Ubatuba

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Ubatuba
Koordinaten: 23° 27′ S, 45° 4′ W
Karte: Brasilien
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Ubatuba
Lage des Município da Estância Balneária de Ubatuba auf der Karte Brasiliens
Basisdaten
Bundesstaat São Paulo
Stadtgründung 28. Oktober 1637
Einwohner 78.801 (2010[1])
Stadtinsignien
Bandeira Ubatuba SaoPaulo Brasil 2.svg
Ubatuba brasao.gif
Detaildaten
Fläche 723,829 km2
Bevölkerungsdichte 109 Ew./km2
Höhe m
Postleitzahl 11680-000
Zeitzone UTC−3
Stadtvorsitz Maurício Moromizato (PT)
(2013–2016)
Website www.ubatuba.sp.gov.br
Lage von Ubatuba im Bundesstaat São Paulo
Lage von Ubatuba im Bundesstaat São Paulo
Ein Bootshafen entlang der Küste
Ein Bootshafen entlang der Küste

Ubatuba, amtlich Município da Estância Balneária de Ubatuba, ist eine Stadt an der brasilianischen Südost-Küste, im Staat São Paulo, nördlich von Santos und grenzt im Norden an den Staat Rio de Janeiro. Der Wendekreis des Steinbock verläuft durch Ubatuba.

Die Stadt hat nach der Volkszählung 2010 78.801 Einwohner, die Ubatubanos genannt werden. Sie liegt an 90. Stelle der Gemeinden in São Paulo. Die Einwohnerzahl wurde nach der Schätzung des IBGE aus dem Jahr 2018 auf 89.747 Bewohner anwachsend berechnet. Die Fläche beträgt 723,829 km², die Bevölkerungsdichte rund 109 Personen pro km². Die Entfernung zur Hauptstadt São Paulo beträgt 232 km.[1]

Der Ort ist für seine 72 Strände und 10 Inseln bekannt und hat daher den Städtespitznamen Capital do Surfe (Hauptstadt des Surfens).

Der Name Ubatuba kommt von der Sprache der dort beheimateten Tupí. tuba bedeutet dabei viele, während beim ersten Teil des Namens, uba, nicht mehr genau geklärt werden kann ob dies ursprünglich Speere oder Boote bedeutete,

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strand von Sonunga, Ubatuba

In Ubatuba wurde 1553 der erste dokumentierte Friedensvertrag zwischen der einheimischen Bevölkerung und Europäern in Südamerika unterzeichnet, der allerdings gleich im Anschluss von den Portugiesen gebrochen wurde.

Hans Staden, der auf der Insel Santo Amaro als Kommandant eingesetzt war, wurde dort bei einem Ausflug von den Tupinambá-Indianern, die Kannibalen waren, gefangen genommen und zu ihrer Siedlung Ubatuba verschleppt. Dort sollte er bald an einem Festtag von den Tupinambá rituell getötet und verspeist werden. Glücklicherweise konnte er nach über 9 Monaten gerettet werden.[2]

Zwei Jesuiten namens Manoel da Nóbrega und José de Anchieta gründeten 1554 die Siedlung Iperoig. Sie wurde am 28. Oktober 1637 zum Dorf Vila Nova da Exaltação da Santa Cruz do Salvador de Ubatuba erhoben.

1855 wurde Ubatuba zur Stadt ernannt. Die Stadt war lange Zeit ein Segelschiffhafen.

1933 wurde die Straße Ubatuba – São Luís do Paraitinga, 1954 die Straße Caraguatatuba – Ubatuba und 1974 die BR 101 Rio de JaneiroSantos eröffnet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Warhaftige Historia. Zwei Reisen nach Brasilien (1548–1555). Historia de duas viagens ao Brasil. Kritische Ausgabe durch Franz Obermeier. Fontes Americanae 1. Kiel 2007, ISBN 3-931368-70-X.
  • Brasilien – Die wahrhaftige Historie der wilden, nackten, grimmigen Menschenfresser-Leute – 1548–1555. hrsg. und eingeleitet von Gustav Faber. Thienemann, Edition Erdmann, Stuttgart 1984, ISBN 3-522-60460-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ubatuba – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Cidades@: Ubatuba. IBGE, abgerufen am 25. April 2019 (portugiesisch).
  2. Warhaftige Historia. Zwei Reisen nach Brasilien (1548–1555). Historia de duas viagens ao Brasil. Kritische Ausgabe durch Franz Obermeier. Fontes Americanae 1. Kiel 2007, ISBN 3-931368-70-X.