Udinese Calcio

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Udinese Calcio
Vereinswappen von Udinese Calcio
Basisdaten
Name Udinese Calcio S.p.A.
Sitz Udine, Italien
Gründung 30. November 1896
Präsident Franco Soldati
Website udinese.it
Erste Fußball-Mannschaft
Cheftrainer Luca Gotti
Spielstätte Dacia Arena
Plätze 25.144
Liga Serie A
2019/20 13. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Udinese Calcio, kurz Udinese, ist ein 1896 gegründeter italienischer Fußballverein aus der friulischen Stadt Udine. Weitere Bezeichnungen sind I Bianconeri („Die Weiß-Schwarzen“), I Friulani („Die Friulaner“) oder Le Zebrette („Die kleinen Zebras“).

Heimspielstätte ist die Dacia Arena (früher: Stadio Friuli), welche Platz für 25.144 Zuschauer bietet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Udinese Calcio ist als S.p.A. eingetragen, also eine "Società per azioni", eine Aktiengesellschaft, was im italienischen Fußball gang und gäbe ist. Der Verein Udinese Calcio entstand aus der Società Udinese di Ginnastica e Scherma. 1896, bei den ersten, damals noch inoffiziellen italienischen Meisterschaften, errang die Società Udinese di Ginnastica e Scherma den Titel, der allerdings nicht anerkannt wird, da die Meisterschaften von der Federazione di Ginnastica, dem italienischen Turnverband ausgetragen wurden. Erst 1898 gewann der CFC Genua die erste italienische Meisterschaft.

Spielszene zwischen Udinese Calcio und dem FC Turin in den 1940er Jahren
Die Mannschaft von Udinese Calcio im Jahr 1979.

Große Erfolge konnte der Verein bisher kaum verzeichnen, so ist der Gewinn des Mitropa-Cups 1980 der wichtigste Titel. Darüber hinaus gewann Udinese bisher nur Pokale und Wettbewerbe im Jugendbereich oder in unterklassigen Ligen (Serie B, Serie C). Für Aufsehen sorgte Udinese Calcio allerdings in den 1980er, als man Franco Causio, der mit Italien 1982 Weltmeister wurde, und den brasilianischen Superstar Zico verpflichtete.

1986 übernahm die italienische Unternehmerfamilie Pozzo den Verein. Seit der Saison 1995/96 spielt Udinese durchgehend in der Serie A und konnte sich in den folgenden Jahren regelmäßig für den UEFA-Pokal qualifizieren, in der Saison 1997/98 sogar mit dem dritten Tabellenplatz. Im UEFA-Pokal schied Udinese allerdings meistens in der Qualifikation für die Gruppenphase aus. Lediglich in der Spielzeit 1999/2000 konnte der Verein bis ins Achtelfinale vordringen, wo man gegen Slavia Prag aufgrund der Auswärtstorregel scheiterte.

Dank des vierten Tabellenplatzes in der Saison 2004/05 durfte der Verein in die Champions-League-Qualifikation und schaffte mit zwei Siegen gegen Sporting Lissabon erstmals den Einzug in die UEFA Champions League. Dort scheiterte Udinese in der Gruppenphase am FC Barcelona und an Werder Bremen. Man konnte sich allerdings vor Panathinaikos Athen platzieren. Im UEFA-Pokal kam das Aus schon im Achtelfinale gegen Lewski Sofia und auch in der Liga belegte Udinese nur einen enttäuschenden 13. Tabellenplatz.

Erfolgreicher für Udinese Calcio verlief die UEFA-Pokal-Saison 2008/09: Die Gruppenphase konnte vor Tottenham Hotspur, NEC Nijmegen, Spartak Moskau und Dinamo Zagreb auf dem ersten Platz abgeschlossen werden. Nachdem sich Udinese außerdem gegen Lech Posen und Zenit Sankt Petersburg durchsetzt hatte, erreichte der Verein das Viertelfinale des Wettbewerbs, wo er aber an Werder Bremen scheiterte.

Sehr erfolgreich verliefen auch die Spielzeiten 2010/11 und 2011/12: Mit dem vierten bzw. dritten Ligaplatz erreichte Udinese jeweils die Play-off-Runde zur Champions League, scheiterte dort allerdings knapp an Arsenal London bzw. im Elfmeterschießen an Sporting Braga.

Spiel- und Trainingsstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historische Spielstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadio Moretti um 1950

Das 1920 erbaute Stadio Moretti wurde bis 1976 als Spielstätte von Udinese Calcio genutzt. Nach dem Abriss 1976 wurde auf dem Gelände ein Stadtpark errichtet, der bis heute besteht.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadio Friuli (Dacia Arena) (2016)

Die heutige Heimspielstätte von Udinese Calcio ist das von 1971 bis 1976 erbaute Stadio Friuli (aktueller Sponsorenname Dacia Arena). Der Name Friuli wurde im Gedenken an die Opfer des Erdbebens im Friaul 1976 gewählt. Architekt und Bauingenieur war der Udineser Giuliano Parmegiani. Das Stadion befindet sich im nordwestlichen Stadtteil Rizzi. Eine Besonderheit des Friuli ist der 33 Meter hohe Bogen, der als Überdachung der Haupttribüne dient.

Von 2013 bis 2016 wurde das Stadion grundlegend renoviert. Die Leichtathletikanlage wurde entfernt und die Tribünen direkt bis an das Spielfeld gebaut. Mitte Mai 2013 wurde mit dem Abriss der Curva Nord, der Curva Sud und der Distinti begonnen. Nach dem Wiederaufbau wurden alle Zuschauertribünen überdacht. Die farbenfrohe Mosaik-Bestuhlung und die bogenförmige Überdachung der Haupttribüne geben dem Stadion ein unverwechselbares Aussehen. Heute bietet das Stadion rund 25.000 Zuschauern platz.

Am 8. Januar 2016 kündigte Udinese Calcio die Umbenennung der Spielstätte an. Der Automobilhersteller Dacia und aktuelle Trikotsponsor, ist seither Namensgeber des Stadions.[1] Das erste offizielle Spiel fand am 17. Januar 2016 gegen Juventus Turin vor 25.467 Zuschauern statt.[2][3]

Logohistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daten und Fakten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinserfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National Titel Saison
Serie-B-Meisterschaft 2 1955/56, 1978/79
Serie-C-Meisterschaft 3 1929/30, 1948/49, 1977/78
Coppa Italia Serie C 1 1977/78
International Titel Saison
UEFA Intertoto Cup 1 2000
Mitropapokal 1 1980
Englisch-italienischer Ligapokal 1 1978

Erfolge der Jugendmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Individuelle Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antonio Di Natale

Fußballer des Jahres/Guerin d’Oro (1)[4]

Torschützenkönig (5)[5]

Ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainerhistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2019 Cheftrainer bei Udinese Calcio, Luca Gotti
Cheftrainer
Amtszeit Name
1920–1921 UngarnUngarn József Ging 1
1922–1923 UngarnUngarn György Kanjaurek 1
1923–1926 UngarnUngarn Otto Krappan 1
1927–1928 UngarnUngarn Lajos Czeizler 1
1928–1929 UngarnUngarn István Fögl 1
1929–1930 UngarnUngarn Eugen Payer 1
1930–1931 UngarnUngarn Imre Payer 1
1931–1932 UngarnUngarn István Fögl
1932–1933 UngarnUngarn Karl Cepzkay
1934–1936 UngarnUngarn Emerich Hermann
1936–1937 UngarnUngarn István Fögl
1938–1939 ItalienItalien Luigi Miconi
1939–1940 UngarnUngarn Eugen Payer
ItalienItalien Luigi Miconi
1940–1941 ItalienItalien Pietro Piselli
1941–1942 ItalienItalien Luigi Miconi
1942–1943 UngarnUngarn Ferenc Molnár
ItalienItalien Gino Bellotto
1947–1948 OsterreichÖsterreich Hermann Schramseis
ItalienItalien Elio Loschi
1948–1950 ItalienItalien Aldo Olivieri
1950–1952 ItalienItalien Guido Testolina
ItalienItalien Severino Feruglio
1952–1953 ItalienItalien Aldo Olivieri
1953–1958 ItalienItalien Giuseppe Bigogno
1958–1959 ItalienItalien Luigi Miconi
ItalienItalien Severino Feruglio
1959–1960 ItalienItalien Severino Feruglio
ItalienItalien Giuseppe Bigogno
1960–1961 ItalienItalien Giuseppe Bigogno
ItalienItalien Luigi Bonizzoni
1961–1962 ItalienItalien Luigi Bonizzoni
ItalienItalien Sergio Manente
ItalienItalien Alfredo Foni
1962–1963 ItalienItalien Alberto Eliani
1963–1964 ItalienItalien Alberto Eliani
ItalienItalien Armando Segato
1964–1965 ItalienItalien Severino Feruglio
1965–1967 ItalienItalien Gigi Comuzzi
1967–1968 ItalienItalien Umberto Pinardi und ItalienItalien Giuseppe Bigogno
ItalienItalien Gigi Comuzzi und ItalienItalien Giuseppe Bigogno
1968–1969 ItalienItalien Romolo Caruffo und ItalienItalien Gipo Viani
ItalienItalien Romolo Caruffo
1969–1970 ArgentinienArgentinien Oscar Montez
ItalienItalien Paolo Tabanelli
1970–1971 ItalienItalien Paolo Tabanelli
ItalienItalien Gigi Comuzzi
1971–1973 ItalienItalien Gigi Comuzzi
1973–1974 ItalienItalien Massimo Giacomini und ItalienItalien Sergio Manente
ItalienItalien Sergio Manente
1974–1975 ItalienItalien Sergio Manente
ArgentinienArgentinien Humberto Rosa
1975–1976 ArgentinienArgentinien Humberto Rosa
1976–1977 ItalienItalien Livio Fongaro
1977–1979 ItalienItalien Massimo Giacomini
1979–1980 ItalienItalien Corrado Orrico
ItalienItalien Dino D’Alessi
1968–1969 ItalienItalien Aldo Campatelli
ItalienItalien Aldo Campatelli und ItalienItalien Maurizio Bruno
Cheftrainer
Amtszeit Name
1980–1981 ItalienItalien Marino Perani
ItalienItalien Enzo Ferrari
ItalienItalien Gustavo Giagnoni
ItalienItalien Enzo Ferrari
1981–1984 ItalienItalien Enzo Ferrari
1984–1985 BrasilienBrasilien Luís Vinício
1985–1986 BrasilienBrasilien Luís Vinício
ItalienItalien Giancarlo De Sisti
1986–1987 ItalienItalien Giancarlo De Sisti
1987–1988 ItalienItalien Massimo Giacomini
ItalienItalien Marino Lombardo und Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Bora Milutinovic
ItalienItalien Nedo Sonetti
1988–1989 ItalienItalien Nedo Sonetti
1989–1990 ItalienItalien Bruno Mazzia
ItalienItalien Rino Marchesi
1990–1991 ItalienItalien Rino Marchesi
ItalienItalien Pietro Fontana
ItalienItalien Adriano Buffoni
1991–1992 ItalienItalien Franco Scoglio
ItalienItalien Adriano Fedele
1992–1993 ItalienItalien Adriano Fedele
ItalienItalien Alberto Bigon
1993–1994 ItalienItalien Azeglio Vicini
ItalienItalien Adriano Fedele
1994–1995 ItalienItalien Adriano Fedele
ItalienItalien Giovanni Galeone
1995–1998 ItalienItalien Alberto Zaccheroni
1998–1999 ItalienItalien Francesco Guidolin
1999–2000 ItalienItalien Francesco Guidolin
ItalienItalien Luigi De Canio
2000–2001 ItalienItalien Luigi De Canio
ItalienItalien Luciano Spalletti
2001–2002 EnglandEngland Roy Hodgson
ItalienItalien Gian Piero Ventura
2002–2005 ItalienItalien Luciano Spalletti
2005–2006 ItalienItalien Serse Cosmi
ItalienItalien Loris Dominissini und ArgentinienArgentinien Néstor Sensini
ItalienItalien Giovanni Galeone
2006–2007 ItalienItalien Giovanni Galeone
ItalienItalien Alberto Malesani
2007–2009 ItalienItalien Pasquale Marino
2009–2010 ItalienItalien Pasquale Marino
ItalienItalien Gianni De Biasi
ItalienItalien Pasquale Marino
2010–2014 ItalienItalien Francesco Guidolin
2014–2015 ItalienItalien Andrea Stramaccioni
2015–2016 ItalienItalien Stefano Colantuono
2016 ItalienItalien Luigi De Canio
2016 ItalienItalien Giuseppe Iachini
2016–2017 ItalienItalien Luigi Delneri
2017–2018 ItalienItalien Massimo Oddo
2018 KroatienKroatien Igor Tudor
2018 SpanienSpanien Julio Velázquez
2018–2019 ItalienItalien Davide Nicola
2019 KroatienKroatien Igor Tudor
2019– ItalienItalien Luca Gotti

Vereinsrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Udinese Calcio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. udinese.it: Offizielle Pressemeldung des Vereins zur Umbenennung des Stadio Friuli Artikel vom 8. Januar 2016 (italienisch)
  2. stadiumdb.com: Italy: Udinese stadium complete, renamed Dacia Arena Artikel vom 9. Januar 2016 (englisch)
  3. weltfussball.de: Spielbericht Udinese Calcio gegen Juventus Turin
  4. rsssf.com – Italy – Footballer of the Year
  5. rsssf.com – Italy – Serie A Top Scorers