U 561

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U 561
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Typ:

VII C

Feldpostnummer:

40 727

Werft:

Blohm und Voss in Hamburg

Bauauftrag:

16. Oktober 1939

Baunummer:

537

Kiellegung:

28. Februar 1940

Stapellauf:

23. Januar 1941

Indienststellung:

13. März 1941

Kommandanten:
Flottillen:
Einsätze:

15 Feindfahrten

Versenkungen:

9

Verbleib: am 12. Juli 1943 durch Torpedo eines Motortorpedobootes versenkt

U 561 war ein deutsches Unterseeboot des Typs VII C. Diese U-Bootklasse wurde auch „Atlantikboot“ genannt.

Einsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine ersten beiden Unternehmungen führten das Boot in den Nordatlantik und auf Patrouille vor Irland. Während einer dritten, kürzeren Fahrt im November 1941 gab U 561 dem heimkehrenden Hilfskreuzer Komet Geleitschutz. Ziel der folgenden Unternehmung war das Passieren der Straße von Gibraltar, was am 15. Januar 1942 gelang. Ab Frühjahr 1942 war U 561 im Einsatz im Mittelmeer und hauptsächlich mit Minenunternehmungen beauftragt. Mitte April führte Kommandant Bartels mit U 561 eine Minenoperation im östlichen Mittelmeer durch. Das Boot errichtete durch die Positionierung von 20 Minen eine Minensperre nördlich von Port Said. Am 14. Mai 1942 sanken die griechischen Dampfer Mount Olympos und Fred, sowie der norwegische Dampfer Hav mit insgesamt 15.797 BRT durch Kollision mit den Minen dieser Sperre. Kommandant Bartels übergab im Herbst das Kommando an Heinz Schomburg. Letzterer führte das Boot auf weitere sechs Unternehmungen. Im Spätsommer 1943 übernahm Fritz Henning das Kommando.

Versenkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Boot sank nach einem Torpedoangriff des MTB 81 [1] in der Straße von Messina (Lage). Kommandant Fritz Henning – auf seiner ersten Feindfahrt mit diesem Boot – überlebte und konnte gerettet werden[2]. U 561 war das einzige deutsche U-Boot, das im Zweiten Weltkrieg von einem britischen Küstenschutzschiff versenkt wurde.

Literatur und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 1: Die deutschen U-Boot-Kommandanten. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1996, ISBN 3-8132-0490-1.
  • Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 3: Deutsche U-Boot-Erfolge von September 1939 bis Mai 1945. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 2001, ISBN 3-8132-0513-4.
  • Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen. Urbes Verlag, Gräfelfing vor München 1998, ISBN 3-924896-43-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Diese Abkürzung steht für Motor Torpedo Boat.
  2. Fritz Henning kommandierte später U 565 und U 668.