Udelgard Körber-Grohne

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Udelgard Körber-Grohne (* 11. Juli 1923 in Hamburg; † 6. November 2014 in Wiesensteig) war eine deutsche Archäobotanikerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Udelgard Körber-Grohne studierte während des Zweiten Weltkriegs an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, danach in Braunschweig. Bis zu ihrer Heirat war sie am Niedersächsischen Landesinstitut für Marschen- und Wurtenforschung in Wilhelmshaven tätig, wo sie im archäologischen Grabungsprojekt der Siedlung Feddersen Wierde die archäobotanische Auswertung übernahm.

Nach einer Familienpause und dem Tod ihres Mannes wechselte Körber-Grohne im Jahr 1970 an die Universität Hohenheim und wirkte am dortigen Botanischen Institut unter Burkhard Frenzel. In der Folgezeit engagierte sie sich für das Fachgebiet der Archäobotanik in Süddeutschland, wo diese Disziplin nach frühen Anfängen weitgehend verwaist war. Sie habilitierte sich mit ihrer Forschungsarbeit über Feddersen Wierde und prägte mit ihren Publikationen und durch ihre Schüler ihr Fach nachhaltig.

Körber-Grohne war Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts.

Ausgewählte Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geobotanische Untersuchungen auf der Feddersen Wierde. (Feddersen Wierde, Bd. 1), Steiner Franz Verlag, 1998, ISBN 978-3515005548.
  • Nutzpflanzen und Umwelt im römischen Germanien. (Kleine Schriften zur Kenntnis der römischen Besetzungsgeschichte Südwestdeutschlands, Bd. 21) Stuttgart 1979.
  • Nutzpflanzen in Deutschland. Kulturgeschichte und Biologie. Theiss, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0481-0.
  • Pflaumen, Kirschpflaumen, Schlehen. Heutige Pflanzen und ihre Geschichte seit der Frühzeit. Theiss, Stuttgart 1996, ISBN 3-8062-1212-0.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hansjörg Küster (Hrsg.): Der prähistorische Mensch und seine Umwelt. Festschrift für Udelgard Körber-Grohne zum 65. Geburtstag. (Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte Baden-Württembergs, Bd. 31) Stuttgart 1988 (Mit Schriftenverzeichnis).