USS Enterprise (CV-6)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
USS Enterprise im April 1939
USS Enterprise im April 1939
Übersicht
Bauwerft

Newport News Shipbuilding
and Dry Dock Company
,
Virginia

Kiellegung 16. Juli 1934
Stapellauf 3. Oktober 1936
1. Dienstzeit Flagge
Indienststellung 12. Mai 1938
Außerdienststellung 17. Februar 1947
Verbleib 1960 abgewrackt
Technische Daten
Verdrängung

19.800 ts (Standard)
25.500 ts (voll beladen)

Länge

247 m

Breite

33 m

Tiefgang

6,7 m (Standard)
8,5 m (voll beladen)

Besatzung

1889 in Friedenszeiten
2919 im Pazifikkrieg

Antrieb
  • 4 Parsons Dampfturbinen
  • 9 Babcock & Wilcox Kessel
  • 120.000 PS auf 4 Antriebswellen
Geschwindigkeit

Dauerlast: 32,5 kn
Höchstfahrt: 33,65 kn

Reichweite

10.400 sm bei 15 kn,
7.900 sm bei 20 kn

Bewaffnung
Radar
  • CXAM-1 Suchradar
  • SC-2 Suchradar
  • SK Suchradar
  • Waffenzielradar
Flugzeuge

96 Stück (max 80-90 an Bord)

Die USS Enterprise (CV-6) war ein Flottenflugzeugträger der United States Navy und das zweite Schiff der Yorktown-Klasse. Der Träger, das siebte Schiff mit diesem Namen, wurde 1938 als sechster Flugzeugträger der US-Marine in Dienst gestellt. Als einziges der drei Schiffe ihrer Klasse erlebte die Enterprise das Ende des Zweiten Weltkriegs, wurde dann aber 1947 außer Dienst gestellt und schließlich von 1958 bis 1960 verschrottet. Sie war das höchstdekorierte Schiff der US Navy während des Krieges und nahm an nahezu allen wichtigen Seeschlachten und Operationen auf dem pazifischen Kriegsschauplatz teil. Zeitweilig war sie der einzige einsatzbereite Flugzeugträger der US-Marine im gesamten Pazifikraum.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bau und Indienststellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die USS Enterprise wurde am 16. Juli 1934 auf Kiel gelegt. Der Stapellauf fand am 3. Oktober 1936 statt und die Übergabe an die amerikanische Marine erfolgte am 12. Mai 1938.

Eigentlich ist die USS Enterprise das Ergebnis von Abrüstungsverhandlungen, die 1921 zwischen den USA, Großbritannien, Japan, Frankreich und Italien geführt wurden. Das Abkommen erlaubte den USA 135.000 t für die gesamte Flugzeugträgerflotte. Die ersten drei gebauten Träger, die Langley, die Lexington und die Saratoga waren umgebaute Schiffe anderer Klassen. Die Ranger war der erste Träger, der auch als solcher geplant war.

Als US-Präsident Franklin D. Roosevelt 1933 den New Deal verkündete, waren im Haushaltsplan für die Verteidigung auch 40 Mio. US-Dollar für zwei neue Flugzeugträger vorgesehen. Das Schwesterschiff USS Yorktown wurde am 21. Mai 1934 auf Kiel gelegt, und die USS Enterprise zwei Monate später.

Die Jungfernfahrt führte die USS Enterprise und die USS Yorktown im Mai 1938 nach Rio de Janeiro. Konteradmiral William Halsey führte dabei den Oberbefehl und Captain Newton H. White das erste Kommando über die USS Enterprise. Doch schon im November wurde er durch Captain Charles Alan Pownall abgelöst, der das Schiff 1939 zur Pazifikflotte brachte. Im Mai 1940 wurde die Flotte zur Abschreckung Japans nach Pearl Harbor verlegt.

Japanischer Angriff auf Pearl Harbor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 28. November 1941 lief die Enterprise aus, um Flugzeuge und Piloten nach Wake Island zu bringen. Sie sollte am 6. Dezember wieder in Pearl Harbor sein, aber ein Schlechtwettergebiet führte dazu, dass sie sich noch über 200 Meilen westlich befand, als die Japaner Pearl Harbor angriffen.[1]

Aus Sicherheitsgründen ließ Konteradmiral Halsey am Morgen des 7. Dezembers neun Rotten Dauntless-Sturzkampfbomber der USS Enterprise starten. Die 18 Flugzeuge hatten die Aufgabe fächerförmig in östlicher Richtung das Seegebiet vor dem Flugzeugträgerkampfverband aufzuklären und dann direkt auf Ford Island zu landen, wo die USS Enterprise vor Anker gehen sollte.[1]

Die ersten dieser Flugzeuge erreichten die Insel gegen 8:00 Uhr Ortszeit, mitten während der ersten Welle des japanischen Angriffes. Sofort wurden die anfliegenden amerikanischen Flugzeuge von japanischen Begleitjägern vom Typ Mitsubishi A6M Zero attackiert. Den Japanern gelangen dabei mehrere Abschüsse bei denen insgesamt acht Amerikaner ihr Leben verloren.[2] Durch einen Zusammenstoß zwischen einem amerikanischen Sturzkampfbomber und einem japanischen Kontrahenten, ebenfalls ein Sturzkampfbomber des Typs Aichi D3A, verloren auch die Angreifer eine Maschine.[3] Dies war der einzige Verlust, den die USS Enterprise an diesem Tag dem neuen Kriegsgegner zufügen konnte.[4]

Beginn des japanischen Angriffes auf Pearl Harbor, wenig später trafen die ersten Dauntless-Sturzkampfbomber der USS Enterprise ein.
Ein Dauntless-Sturzkampfbomber, der am 1. Februar 1942 für einen Angriff auf die Marschall-Inseln vorbereitet wurde.

Einem Piloten gelang das Absetzen folgenden Funkspruches an die 150 Seemeilen entfernte Trägerkampfgruppe, die daraufhin sofort in Alarmbereitschaft versetzt wurde:

„Pearl Harbor is under attack by the Japanese. This is no shit.“

– Barrett Tillmann: Enterprise - America's fightingest Ship[5]

Konteradmiral Halsey ließ in weiterer Folge die restlichen Dauntless-Sturzkampfbomber, Torpedobomber vom Typ Douglas TBD Devastator sowie sechs Wildcat-Begleitjäger aufsteigen, um nach dem japanischen Angriffsverband zu suchen. Nach erfolgloser stundenlanger Suche begann mit Einbruch der Dämmerung die Landung der insgesamt 24 Bombenflugzeuge auf der USS Enterprise, während die sechs Jagdflugzeuge nach Pearl Habor umgeleitet wurden. Beim Überflug des Hafens erfolgte durch Offiziere des Schlachtschiffes USS Pennsylvania eine falsche Identifizierung der Maschinen. Nachdem die Flugabwehr des Schlachtschiffes das Feuer eröffnete, setzte sofort im gesamten Hafen panikartiges Abwehrfeuer ein. Dieser Eigenbeschuss kostete weiteren drei amerikanischen Piloten das Leben.[2][6]

Nach erfolgter Treibstoff- und Proviantübernahme in Pearl Harbor am 8. Dezember, lief der Flugzeugträger wieder aus. Zwei Tage später entdeckte ein Dauntless-Sturzkampfbomber das japanische U-Boot I-70, das er trotz heftiger Gegenwehr versenken konnte.[7]

Einsätze im Pazifikkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Die Enterprise hat an über einem Dutzend verschiedenen Einsätzen im Pazifikkrieg teilgenommen.[8]

Wake Island[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. Dezember 1941 lief die USS Enterprise im Rahmen der Task Force 8 unter der Führung von Konteradmiral William Halsey aus Pearl Harbor aus, um an der Schlacht um Wake teilzunehmen. Der Flugzeugträger wurde dabei begleitet von den Kreuzern USS Chester, USS Northampton und USS Salt Lake City sowie den Schiffen der 11. (USS Balch, USS Craven, USS Gridley, USS McCall und USS Maury) und 12. (USS Fanning, USS Dunlap, USS Benham, USS Ellet) Zerstörer-Division.[9]

Die TF 8 sollte als Deckungsgruppe im Gebiet zwischen den Midwayinseln und dem Johnston-Atoll für die einige Tage zuvor ausgelaufenen TF 11 (USS Lexington) und TF 14 (USS Saratoga) bereitgehalten werden. Der nach dem Desaster vom 7. Dezember interimistisch als Oberbefehlshaber der Pazifikflotte eingesetzte Konteradmiral William S. Pye konnte sich aber nicht entschließen, die Flugzeugträgergruppen rechtzeitig einzusetzen.[10] Am 23. Dezember, an diesem Tag kapitulierte auch die Besatzung der Insel Wake, erhielten alle drei Kampfgruppen den Befehl nach Pearl Harbor zurückzukehren.[9]

Marshall Inseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kwajalein-Atoll mit dem Flugfeld von Roi-Namur im Norden und dem Anlegeplatz in der Lagune von Kwajalein im Süden.
Das brennende Wotje-Atoll nach den Angriffen der Flugzeuge der USS Enterprise und dem Beschuss durch amerikanische Kreuzer.

Auf Drängen des Oberbefehlshabers der United States Fleet (COMINCH) Ernest J. King befahl der neu eingesetzte Oberbefehlshaber der Pazifikflotte (CinCPAC) Chester W. Nimitz einen Angriff seiner Flugzeugträger auf japanische Flugplätze und Militäranlagen auf Atollen der Marshallinseln und Gilbert-Inseln.[11]

Am 11. Januar lief die USS Enterprise im Rahmen der Task Force 8 in Richtung Amerikanisch-Samoa aus. Dort sollte sie sich mit der Task Force 17, die rund um das Schwesterschiff, der USS Yorktown, gebildet worden war, treffen. Die vom Atlantik in den Pazifik beorderte USS Yorktown war gerade mit einem Geleitzug in dieses Gebiet unterwegs, um auf Samoa 5000 US Marines abzusetzen.[12]

Während der Fahrt in dieses Gebiet wurde in allen Räumen der USS Enterprise die weiße Wand- und Deckenbemalung mühsam entfernt. Diese leicht brennbare Farbe hatte sich beim Angriff auf Pearl Harbor als Todesfalle für viele Matrosen auf den getroffenen Schlachtschiffen erwiesen. Vom 18. bis 25 Januar befand sich das Schiff nördlich von Samoa um mit seinen Fliegerkräften das Anlanden von 5000 Marineinfanteristen zu sichern, bevor sich die beiden Trägerkampfgruppen in Richtung Marshall- und Gilbert-Inseln in Bewegung setzten.[13]

Auf der Fahrt ins Zielgebiet nahmen die Schiffe der Task Force 8 vom Tankschiff USS Platte zusätzlichen Treibstoff auf. Aufgrund von Verzögerungen konnte die USS Enterprise erst bei Einbrechen der Dunkelheit mit dem Auftanken beginnen, was zuvor noch nie in der Geschichte der amerikanischen Marine probiert worden war.[14]

In der Nacht auf den 1. Februar 1942 befanden sich beide Flugzeugträgergruppen bereits kurz vor dem Zielgebiet. Während die USS Yorktown auf Ziele auf den Gilbert-Inseln angesetzt war und dabei wegen schlechten Wetters nur marginale Ergebnisse erzielten konnte, lagen die Angriffsziele der USS Enterprise auf den Kwajalein-, Maloelap- und Wotje-Atollen, die Teil der Marschallinseln waren.[15]

Die erste von mehreren Angriffswellen, bestehend aus 37 Dauntless-Sturzkampfbombern und 9 Devastator-Torpedobombern, startete bereits vor Sonnenaufgang. Die Aufgabe der Sturzkampfbomber war die Zerstörung eines Flugfelds bei Roi-Namur im Norden des Kwajalein-Atolls, während die Torpedobomber Schiffe, die man Süden des Atolls vermutete, anzugreifen hatten. Da die Flugzeuge rund 150 Meilen bis zum Ziel zurückzulegen hatten und dieses aufgrund von veraltetem Kartenmaterial nicht sofort gefunden werden konnte, fiel beim Angriff der Überraschungseffekt weitgehend weg. Die Folge war, dass japanische Jagdflugzeuge vom Typ Nakajima Ki-27 und die Bodenverteidigung des Flugplatzes vier der angreifenden Dauntless-Sturzkampfbomber abschießen konnten. Acht Besatzungsmitglieder verloren dabei ihr Leben. Trotz dieser Verluste konnten einige gegnerischen Flugzeuge auf dem Boden, Gebäude und ein Munitionsdepot zerstört werden.[16]

Die Devastator-Torpedobomber flogen zur gleichen Zeit über der Lagune von Kwajalein im Süden des Atolls den ersten Torpedo-Luftangriff in der amerikanischen Militärgeschichte und versenkten ein Transportschiff und beschädigten weitere Schiffe, darunter den leichten Kreuzer Katori.[17]

Eine Gruppe von sechs Wildcat-Jagdflugzeugen, ebenfalls mit Bomben bestückt, hatte ein Flugfeld auf Taroa Island (Maloelap Atoll) als Ziel zugewiesen bekommen. Beim Anflug ging eines der Flugzeuge wegen eines technischen Defektes verloren, wobei der Pilot ums Leben kam. Über dem Ziel stießen die Wildcats auf ältere japanische Abfangjäger des Typs Mitsubishi A5M, von denen einer abgeschossen werden konnte. Dies bedeutete nicht nur den ersten Luftsieg einer Enterprise-Maschine im Zweiten Weltkrieg sondern überhaupt den eines US-Marinefliegers seit Beginn der Auseinandersetzungen mit Japan. Auch die Bomben, welche die Wildcats auf das Flugfeld warfen, stellten die ersten Einschläge von amerikanischen Fliegerbomben auf japanisch besetztem Gebiet in diesem Krieg dar.[18]

Der Kreuzer USS Salt Lake City beim Beschuss des Wotje-Atolls.

Parallel dazu erfolgte auch ein Beschuss der japanischen Einrichtungen durch die Kreuzer der Deckungsgruppe der USS Enterprise wie der USS Salt Lake City und der USS Northampton.[17]

Der Tag entwickelte sich anstatt des geplanten Hit and Run-Unternehmens zu einem mehrstündigen Dauereinsatz, bei dem insgesamt 158 Angriffe geflogen wurden. Gegen 13:30 Uhr befahl Konteradmiral Hasley den Rückzug der gesamten Kampfgruppe.[19] Denn die Japaner hatten in der Zwischenzeit auch zum Gegenschlag ausgeholt und mit einigen Mitsubishi G3M-Bombern den Kreuzer USS Chester, der ebenfalls der Deckungsgruppe der USS Enterprise angehörte, angegriffen und dabei acht Seeleute getötet. Die gleiche japanische Kampfgruppe attackierte am Nachmittag auch zweimal die USS Enterprise. Beim ersten Versuch wurde die Führungsmaschine der Japaner so stark beschädigt, dass sich der Pilot dazu entschied, sein Flugzeug in selbstmörderischer Absicht auf den Flugzeugträger stürzen zu lassen. Die Luftabwehr der USS Enterprise schoss aus allen Rohren auf den japanischen Bomber, und trug so ihren Teil dazu bei, dass der Angreifer das Schiff letztendlich nur um wenige Meter verfehlte. Beim zweiten Angriff gelang es zwei japanischen Flugzeugen Bomben auf den Flugzeugträger abzuwerfen, die ihn aber aufgrund der eingeleiteten Wendemanöver verfehlten. Eine der beiden Maschinen konnte beim Abflug von einem Wildcat-Piloten abgeschossen werden.[20]

Bei der Rückkehr nach Pearl Harbor am 5. Februar wurde die USS Enterprise bei ihrer Ankunft im Hafen frenetisch empfangen. Admiral Halsey erhielt vom Oberbefehlshaber der Pazifikflotte (CinCPAC) Chester W. Nimitz für diese ersten Erfolge der USS Enterprise und ihrer Begleitschiffe die Navy Distinguished Service Medal verliehen. Die Aktion fand große Beachtung in den Medien und der Öffentlichkeit konnte mit Halsey, nach dem Schock von Pearl Harbor, endlich ein Held präsentiert werden.[21]

Auch wenn die angerichteten Schäden nicht allzu groß waren, die Japaner verloren das Transportschiff Bordeaux Maru, einige Flugzeuge und hatten etwa 90 Tote zu verzeichnen, darunter auch zum ersten Mal mit Yatsushiro Sukeyoshi einen Offizier im Admiralsrang[22], war der Erfolg der USS Enterprise wichtig für die Moral der Pazifikflotte. Zusätzlich konnten bei diesem Angriffsunternehmen wichtige Erkenntnisse für zukünftige Operationen gewonnen werden. Der Erfolg wurde mit 12 gefallenen Soldaten, die, bis auf einen, alle dem fliegenden Personal angehörten, bezahlt.[23]

Wake Island[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fast auf den Tag genau zwei Monate nachdem die Japaner die Insel Wake erobert hatten, griff die USS Enterprise das Atoll im Rahmen einer Hit und Run-Aktion an. Der Flugzeugträger verließ dazu am 14. Februar 1942 den Hafen von Pearl Harbor wieder im Rahmen der Task Force 8. Begleitet wurde sie dieses Mal von den Kreuzern USS Salt Lake City und USS Northampton sowie von den Zerstörern USS Balch, USS Craven, USS Dunlap, USS Maury, USS Blue und USS Ralph Talbot sowie dem Tanker USS Sabine (AO-25).[9]

Zehn Tage später starteten bei schlechtem Wetter 36 Dauntless-Sturzkampfbomber um die nunmehr japanische Insel anzugreifen. Der erste Verlust trat bereits am Beginn des Angriffes auf, als das zweite gestartete Flugzeug unmittelbar nach dem Start ins Meer stürzte und dabei der Bordschütze ums Leben kam, während der Pilot von einem Begleitzerstörer gerettet werden konnte. Die restlichen Maschinen zerstörten auf Wake Island Treibstoffdepots und Gebäude der Besatzer. Zusätzlich wurde die Insel von den beiden Kreuzern und zwei Zerstörern der Task Force mit ihren Bordgeschützen bekämpft.[24] Der zweite Verlust des Tages erfolgte durch den Abschuss eines der angreifenden Flugzeuges durch die japanischen Verteidiger.[25]

Marcus Island[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. März führte die USS Enterprise bereits den nächsten Angriff durch. Dieses Mal war das Ziel die nur rund 1000 Meilen von Japan entfernte Insel Minami-Torishima (Marcus Island). Da man, so nahe am japanischen Festland, mit Konterattacken des Kriegsgegners rechnen musste, bestand die Tast Force 8 nur aus dem Flugzeugträger und den beiden Kreuzern, während die langsameren Zerstörer in Pearl Habor verblieben.[26]

Die Angriffsformation bestehend aus 37 Dauntless-Sturzkampfbombern startete in der Dunkelheit bereits 145 Meilen vor dem Ziel. Mittels Radar wurden die Flugzeuge an Marcus Island herangeführt. Den japanischen Verteidiger gelang es eine Maschine abzuschießen, die überlebende Besatzung geriet in Kriegsgefangenschaft.[26]

Zugekehrt nach Pearl Harbor erfolgte eine Umrüstung der Wildcat-Staffel auf die Variante F4F-4. Diese neuen Wildcats hatten sechs statt vier 12,7-mm-MGs und Klappflügel. Durch diese technische Neuerung konnten statt 18 nunmehr 27 Jagdflugzeuge auf der USS Enterprise untergebracht werden. Die neue Flugzeugvariante war bei den Enterprise-Piloten aber nicht unbedingt beliebt, weil sie bei gleicher Leistung schwerer war als der Vorgänger, wodurch es zu Einbußen bei der Geschwindigkeit kam.[27]

Doolittle Raid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vizeadmiral Kalsey an Bord der USS Enterprise während der Doolittle Raid im April 1942.
Das brennende japanische Patrouillenboot Nitta Maru.
Der Start der B-25-Bomber von der USS Hornet.

Am 8. April verließ die USS Enterprise unter dem Kommando von Vizeadmiral Halsey im Rahmen der Task Force 16 Pearl Harbor. Zusammen mit den Kreuzern USS Salt Lake City und USS Northampton, vier Zerstörern und einem Tanker hatte sie den Auftrag nördlich der Midway-Insel die Task Force 18 zu treffen.[28] Diese Kampfgruppe, bestehend aus dem Flugzeugträger USS Hornet, zwei Kreuzern, vier Zerstörern und einem Tankschiff, war am 2. April aus dem Hafen von San Francisco ausgelaufen und wurde nach dem Zusammentreffen Hasleys Verband unterstellt. Die USS Hornet war wie die USS Enterprise ein Schiff der Yorktown-Klasse, beide Schwesternschiffe trafen hier zum ersten Mal aufeinander.[29]

Die Soldaten der USS Enterprise staunten nicht schlecht als sie auf dem Deck der USS Hornet 16 zweimotorige Bomber vom Typ North American B-25 „Mitchell“ fest gezurrt sahen. Wilde Spekulationen machten die Runde, bis Halsey schließlich über die Bordlautsprecher verlauten ließ, dass diese Bomber für einen Angriff auf Tokyo (Doolittle Raid) gedacht wären.[30] Diese Durchsage löste, wie Zeitzeugen es beschrieben, eine "emotionale Eruption" unter der Besatzung der USS Enterprise aus.[31] Die Aufgabe des Flugzeugträgers bei dieser Misson war die Übernahme des Luftschutzes des gesamten Verbandes, da die Jagdflugzeuge der USS Hornet wegen der speziellen Beladung unter Deck verstaut waren und daher nicht eingesetzt werden konnten.

Am 18. April, die acht Zerstörer und die beiden Tankschiffe waren am Vortag aus dem Kampfverband entlassen worden, bemerkten die Radaroffiziere der USS Enterprise ein japanisches Patrouillenboot, die Nitta Maru. Dem japanischen Schiff gelang es, bevor es vom Begleitkreuzer USS Nashville versenkt wurde, einen Funkspruch abzusetzen. Admiral Halsey ließ daraufhin, obwohl eigentlich beabsichtigt gewesen war, noch näher an das japanische Festland heranzukommen, folgenden Befehl an die USS Hornet signalisieren:[32][33]

„Launch planes. To Col. Doolittle and his gallant command, good luck and God bless you. Halsey“

„Flugzeuge starten. An Oberst Doolittle und sein tapferes Kommando, viel Glück und Gott schütze euch. Halsey“

Tausende Matrosen auf der USS Enterprise und den Begleitkreuzern beobachteten nun den spektakulären Start der zweimotorigen Bomber und jedesmal, wenn es einer Bomberbesatzung gelang ihre Maschine vom Flugzeugdeck der USS Hornet zu starten, brandete frenetischer Jubel unter den Matrosen auf. Nachdem alle 16 B-25-Bomber sicher gestartet waren und ihren Flug in Richtung japanisches Festland aufgenommen hatten, befahl Halsey für den gesamten Verband sofortigen beschleunigten Rückzug nach Pearl Harbor.[34] Unterwegs lauschten die Schiffsbesatzungen gespannt den Ausführungen von Radio Tokyo und bekamen so die Konfusionen mit, welche die Angriffe in der japanischen Hauptstadt auslösten.[35] Weitere fünf feindliche Patrouillenboote wurden im Laufe des Tages von der sich zurückziehenden Kampfgruppe versenkt. Einem der Boote gelang dabei der Abschuss eines Dauntless-Sturzkampfbombers der USS Enterprise, dessen Besatzung gerettet werden konnte.[36] Am nächsten Tag trafen die beiden Flugzeugträger und die vier Kreuzer auf die zurückgebliebenen Zerstörer und die Tankschiffe. Gemeinsam erreichte man trotz schwerer See sicher den Hafen von Pearl Harbor.[37] Die Besatzungen der Task Force waren zur Geheimhaltung verpflichtet und durften an Land nicht über das Erlebte sprechen.[36]

Schlacht im Korallenmeer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die USS Enterprise und die USS Hornet wurden, nachdem sie von der Doolittle Raid nach Pearl Harbor zurückgekehrt und dort aufgetankt und aufmunitioniert waren, den beiden anderen im Pazifik stationierten Flugzeugträgern USS Lexington und USS Yorktown in Richtung Korallenmeer nachgesandt. Die USS Enterprise hatte außerdem den Auftrag eine Flugzeugstaffel nach Efate zu überstellen.[38]

In die Schlacht im Korallenmeer, in der die USS Lexington am 8. Mai 1942 von den Japanern versenkt und die USS Yorktown beschädigt wurde, konnten die beiden anderen Flugzeugträger nicht mehr eingreifen. Trotzdem verlor die USS Enterprise bei dieser 19 Tage dauernden Mission zehn Flugzeuge durch Unfälle.[39] Am 16. Mai ereilte beide Flugzeugträger ein Funkspruch von Admiral Nimitz, der sie aufforderte schnellstens nach Pearl Harbor zurückzukehren.[40]

Midway[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als direkte Reaktion auf diesen Angriff wird von manchem Historiker der japanische Angriff auf die Midwayinseln angesehen. Kurz vor der Schlacht übernahm Rear Admiral Raymond A. Spruance das Kommando über die TF 16, da Vice Admiral Halsey erkrankt war. Bei dieser Schlacht wurde das noch fehlende Know-How der Amerikaner bei dem Einsatz von Trägerflugzeugen sichtbar, so griffen die ohnehin schon langsamen Torpedobomber durch Koordinationsschwierigkeiten ohne Jagdschutz an. Die Sturzbomber konnten die japanische Jagdabwehr jedoch durchbrechen und am 4. Juni 1942 die japanischen Träger Akagi, Kaga und Sōryū so schwer beschädigen, dass sie aufgegeben werden mussten. Am Nachmittag wurde die Hiryū ebenfalls so schwer beschädigt, dass sie am 5. Juni versank. Die Verluste in den Fliegerstaffeln waren jedoch so erheblich, dass ein Nachstoßen auf die nummehr deckungslose japanische Flotte nur durch Flugzeuge von Midway erfolgte, so verlor allein die Staffel VT-6 10 ihrer 14 Maschinen. Am 13. Juni kehrte die Enterprise nach Pearl Harbor zurück.

Guadalcanal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer einmonatigen Überholungsphase lief sie am 16. Juli 1942 in den Südpazifik aus, um mit der TF 61 die Landungen auf den Salomonen zu unterstützen.

Ost-Salomonen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Schlacht in den Ost-Salomonen gelang es der US-Marine, den leichten japanischen Träger Ryūjō zu versenken. Die Enterprise selbst erhielt drei Bombentreffer, bei denen 77 Seeleute getötet und 91 verwundet wurden. Sie konnte jedoch aus eigener Kraft nach Pearl Harbor zurückkehren.

Santa Cruz Islands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Reparaturpause lief sie am 16. Oktober erneut in den Südpazifik aus. Dort beteiligte sie sich an der Schlacht um die Santa-Cruz-Islands, bei der ihr Schwesterschiff USS Hornet versenkt wurde. Die Big E war nun der einzige Träger in der US-Pazifikflotte und musste nach 2 Bombentreffern Nouméa für Notreparaturen anlaufen. Als ein erneuter japanischer Vorstoß die Enterprise zum Auslaufen zwang, waren noch Reparaturmannschaften der USS Vestal und 75 Mann der Company B des 3. Construction Bataillons an Bord, die weiter mit Reparaturen beschäftigt waren.

Seeschlacht von Guadalcanal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Seeschlacht um Guadalcanal konnten ihre Trägerflugzeuge mit dazu beitragen, das Schlachtschiff Hiei am 13. November zu versenken, bevor sie wieder nach Noumea zurückkehrte, um die Reparaturen abzuschließen. Diese Reparaturen waren am 4. Dezember beendet.

Rennell Island[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Schlacht bei Rennell Island deckten die Flugzeuge der Enterprise einen gemischten Verband aus Kreuzern und Zerstörern gegen japanische Torpedobomber, dabei wurde die Hälfte der Angreifer abgeschossen. Trotzdem trafen und versenkten zwei Torpedos den schweren Kreuzer USS Chicago.

Die nächsten drei Monate deckten die Maschinen der Enterprise die US-Streitkräfte auf den Salomonen.

Am 27. Mai 1943 kehrte sie nach Pearl Harbor zurück, wo sie als erster Flugzeugträger mit der Presidential Unit Citation durch Admiral Chester W. Nimitz ausgezeichnet wurde.

Gilbert Islands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte November 1943 konnte die Enterprise in den Einsatz zurückkehren. Bei der Landung der 27. Infanteriedivison auf Makin Island (19. - 21. November) unterstützte sie die Bodentruppen. Am 23. November führte die Enterprise zum ersten Mal im Pazifik einen trägergestützen Nachtjägereinsatz durch, als eine Gruppe von 3 Maschinen der Enterprise einen Nachtangriff auf die Task Group 50.2 abwehrte. Nach einem Angriff auf Kwajalein am 4. Dezember kehrten sie nach Pearl Harbor zurück.

Für die nächste Operation wurde die Enterprise der Fast Carrier Force zugeteilt. Dabei erfolgten zunächst Angriffe auf die Marshall-Inseln, bevor die Landung auf Kwajalein vom 29. Januar bis zum 3. Februar unterstützt wurde.

Truk Atoll[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Operation Hailstone wurde am 17. Februar der wichtige japanische Flottenstützpunkt Truk auf den Karolinen angegriffen. Dabei konnte die Enterprise mit dem ersten radargestützten Nachtangriff von einem US-Träger aus wieder Geschichte schreiben: 12 Torpedobomber griffen nachts die in der Lagune liegenden japanische Schiffe an. Trotz heftigen Abwehrfeuers konnte nur eine Maschine abgeschossen werden. Bei Verlusten von über 200.000 BRT und schweren Schäden an den Einrichtungen wird dieser Angriff auch als Pearl Harbor der Japaner bezeichnet.

Zusammen mit ihren Eskorten wurde sie von der TF 58 zum Angriff auf den Wasserflugzeugstützpunkt auf dem Jaluit-Atoll abgestellt, anschließend dampfte sie nach Maruito und Espiritu Santo. Mit der TG 36.1 unterstützte sie vom 19-25. März die Landung auf Emirau Island mit Luftdeckung und Luftnahunterstützung. Nach ihrer Rückkehr zur TF 58 erfolgte eine Serie von Angriffen auf Yap, Ulithi, Woleai und Palau, bevor die Landung bei Hollandia auf Neuguinea unterstützt wurde. Anschließend erfolgte ein nochmaliger Angriff auf Truk.

Saipan – Guam – Philippinensee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang Juni, fast parallel zur Landung in der Normandie auf der anderen Seite der Welt, begann der Aufmarsch zum Angriff auf die Marianen. Am 15. Juni begann der Kampf um die Marianen mit der Schlacht um Saipan. Das Japanische Oberkommando plante seit dem September 1943 wieder in die Offensive zu gehen und die Überlegenheit der US-Flotte durch eine siegreiche Schlacht auszugleichen. Bedingt durch die erheblichen Verluste in den Marineluftstreitkräften stützte sich der Plan auf landgestützte Einheiten. Allerdings erwarteten die Japaner den Angriff weiter südlich, weshalb der Schwerpunkt der Fliegerkräfte nicht auf den Marianen selbst stationiert war. Da aber erfolgreiche Landungen auf den Marianen das Mutterland selbst bedrohen würden, wurde die japanische Flotte in Marsch gesetzt. Bedingt durch die Fähigkeiten der US-Funkaufklärung und die präzisen Meldungen der U-Boote ging der Überraschungseffekt frühzeitig verloren. Der folgende Kampf entwickelte sich zur größten Flugzeugträgerschlacht der Welt. Dabei erwiesen sich die leichten, ungepanzerten japanischen Flugzeuge als eindeutig unterlegen: neben drei Flugzeugträgern verloren die Japaner rund 600 Maschinen. Von diesem Schlag erholten sich die japanischen Marineflieger nicht mehr. Die meisten der ca. 120 Maschinen verlor die US-Navy durch Bruchlandungen und Notwasserungen nach dem Angriff in der Dämmerung vom 19. Juni. Ein geplanter Nachteinsatz der nachterfahrenen Enterprise-Piloten wurde daraufhin abgesagt, da die Bergung der notgewasserten Flugzeugbesatzungen Vorrang hatte. Die Enterprise blieb nach dieser Schlacht noch bis zum 5. Juli vor Saipan im Einsatz, bevor sie für eine kurze Überholungsphase nach Pearl Harbor zurückkehrte.

Golf von Leyte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Vorbereitung der Landung auf den Philippinen griff die Enterprise ab dem 10. Oktober 1944 zusammen mit anderen Einheiten der Task Force 38 Flugplätze, Küsteneinrichtung und Schiffe auf Okinawa, Formosa und den Philippinen selbst an. Am 17. Oktober 1944 begann mit der Landung auf Leyte der Kampf um die Philippinen. Da mit dem Verlust der Philippinen den Japanern auch der Verlust ihrer rohstoffreichen Besitzungen in Indochina drohte, entsandten sie alle noch verfügbaren Marineeinheiten zu einem koordinierten Angriff auf die US-Flotte. Die Flugzeuge der Enterprise waren an Angriffen auf alle drei japanischen Kampfgruppen beteiligt. Die Japaner konnten sich nur unter schweren Verlusten zurückziehen.

Ab dem 24. Dezember 1944 verfügte sie über ein vollständig nachtkampftaugliches Bordgeschwader, damit war sie der einzige Träger, der über diese Fähigkeit verfügte, entsprechend wurde ihre Bezeichnung von CV auf CV(N) geändert.

  • Tokio Angriffe (Februar 1945)
  • Kyushu Angriffe (März 1945)

Okinawa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab dem 5. April unterstützte sie die Operationen bei Okinawa, bis sie am 11. April von einem Kamikazeflieger getroffen wurde. Sie musste bis zum 5. Mai für Reparaturen in das Ulithi-Atoll zurückkehren.

Nach dem Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die USS Enterprise im Juni 1958 auf der New York Naval Shipyard in Erwartung ihrer Verschrottung.

Nach dem Ende der Reparaturen nahm sie an der Operation Magic Carpet teil, während eines dieser Einsätze wurde sie vom ersten Lord der britischen Admiralität besucht, der ihr das British Admiralty Pennant verlieh. Sie war damit das einzige Schiff außerhalb der Royal Navy, das diese hohe Auszeichnung erhielt. Die Außerdienststellung der USS Enterprise erfolgte am 17. Februar 1947. Das Schiff wurde zur Reserve der Atlantikflotte verlegt. Die Bezeichnung lautete als sogenannter Attack-Carrier nun CVA-6. Im August 1953 wurde sie als Anti-U-Boot Flugzeugträger zur CVS-6.

Die ersten Bemühungen, die Enterprise für die Nachwelt zu erhalten, begannen bereits 1946 auf Initiative des Staates New York. 1949 wurde vorgeschlagen, die Enterprise in San Francisco auf Treasure Island auszustellen. Beide Vorhaben scheiterten an den Kosten. Eine Initiative der Veteranen, die den Erhalt der Enterprise als National Memorial zum Ziel hatte, war erfolgreich, die dafür benötigten Mittel konnten aber nicht aufgebracht werden.

Am 1. Juli 1958 wurde die USS Enterprise zur Verschrottung an das in Kearny ansässige Unternehmen Lipsett Incorporated verkauft. Als der Flugzeugträger, der sich zuvor in der New York Naval Shipyard befunden hatte, den East River entlang in Richtung New Jersey geschleppt wurde, standen Zehntausende New Yorker Spalier, um dem erfolgreichsten Schiff der amerikanischen Kriegsgeschichte die letzte Ehre zu erweisen.[41]

Verluste und stationierte Lufteinheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verluste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Einsatzzeit im Pazifikkrieg hatte die Enterprise insgesamt 374[42] Tote zu beklagen. Davon entfielen auf die Schiffsbesatzung 139 Tote, die anderen gehörten ausnahmslos den stationierten Lufteinheiten an.

Zwölf Piloten bzw. Besatzungsmitglieder der Flugzeuge wurden von den Japanern gefangen genommen.[43] Davon wurden zwei direkt nach der Gefangennahme exekutiert. Weitere zwei wurden nach Formosa gebracht und dort kurz vor Kriegsende hingerichtet.

Bordgeschwader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 07. Dezember 1941 bis 10. März 1942: Enterprise Air Group, Staffeln VF-6, VB-6, VS-6, VT-6
  • 08. April 1942 bis 26. April 1942: Enterprise Air Group, Staffeln VF-6, VB-6, VB-3, VT-6
  • 30. April 1942 bis 26. April 1942: Enterprise Air Group, Staffeln VF-6, VB-6, VS-6, VT-6
  • 28. Mai 1942 bis 13. Juni 1942: Enterprise Air Group, Staffeln VF-6, VB-6, VS-6, VT-6
  • 15. Juli 1942 bis 25. August 1942: Enterprise Air Group, Staffeln VF-6, VB-6, VS-5, VT-3
  • 16. Oktober 1942 bis 10. Mai 1943: Carrier Air Group 10, Staffeln VF-10, VB-10, VS-10 (umbenannt VB-20), VT-10
  • 10. November 1943 bis 9. Dezember 1943: Carrier Air Group 6, Staffeln VF-2, VB-6, VT-6
  • 16. Januar 1944 bis 25. Juli 1944: Carrier Air Group 10, Staffeln VF-10, VB-10, VT-10, VF(N)-101
  • 16. August 1944 bis 23. November 1944: Carrier Air Group 20, Staffeln VF-20, VB-20, VT-20, VF(N)-78
  • 24. Dezember 1944 bis 31. Mai 1945: Night Air Group 90, Staffeln VF(N)-90, VT(N)-90

Kommandanten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Captain Newton H. White, Jr. (12. Mai 1938 bis 21. Dezember 1938)
  • Captain Charles A. Pownall (21. Dezember 1938 bis 21. März 1941)
  • Captain George D. Murray (21. März 1941 bis 30. Juni 1942)
  • Captain Arthur C. Davis (30. Juni 1942 bis 21. Oktober 1942)
  • Captain Osborne B. Hardison (21. Oktober 1942 bis 7. April 1943)
  • Captain Carlos W. Wieber (7. April 1943 bis 16. April 1943)
  • Captain Samuel P. Ginder (16. April 1943 bis 7. November 1943) Reparatur in Pearl Harbor und Umbau in Bremerton
  • Captain Matthias B. Gardner (7. November 1943 bis 10. Juli 1944)
  • Commander Thomas J. Hamilton (10. Juli 1944 bis 29. Juli 1944) Reparatur in Pearl Harbor
  • Captain Cato D. Glover (29. Juli 1944 bis 14. Dezember 1944)
  • Captain Grover B. H. Hall (14. Dezember 1944 bis 25. September 1945)
  • Captain William A. Rees (25. September 1945 bis 20. Februar 1946)
  • Captain Francis E. Bardwell (20. Februar 1946 bis 10. Juni 1946) festgemacht in Bayonne, New Jersey
  • Commander Conrad W. Craven (10. Juni 1946 bis 31. Januar 1947)
  • Commander Lewis F. Davis (31. Januar 1947 bis 17. Februar 1947) Außerdienststellung

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Steven Ewing: USS Enterprise (CV-6). The Most Decorated Ship of World War II. A Pictorial History. Pictorial Histories Publishing Company, Missoula MT 1982, ISBN 0-933126-24-7.
  • Edward Peary Stafford: The Big E. The Story of the USS Enterprise. Random House, New York NY 1962 (Auch: With an introduction by Paul Stillwell. Naval Institute Press, Annapolis MD 2002, ISBN 1-55750-998-0).
  • Stefan Terzibaschitsch: Flugzeugträger USS Enterprise. (CV-6). Die einsame Königin des Pazifik (= Marine international 2). Podzun-Pallas, Friedberg (Dorheim) 1982, ISBN 3-7909-0180-6.
  • Stefan Terzibaschitsch: Flugzeugträger der U.S. Navy. Band 1: Flottenflugzeugträger. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Bernard & Graefe, Koblenz 1986, ISBN 3-7637-5803-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: USS Enterprise (CV-6) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Barrett Tillmann: Enterprise - America's fightingest Ship, Verlag Simon & Schuster, New York 2012, Seite 34
  2. a b USS Enterprise Casualties: 7 December 1941 - 8 December 1941, Webseite www.cv6.org, abgerufen am 20. April 2016
  3. NavSource Online: Aircraft Carrier Photo Archive - USS ENTERPRISE (CV-6), Webseite www.navsource.org, abgerufen am 19. April 2016
  4. Barrett Tillmann: Enterprise - America's fightingest Ship, Verlag Simon & Schuster, New York 2012, Seite 35 bis 39
  5. Barrett Tillmann: Enterprise - America's fightingest Ship, Verlag Simon & Schuster, New York 2012, Seite 36
  6. Barrett Tillmann: Enterprise - America's fightingest Ship, Verlag Simon & Schuster, New York 2012, Seite 40 bis 42
  7. Barrett Tillmann: Enterprise - America's fightingest Ship, Verlag Simon & Schuster, New York 2012, Seite 44 bis 45
  8. offizielle Website der USS Enterprise CV-6
  9. a b c Chronik des Seekrieges - Wake, Webseite www.wlb-stuttgart.de, abgerufen am 20. April 2016
  10. Ian W. Toll: Pacific Crucible - War at Sea in the Pacific, 1941-1942, Verlag W. W. Norton & Company, New York 2012, Seite 150 bis 158
  11. Ian W. Toll: Pacific Crucible - War at Sea in the Pacific, 1941-1942, Verlag W. W. Norton & Company, New York 2012, Seite 199
  12. Ian W. Toll: Pacific Crucible - War at Sea in the Pacific, 1941-1942, Verlag W. W. Norton & Company, New York 2012, Seite 203
  13. Ian W. Toll: Pacific Crucible - War at Sea in the Pacific, 1941-1942, Verlag W. W. Norton & Company, New York 2012, Seite 205
  14. Ian W. Toll: Pacific Crucible - War at Sea in the Pacific, 1941-1942, Verlag W. W. Norton & Company, New York 2012, Seite 206
  15. Barrett Tillmann: Enterprise - America's fightingest Ship, Verlag Simon & Schuster, New York 2012, Seite 46
  16. Ian W. Toll: Pacific Crucible - War at Sea in the Pacific, 1941-1942, Verlag W. W. Norton & Company, New York 2012, Seite 212 bis 214
  17. a b Barrett Tillmann: Enterprise - America's fightingest Ship, Verlag Simon & Schuster, New York 2012, Seite 48 und 49
  18. Ian W. Toll: Pacific Crucible - War at Sea in the Pacific, 1941-1942, Verlag W. W. Norton & Company, New York 2012, Seite 216 bis 219
  19. Ian W. Toll: Pacific Crucible - War at Sea in the Pacific, 1941-1942, Verlag W. W. Norton & Company, New York 2012, Seite 221
  20. Barrett Tillmann: Enterprise - America's fightingest Ship, Verlag Simon & Schuster, New York 2012, Seite 50 bis 52
  21. Ian W. Toll: Pacific Crucible - War at Sea in the Pacific, 1941-1942, Verlag W. W. Norton & Company, New York 2012, Seite 227 bis 228
  22. atsushiro Sukeyoshi (1890-1942), Webseite pwencycl.kgbudge.com, abgerufen am 18. April 2016
  23. USS Enterprise - Casualties: 1 February 1942, Webseite www.cv6.org, abgerufen am 21. April 2016
  24. Barrett Tillmann: Enterprise - America's fightingest Ship, Verlag Simon & Schuster, New York 2012, Seite 53 und 54
  25. USS Enterprise - Casualties: 24 February 1942, Webseite www.cv6.org, abgerufen am 22. April 2016
  26. a b Barrett Tillmann: Enterprise - America's fightingest Ship, Verlag Simon & Schuster, New York 2012, Seite 54 und 55
  27. Barrett Tillmann: Enterprise - America's fightingest Ship, Verlag Simon & Schuster, New York 2012, Seite 55 und 55
  28. Ian W. Toll: Pacific Crucible - War at Sea in the Pacific, 1941-1942, Verlag W. W. Norton & Company, New York 2012, Seite 285
  29. Ian W. Toll: Pacific Crucible - War at Sea in the Pacific, 1941-1942, Verlag W. W. Norton & Company, New York 2012, Seite 282
  30. Ian W. Toll: Pacific Crucible - War at Sea in the Pacific, 1941-1942, Verlag W. W. Norton & Company, New York 2012, Seite 286
  31. Barrett Tillmann: Enterprise - America's fightingest Ship, Verlag Simon & Schuster, New York 2012, Seite 56
  32. Ian W. Toll: Pacific Crucible - War at Sea in the Pacific, 1941-1942, Verlag W. W. Norton & Company, New York 2012, Seite 288
  33. Barrett Tillmann: Enterprise - America's fightingest Ship, Verlag Simon & Schuster, New York 2012, Seite 57
  34. Ian W. Toll: Pacific Crucible - War at Sea in the Pacific, 1941-1942, Verlag W. W. Norton & Company, New York 2012, Seite 291 bis 293
  35. Ian W. Toll: Pacific Crucible - War at Sea in the Pacific, 1941-1942, Verlag W. W. Norton & Company, New York 2012, Seite 296
  36. a b Barrett Tillmann: Enterprise - America's fightingest Ship, Verlag Simon & Schuster, New York 2012, Seite 59
  37. Ian W. Toll: Pacific Crucible - War at Sea in the Pacific, 1941-1942, Verlag W. W. Norton & Company, New York 2012, Seite 298
  38. Ian W. Toll: Pacific Crucible - War at Sea in the Pacific, 1941-1942, Verlag W. W. Norton & Company, New York 2012, Seite 387
  39. Barrett Tillmann: Enterprise - America's fightingest Ship, Verlag Simon & Schuster, New York 2012, Seite 60
  40. Ian W. Toll: Pacific Crucible - War at Sea in the Pacific, 1941-1942, Verlag W. W. Norton & Company, New York 2012, Seite 388
  41. Barrett Tillmann: Enterprise - America's fightingest Ship, Verlag Simon & Schuster, New York 2012, Seite 1
  42. http://www.cv6.org/company/muster/casualty.asp
  43. http://www.cv6.org/company/pow.htm