USS Massachusetts (BB-59)

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USS Massachusetts (BB-59)
USS Massachusetts (BB-59) 1944
USS Massachusetts (BB-59) 1944
Schiffsdaten
Flagge Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Schiffstyp Schlachtschiff
Klasse South-Dakota-Klasse
Bauwerft Bethlehem Steel
Kiellegung 20. Juli 1939
Stapellauf 23. September 1941
Indienststellung 12. Mai 1942
Außerdienststellung 27. März 1947
Verbleib Museumsschiff Fall River
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
210 m (Lüa)
Breite 32,7 m
Tiefgang max. 8,9 m
Verdrängung 37.970 ts
 
Besatzung 1.793
Maschinenanlage
Maschine 4 Dampfturbinen
Maschinen-
leistung
130.000 SHP
Höchst-
geschwindigkeit
27,5 kn (51 km/h)
Propeller 4 Propeller
Bewaffnung

1945:

  • 9 × 16"-Geschütze (40,6 cm) (3 Drillingstürme)
  • 20 × 5"-Geschütze (12,7 cm) (10 Zwillingstürme)
  • 52 × 40-mm-Flak
  • 35 × 20-mm-MK
Panzerung
  • Gürtelpanzer: 310 mm
  • Deck: 135 mm

Hauptgeschütztürme

  • Front: 457 mm
Ausstattung
Flugzeugkapazität

3 Vought OS2U

Die USS Massachusetts war das dritte Schlachtschiff der South-Dakota-Klasse. Gebaut wurde es ab 1939 auf dem Fore River Shipyard der Bethlehem Steel im US-Bundesstaat Massachusetts. Die USS Massachusetts wurde von der US Navy im Zweiten Weltkrieg eingesetzt, 1947 in die Reserve versetzt und schließlich 1965 als Museumsschiff der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Schiff trägt den Spitznamen “Big Mamie”.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Torch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die USS Massachusetts am 8. November 1942 vor Casablanca.
Die USS Massachusetts 2005 als Museumsschiff.

Die USS Massachusetts wurde Ende 1942 als Flaggschiff von Admiral Hewitt während der Operation Torch eingesetzt, der Landung alliierter Truppen im von Vichy-Frankreich besetzten Nordafrika. Teile der Französischen Truppen, darunter das unfertige Schlachtschiff Jean Bart leisteten Widerstand und wurden von den alliierten Kriegsschiffen unter Feuer genommen. Dabei erzielte die USS Massachusetts am Morgen des 8. November aus 22 km Entfernung mehrere Treffer auf dem französischen Schlachtschiff und beschoss Stellungen an Land. Weiterhin erzielte sie mit ihren Hauptgeschützen Treffer auf dem französischen Zerstörern Fougueux und Boulonnais. Sie verbrauchte in diesem Gefecht nahezu ihren gesamten Munitionsvorrat an schweren Granaten und wurde selbst von zwei Granaten der französischen Artillerie getroffen, ohne jedoch schwere Schäden erlitten zu haben.[2]

Pazifikkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Reparaturen und Umbauten an der Radaranlage, eine Folge der Erfahrungen, die man beim Gefecht ihres Schwesterschiffes USS South Dakota bei der Seeschlacht von Guadalcanal gemacht hatte, verlegte die USS Massachusetts im Februar 1943 nach Nouméa im Pazifik. Das Schiff war in der Folge an zahlreichen Begleiteinsätzen beteiligt und zur Beschießung mehrerer japanischer Inselgarnisonen abgestellt, darunter Einsätze während der Schlacht um Okinawa.

Ihr Einsatz endete mit der Beschießung von Kamaishi auf den japanischen Hauptinseln am 9. August 1945.[3]

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die USS Massachusetts kehrte in die USA zurück und wurde 1947 in die Reserve versetzt. Das Schiff sollte zur Verschrottung verkauft werden, doch Veteranen riefen eine Spendenkampagne ins Leben und waren, auch mit der Hilfe von Spenden, die Schulkinder sammelten, in der Lage, das Schiff zu kaufen. Am 4. Juni 1965 wurde sie dem Museum bei Fall River überstellt und wenig später der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.[1] Das Schiff wurde am 14. Januar 1986 als National Historic Landmark in das National Register of Historic Places aufgenommen.[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: USS Massachusetts (BB-59) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • William H. Garzke, Robert O. Dulin: Battleships: United States battleships. 1935–1992, US Naval Institute Press, überarbeitete Auflage, 1995, ISBN 1-55750-174-2.
  • Norman Friedman: U.S. battleships: an illustrated design history. US Naval Institute Press, 1986, ISBN 0-87021-715-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b "Exhibits" auf battleshipcove.org, 16. August 2015
  2. William H. Garzke, Robert O. Dulin: Battleships: United States battleships. S. 85
  3. William H. Garzke, Robert O. Dulin: Battleships: United States battleships. S. 86
  4. National Register Information System. In: National Register of Historic Places. National Park Service. Abgerufen am 13. März 2009.

Koordinaten: 41° 42′ 22,3″ N, 71° 9′ 48″ W