U-Bahnhof Willy-Brandt-Platz

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U-Bahn.svg Willy-Brandt-Platz
Europäische Zentralbank / Städtische Bühnen / Oper und Schauspiel / English Theatre
VGF Logo.svg U-Bahnhof in Frankfurt Wappen Frankfurt am Main.svg
Rolltreppenanlage in der Zwischenebene
Rolltreppenanlage in der Zwischenebene
Basisdaten
Stadtteil: Innenstadt
Abkürzung: WB
Architekten: Bartsch/Thürwächter/Weber und Meid & Romeick
Straßenniveau: 98,5 m ü. NN [1]
B1-Ebene (Verteilerebene)
Tiefe: 4,3 m u. Straßenniveau [2]

(94,2 m ü. NN)

B2-Ebene (Zwischenebene)
Tiefe: 8,4 m u. Straßenniveau [2]

(90,1 m ü. NN)

C-Ebene
Strecke: A
Linien: U1 U2 U3 U8
Eröffnung: 4. November 1973
Gleise: 2 (Außenbahnsteige)
Bahnsteighöhe: 800 mm ü. SO
Bahnsteiglänge: 105 m (4-Wagen-Zug)
Tiefe: 13,5 m u. Straßenniveau [2]

(85 m ü. NN)

D-Ebene
Strecke: B
Linien: U4 U5
Eröffnung: 26. Mai 1974
Gleise: 2 (Außenbahnsteige)
Bahnsteighöhe: 870 mm ü. SO
Bahnsteiglänge: 105 m (4-Wagen-Zug)
Tiefe: 18,9 m u. Straßenniveau [2]

(79,6 m ü. NN)

Umstiegsmöglichkeiten
Straßenbahn Straßenbahn: 11, 12

Der U-Bahnhof Willy-Brandt-Platz (bis 1. Juli 1993 Theaterplatz) ist eine Station im Netz der U-Bahn Frankfurt, die die Grundstrecken A und B verknüpft.

Er wurde 1971 als Umsteigeknoten gebaut und ab 1974 in seinem heutigen Umfang in Betrieb genommen. Von hier aus gelangt man zu den Linien U1, U2, U3 und U8 (A-Strecke) sowie U4 und U5 (B-Strecke). Eingänge zum U-Bahnhof befinden sich direkt am Willy-Brandt-Platz, aber auch am 200 Meter entfernten Kaiserplatz. Er ist in drei Ebenen aufgeteilt.

Aufbau[Bearbeiten]

Verteilerebene[Bearbeiten]

Die B-Ebene liegt direkt unter dem Platz und hat hauptsächlich Verteilerfunktion. Früher konnte man von hier direkt in das Einkaufszentrum des BfG-Hochhauses gehen. Es war die erste und bisher einzige direkte Verknüpfung zwischen einem Hochhaus und einem U-Bahnhof in Frankfurt. Aufgrund schlechter Umsätze und wegen Sicherheitsbedenken wurde sie nach dem Einzug der Europäischen Zentralbank in das Hochhaus anderweitig genutzt. Es blieb eine Passage zu einem Ausgang, die bald auch schloss. Heute beherbergt das Tiefgeschoss zum Teil den Club Living XXL.

Auf dieser Ebene verläuft aber auch der so genannte Theatertunnel, ein Straßentunnel, der Bahnhofsviertel und Altstadt unterirdisch verbindet. U-Bahnhof und Straßentunnel wurden gemeinsam errichtet.[3]

Bahnsteigebenen[Bearbeiten]

Bahnsteig der D-Ebene des U-Bahnhofs Willy-Brandt-Platz (2009)

Darunter befindet sich die C-Ebene mit den zwei Bahnsteigen der A-Linien Richtung Südbahnhof und Heddernheim. Dieser Teil des Bahnhofs befindet sich unterhalb der Friedensstraße, also einer Seitenstraße des Platzes. Ein weiterer Zugang befindet sich am Kaiserplatz. Eine weitere Ebene tiefer, in der D-Ebene liegen die Gleise der B-Linien Richtung Hauptbahnhof und Bockenheim und Preungesheim.

Die ursprüngliche Planung für den Bahnhof sah vor, die kreuzenden Grundstrecken auch gleismäßig zu verbinden, um sowohl direkte Fahrten von der Hauptwache zum Hauptbahnhof als auch von der Konstablerwache nach Sachsenhausen zu ermöglichen. Aus Kostengründen entschied man sich 1966 gegen eine Gleisverbindung und ordnete beide Stationsbauwerke übereinander an.

Architektur[Bearbeiten]

Zugang unmittelbar an der Neuen Mainzer vor dem Schauspiel
U-Bahn-Wagen des Types Ptb im U-Bahnhof Willy-Brandt-Platz auf der Linie U5 (2009)

Der Bahnhof wurde in offener Bauweise errichtet. Im Februar 1970 wurde auf dem damaligen Theaterplatz jeglicher Oberflächenverkehr eingestellt, um die Baugrube auszuheben. Ab Oktober desselben Jahres konnten Straßenbahnen den Platz über eine Baubrücke wieder passieren. Zum Wiederausbau dieser Baubrücke musste der Tramverkehr zwischen August und Dezember 1971 wiederum eingestellt werden, danach waren die Bauarbeiten so weit fortgeschritten, dass der Verkehr an der Oberfläche wieder passieren konnte.[4]

Die Station ist schlicht und funktional konzipiert. Vorwiegende Materialien sind orange und türkis lackiertes Metallblech sowie Waschbeton in der D-Ebene.

Die Station soll in den kommenden Jahren umfassend erneuert werden. Dabei soll der Bahnhof die Elemente der benachbarten Gebäude aufgreifen. Stilisierte ionische Säulen sollen zum Beispiel in der C-Ebene die Nähe zum Hotel Frankfurter Hof am Kaiserplatz zeigen und ein speziell entwickeltes Lichtkonzept soll umgesetzt werden. Im Rahmen der Modernisierung wurden zwischen den Gleisen die "Säulen der Eintracht" gestaltet: Elf "legendäre" Spieler von Eintracht Frankfurt und ein Trainer, die per Internet-Abstimmung ausgewählt wurden,[5] werden seit Januar 2013 auf den zwölf tragenden Säulen gewürdigt.[6]

U-Bahn Frankfurt
Vorherige Station Linie Nächste Station
Hauptwache
← Ginnheim
U1 Schweizer Platz
Südbahnhof →
Hauptwache
← Bad Homburg-Gonzenheim
U2 Schweizer Platz
Südbahnhof →
Hauptwache
← Oberursel-Hohemark
U3 Schweizer Platz
Südbahnhof →
Dom/Römer
← Enkheim/Seckbacher Ldstr.
U4 Hauptbahnhof
Bockenheimer Warte →
Dom/Römer
← Preungesheim
U5 Hauptbahnhof
Hauptbahnhof →
Hauptwache
← Riedberg
U8 Schweizer Platz
Südbahnhof →

Literatur[Bearbeiten]

  •  Jens Krakies, Frank Nagel: Stadtbahn Frankfurt am Main: Eine Dokumentation. 2. Auflage. Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-923907-03-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: U-Bahnhof Willy-Brandt-Platz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Referenzpunkt: Kreuzung Neue Mainzer Straße/Friedensstraße
  2. a b c d Die Tiefe bezieht sich auf das Fußboden- bzw. Bahnsteigniveau
  3. Krakies/Nagel, Seite 118.
  4. Krakies/Nagel, Seite 119.
  5. Säulen der Eintracht, Aufruf zur Wahl, abgerufen am 8. April 2012
  6. „Säulen der Eintracht“ - Wiedersehen der Legenden in U-Bahn-Station Bericht in der FAZ vom 23. Januar 2013

50.1091666666678.6747222222222Koordinaten: 50° 6′ 33″ N, 8° 40′ 29″ O