U.D.O.

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U.D.O.
U.D.O. live (2004)
U.D.O. live (2004)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Heavy Metal
Gründung 1987, 1996
Auflösung 1991
Website www.udo-online.de
Gründungsmitglieder
Udo Dirkschneider
Peter Szigeti (bis 1987)
Gitarre
Mathias „Don“ Dieth (bis 1991)
Frank Rittel (bis 1987)
Thomas Franke (bis 1989)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Udo Dirkschneider
Bass
Fitty Wienhold (seit 1997)
Gitarre
Andrey Smirnov (seit 2013)
Gitarre
Bill Hudson (seit 2017)
Schlagzeug
Sven Dirkschneider (seit 2015)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Andy Susemihl (1987–1990, 1991)
Gitarre
Wolla Böhm (1990)
Gitarre
Jürgen Graf (1997–1999)
Gitarre
Stefan Kaufmann (1996–2012)
Gitarre
Igor Gianola (1999–2013)
Gitarre
Kasperi Heikkinen (2013-2017)
Bass
Dieter Rubach (1987–1989)
Bass
Thomas Smuszynski (1989–1991)
Bass
Michael Voss (1997)
Schlagzeug
Stefan Schwarzmann (1989–1999)
Schlagzeug
Lorenzo Milani (1999–2004)
Schlagzeug
Francesco Jovino (2004–2014)

U.D.O. ist eine deutsche Heavy-Metal-Band, benannt nach deren Sänger Udo Dirkschneider.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1987 bis 1992[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem sich Udo Dirkschneider 1987 von Accept getrennt hatte, rief er seine eigene Band ins Leben. Zusammen mit den beiden ehemaligen Warlock-Musikern Peter Szigeti und Frank Rittel sowie dem ehemaligen Gravestone- und Sinner-Gitarristen Mathias „Don“ Dieth und Thomas Franke präsentiert er bereits kurz nach der Trennung die neue Besetzung. Rittel und Szigetti blieben nicht lange dabei und machten sich nach kurzer Zeit mit Coracko selbstständig. Als Nachfolger stießen Andy Susemihl und Dieter Rubach zu U.D.O.

Das Debütalbum Animal House erschien noch im selben Jahr. Die Songs waren komplett von Udos ehemaliger Band Accept verfasst worden. Nach einer Europa- und einer US-Tour mit Lita Ford und als Support für Guns N' Roses verließen Rubach und Franke die Band. Für sie kamen Bassist Thomas Smuszynski und der ehemalige Running-Wild-Schlagzeuger Stefan Schwarzmann zur Band. In dieser Besetzung entstand das 1989 veröffentlichte Album Mean Machine. Damit kamen sie erstmals in die deutschen Charts. Auf ihrer Europatour fungierte die Band als Support für Ozzy Osbourne.

Für das dritte Album Faceless World verpflichtete die Band Udos ehemaligen Bandkollegen, Ex-Accept-Schlagzeuger Stefan Kaufmann als Produzenten. Susemihl wurde kurzzeitig durch Wolla Böhm an der Gitarre ersetzt. Bis heute ist Faceless World das meistverkaufte U.D.O.-Album. Kurz nach der Faceless-World-Tour erlitt der stark rauchende Dirkschneider einen Herzanfall. Trotzdem erschien das vierte, wieder von Kaufmann produzierte Album Timebomb ein Jahr später. Die Band löste sich nach der Tour zu dieser Veröffentlichung auf. Schwarzmann und Smuszynski gingen zu Running Wild und Dirkschneider startet ein Comeback mit seiner alten Band Accept. Bis 1996 veröffentlichten Accept drei weitere Studioalben.

Ab 1996[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

U.D.O. Live 2004 in Deutschland

Nach der erneuten Trennung von Accept 1996 veröffentlichten U.D.O. eine Coverversion des Judas-Priest-Songs Metal Gods für den Tribut-Sampler Legends of Metal. Neben Dirkschneider waren Gitarrist Mathias Dieth als Gast und Schlagzeuger Stefan Schwarzmann wieder mit von der Partie. Ergänzt wurde die Band durch den Casanova-Bassisten Michael Voss und Rhythmusgitarrist Stefan Kaufmann.

Das Comeback folgte 1997 mit dem Album Solid. Dieth stand ohnehin nicht mehr zur Verfügung und auch Voss machte für den Gitarristen Jürgen Graf und den Bassisten Fitty Wienhold Platz. Eine Europatour mit Random, Blackshine und M-Force folgte im Herbst desselben Jahres. 1998 erschien mit No Limits ein weiteres Album der Band. Mit dem Song I'm a Rebel enthält das Album eine Neuaufnahme eines alten Accept-Klassikers. Als neuer Gitarrist stieg für Jürgen Graf der ehemalige Gotthard-Tourgitarrist Igor Gianola ein. Drummer Stefan Schwarzmann verließ die Band und wurde durch Lorenzo Milani ersetzt. 1999 erschien HOLY. Im Jahr 2000 tourten U.D.O. mit Saxon durch die USA. Nach dem Livealbum Live from Russia machte sich die Band an die Arbeiten zu Man and Machine, das mit dem Song Dancing with an Angel ein Duett mit Doro Pesch enthält.

2011 veröffentlichten U.D.O. ein neues Album mit dem Titel Rev-Raptor. Es erschien am 20. Mai 2011 bei AFM Records. Die erste Single-Auskopplung Leatherhead wurde am 8. April 2011 veröffentlicht. Am 13. September 2012 verkündete die Band, dass Stefan Kaufmann aus gesundheitlichen Gründen die Band verlassen muss. U.D.O absolvierte 2012 eine Tour durch Russland.[1]

Im Januar 2013 wurde der russische Gitarrist Andrey Smirnov als Ersatz von Kaufmann bekannt gegeben, zwei Wochen später verließ auch der zweite Gitarrist Igor Gianola die Band und der Finne Kasperi Heikkinen kam zu U.D.O. Mit ihnen nahm die Band ihr vierzehntes Studioalbum Steelhammer auf, dem ein Jahr später auch eine Live-Version folgte, die U.D.O. bei einem Auftritt in Moskau zeigte. Kurz nachdem die Band ihr nächstes Album Decadent für 2015 angekündigt hatte, wurde am 23. Dezember 2014 bekannt gegeben, dass Drummer Francesco Jovino die Band aus persönlichen Gründen verlassen habe. Er wurde durch Udo Dirkschneiders Sohn Sven ersetzt.[2] Auch verließ Kasperi Heikkinen die Band, der durch Bill Hudson ersetzt wurde.[3]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
DE CH
1987 Animal House
1989 Mean Machine 31
(5 Wo.)
1990 Faceless World 52
(8 Wo.)
1991 Timebomb
1997 Solid
1998 No Limits 90
(1 Wo.)
1999 Holy 96
(1 Wo.)
2002 Man and Machine 71
(1 Wo.)
2003 Nailed to Metal – The Missing Tracks 100
(1 Wo.)
Livealbum
2004 Thunderball 83
(1 Wo.)
2005 Mission No. X 92
(1 Wo.)
2007 Mastercutor 39
(2 Wo.)
2009 Dominator 27
(3 Wo.)
100
(1 Wo.)
2011 Rev-Raptor 20
(2 Wo.)
57
(1 Wo.)
2012 Celebrator – Rare Tracks 73
(1 Wo.)
Kompilation
2012 Live in Sofia 75
(1 Wo.)
Livealbum
2013 Steelhammer 21
(3 Wo.)
79
(1 Wo.)
2014 Steelhammer – Live from Moscow 60
(1 Wo.)
Livealbum
2015 Decadent 16
(2 Wo.)
48
(1 Wo.)
2015 Navy Metal Night 31
(… Wo.)
Livealbum

Weitere Alben

  • 1999: Best of (Compilation)
  • 2001: Live from Russia (Live)
  • 2007: Metallized - 20 Years of Metal (Compilation)
  • 2008: Mastercutor Alive (Live)

Singles und EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Charts[4]
DE
2005 24/7 82
(1 Wo.)

Weitere Singles und EPs

  • 1988: They Want War
  • 1990: Heart of Gold
  • 1997: Two Faced Woman
  • 1999: Love Machine
  • 2005: 24/7 (EP)
  • 2007: The Wrong Side of Midnight (EP)
  • 2009: Infected (EP)
  • 2011: Leatherhead (EP)
  • 2013: Metal Machine

DVDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: Nailed to Metal
  • 2004: Thundervision
  • 2008: Mastercutor Alive
  • 2012: Live in Sofia
  • 2014: Steelhammer-Live in Moscow
  • 2015: Navy Metal Night

Mitgliederentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: U.D.O. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DW Heavy Metal, Wodka & Kaviar - Die deutsche Rockband U.D.O. auf Russland-Tour, 8. Dezember 2012, 26 min., abgerufen am 27. November 2016
  2. Blabbermout.net. Abgerufen am 5. Februar 2015.
  3. Blabbermout.net. Abgerufen am 4. Mai 2017.
  4. a b Chartquellen: DE CH