Uden (Gemeinde)

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Gemeinde Uden
Flagge der Gemeinde Uden
Flagge
Wappen der Gemeinde Uden
Wappen
Provinz Nordbrabant Nordbrabant
Bürgermeister Henk Hellegers (PvdA)
Sitz der Gemeinde Uden
Fläche
 – Land
 – Wasser
67,59 km2
67,13 km2
0,46 km2
CBS-Code 0856
Einwohner 41.663 (31. Aug. 2017[1])
Bevölkerungsdichte 616 Einwohner/km2
Koordinaten 51° 39′ N, 5° 37′ OKoordinaten: 51° 39′ N, 5° 37′ O
Höhe 16 m NAP
Bedeutender Verkehrsweg A50 N264 N277 N605
Vorwahl 0413
Postleitzahlen 5400–5409
Website Homepage von Uden
LocatieUden.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Uden, Kirche: de Sint Petruskerk

Uden (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine Gemeinde in der niederländischen Provinz Nordbrabant. Zur Gemeinde gehören das große Dorf Uden und die kleineren Dörfer Volkel und Odiliapeel.

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uden liegt etwa in der Mitte des Städtedreiecks NijmegenEindhoven’s-Hertogenbosch, an die es durch Busse angeschlossen ist; einen Eisenbahnanschluss besitzt Uden nicht. Der Abstand zu allen drei Städten beträgt etwa 30 km.

Volkel hat einen wichtigen Fliegerhorst der niederländischen Luftwaffe (Vliegbasis Volkel, engl. Volkel Air Base), von wo aus oft Übungen zusammen mit anderen NATO-Partnern durchgeführt werden.

Während des Zweiten Weltkrieges legte die deutsche Luftwaffe den ‚Nachtlandeplatz Volkel‘ an; dort konnten Abfangjäger (Nachtjäger) starten und landen. Die Abfangjäger wurden zum Schutz vor alliierten Bomberangriffen auf das Ruhrgebiet eingesetzt.[2] 1943 wurde der Platz ausgebaut und umbenannt in ‚Fliegerhorst Volkel‘. Er wurde Heimatflughafen der „5. Zerstörergruppe“ (Junkers Ju 88) und der „3. Gruppe Jagdgeschwader 7“ (Düsenjäger Messerschmitt Me 262). Im Rahmen der Operation Market Garden wurde der Fliegerhorst 1944 so intensiv bombardiert, dass er von der Luftwaffe nicht mehr verwendet werden konnte.

In Uden selbst gibt es ziemlich viel Industrie, u. a. Fabriken von CDs, Betten und Maschinen. Auch die Landwirtschaft ist von Belang. Uden ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region. Es hat ein Theater, ein Krankenhaus, viele Schulen usw.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Uden entstand im Mittelalter aus fünf kleinen Ortschaften, von denen zwei schon im Frühmittelalter bestanden. Es wurden nämlich Spuren von Besiedlung durch die Franken gefunden. Im Jahr 1339 bekam Uden eine eigene Gerichtsbarkeit. Uden gehörte auch nach dem Westfälischen Frieden von 1648 zum Land von Ravenstein, also noch nicht zu der protestantischen Republik der Niederlande. Deshalb wichen Geistliche aus dem übrigen Nordbrabant hierher aus, und es wurden Klöster gegründet. So kamen 1638 die Kreuzherren und 1712 die Birgittinerinnen.

Erst 1816 kam Uden an die Niederlande. Im Ersten Weltkrieg war Uden ein Zufluchtsort für Kriegsflüchtlinge aus Belgien.

Das Bauerndorf wurde 1951 von der Regierung in Den Haag dazu bestimmt, zu einer Fabrikstadt heranzuwachsen. Viel des dörflichen Charakters blieb jedoch erhalten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Norden der Gemeinde ist ein Wald- und Heidegebiet, wo schöne Wanderungen möglich sind.

Im Birgittinerinnenkloster befindet sich ein interessantes Museum für Religiöse Kunst, mit u. a. Ikonen, mittelalterlichen Heiligenbildern usw.

Die neogotische St. Petrikirche in Uden wurde 1890 erbaut.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Uden unterhält eine Städtepartnerschaft mit Lippstadt, Nordrhein-Westfalen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmproduzentin Cilia van Dijk (* 1941) und der Trickfilmer Gerrit van Dijk (1938–2012) wurden in Uden geboren.

Der Maler Piet Mondrian (Pieter Cornelius Mondrian) lebte und arbeitete 1904 in absoluter Zurückgezogenheit in Uden.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Uden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand August 2017Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Näheres siehe englische Wikipedia.
  3. Piet Mondrian. Scirocco, London 2004, S. 80.