungsbauwerk, hier führt das Gleis aus Richtung Großhansdorf über die Gleise von bzw. aus Richtung Ohlstedt. Sowohl nördlich als auch südlich des U-Bahnhofs befinden sich Kehr- bzw. Abstellgleise.

In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof befindet sich ein P+R-Parkhaus.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Volksdorf liegt an der Walddörferbahn, die die Stadt Hamburg ab 1912 in dieser Gegend parallel zu der bereits vor dem Ersten Weltkrieg gebauten Elektrischen Kleinbahn Alt-Rahlstedt–Volksdorf–Wohldorf errichten ließ. 1918 war der Bau abgeschlossen, doch fehlte zunächst (kriegsbedingt) die elektrische Ausrüstung zur Stromversorgung über die seitliche Stromschiene. Behelfsmäßig wurde im September 1918 der Betrieb mit einer kleinen Dampflok aufgenommen. Diese war jedoch Kriegsbeute und musste bereits kurze Zeit später an Belgien zurückgegeben werden. Erst 1920 konnte der elektrische Betrieb zwischen Volksdorf und Barmbek (bis zum 27. September 1946 Barmbeck) aufgenommen werden. 1921 folgte die Strecke nach Großhansdorf über Ahrensburg. 1925 folgte schließlich der Ast nach Ohlstedt, bis dahin fuhr hier noch die Kleinbahn Alt-Rahlstedt–Volksdorf–Wohldorf, die dann bis Ohlstedt zurückgezogen wurde.

In den 1950er Jahren wurde die Zugangshalle umfassend renoviert, dabei verlor sie die einst typische Fliesenverkleidung. Bei einem weiteren Umbau Ende der 1990er Jahre wurden viele Änderungen der 1950er Jahre rückgängig gemacht, auch erhielt eine der Stützen wieder die ursprünglichen Fliesen.

Weitere Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der U-Bahnhof Volksdorf ist verknüpft mit dem Hamburger Busnetz. An der Station bestehen Übergangsmöglichkeiten zur tangentialen Metrobuslinie 24, einer Stadtbuslinie (174) über Bergstedt nach Poppenbüttel und einer Ringlinie (375) durch den Stadtteil.

Linie Verlauf
U 1 Norderstedt Mitte – Richtweg – Garstedt – Ochsenzoll – Kiwittsmoor – Langenhorn Nord – Langenhorn Markt – Fuhlsbüttel Nord – Fuhlsbüttel – Klein Borstel – Ohlsdorf – Sengelmannstraße – Alsterdorf – Lattenkamp – Hudtwalckerstraße – Kellinghusenstraße – Klosterstern – Hallerstraße – Stephansplatz – Jungfernstieg – Meßberg – Steinstraße – Hauptbahnhof Süd – Lohmühlenstraße – Lübecker Straße – Wartenau – Ritterstraße – Wandsbeker Chaussee – Wandsbek Markt – Straßburger Straße – Alter Teichweg – Wandsbek-Gartenstadt – Trabrennbahn – Farmsen – (im Bau: Oldenfelde –) Berne – Meiendorfer Weg – Volksdorf | – Buckhorn – Hoisbüttel – Ohlstedt | – Buchenkamp – Ahrensburg West – Ahrensburg Ost – Schmalenbeck – Kiekut – Großhansdorf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: U-Bahnhof Volksdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Drucksache 21/9525 der Hamburgischen Bürgerschaft, Seite 3
  2. HVV - Park + Ride. (hvv.de [abgerufen am 17. März 2017]).

Koordinaten: 53° 39′ 2″ N, 10° 9′ 47″ O