Uderns

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Uderns
Wappen Österreichkarte
Wappen von Uderns
Uderns (Österreich)
Uderns
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Schwaz
Kfz-Kennzeichen: SZ
Fläche: 6,72 km²
Koordinaten: 47° 20′ N, 11° 52′ OKoordinaten: 47° 19′ 31″ N, 11° 51′ 56″ O
Höhe: 549 m ü. A.
Einwohner: 1.850 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 275 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6271
Vorwahl: 05288
Gemeindekennziffer: 7 09 35
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 23
6271 Uderns
Website: www.gemeinde.uderns.at
Politik
Bürgermeister: Josef Bucher
Gemeinderat: (2016)
(13 Mitglieder)

6 Zukunft Uderns - ZU, 7 Gemeinschaftsliste Uderns

Lage von Uderns im Bezirk Schwaz
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Über dieses Bild
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Blick auf Uderns von Süden
Blick auf Uderns von Süden
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Uderns ist eine Gemeinde im Zillertal mit 1850 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) und gehört zum Bezirk Schwaz in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Zell am Ziller.

Neben Landwirtschaft und Tourismus sind in der Gemeinde Industrie und Gewerbe relativ stark vertreten. Von Bedeutung ist eine Betreuungseinrichtung für behinderte Kinder und Jugendliche. Es befindet sich außerdem ein 18-Loch-Golfplatz mit Driving Range im Ort.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uderns liegt zwischen Fügen und Ried im vorderen Zillertal auf dem Schuttkegel des Finsingbachs. Neben dem Straßendorf Uderns gehören auch das Dorf Finsing und die Rotte Kleinboden an der Grenze zu Fügen sowie die am Hang gelegene Hofsiedlung Kupfnerberg zur Gemeinde.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fügen, Fügenberg, Hart im Zillertal, Ried im Zillertal, Stumm.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Finsing (898)
  • Kleinboden (115)
  • Uderns (837)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bedeutung des vorrömischen Ortsnamens ist unklar. Gesichert jedoch ist die Besiedlung des Gebiets um Uderns schon in der Bronzezeit. Zwischen 500 und 600 wanderten vom Inntal her Bajuwaren ein und vermischten sich mit der einheimischen rätoromanischen Bevölkerung.

Ersturkundlich werden Finsing im Jahr 927 als „Funzina“ und Uderns im Jahr 933 als „Udarnes“, jeweils in Besitzübertragungen an das Erzstift Salzburg, genannt.[2] Im Gegensatz zu den meisten anderen Gemeinden im Tal gehörte Uderns immer schon zu Tirol. 1483 scheint Uderns erstmals als selbständige Gemeinde auf.

Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert spielten der Eisenerzabbau im Finsinggrund und die Hochöfen und das Eisenhammerwerk in Kleinboden für das Wirtschaftsleben von Uderns eine große Rolle. Der Finsingbach lieferte Energie für mehrere Gewerbebetriebe, die Holzkohle für die Hochöfen stammte hauptsächlich aus der "Kohlstatt" in der Gemeinde Hart im Zillertal auf der gegenüberliegenden Talseite. Das Holz bezog man aus der Umgebung und dem gesamten hinteren Zillertal. Aus dem Finsinggrund wurde bis nach dem Ersten Weltkrieg Holz getriftet. Die Schließung des Eisenhammerwerks in Kleinboden im Jahr 1870 bedeutete für Uderns einen großen wirtschaftlichen Rückschlag.

Im Ort gab es auch eine weitum bekannte Ölbrennerei.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Rot ein schräg linkes, gestürztes, rot benageltes, silbernes Hufeisen.

Das Hufeisen versinnbildlicht das Schmiedehandwerk, das früher entlang des Finsingbaches den wichtigsten Wirtschaftszweig darstellte. Der rote Hintergrund zeigt, dass Uderns eine der wenigen Gemeinden des Zillertals ist, die ständig zu Tirol gehörten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Uderns

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uderns liegt an der Zillertalstraße und an der Zillertalbahn. Seit dem Jahr 2006 besitzt Uderns eine neue Einfahrt in der Mitte des Dorfes.

Seit dem Jahr 2003 ist der Zillertalbahnhof in Uderns wieder dauerhaft besetzt. Hier werden Menschen, die von der Lebenshilfe begleitet werden, als Arbeitskräfte eingesetzt. Dieses Projekt wurde für die SozialMarie 2009 einem Bewerb über Integration, eingereicht.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Uderns – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 103 ff., Nr. 137 u. 141.
  3. Bahnhof Uderns (Tirol) abgerufen am 18. Oktober 2009