Uentrop (Hamm)

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Uentrop
Stadt Hamm
Koordinaten: 51° 41′ 33″ N, 7° 56′ 47″ O
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 59071
Vorwahlen: 02381, 02388

Uentrop ist ein Ortsteil der westfälischen Stadt Hamm. Er liegt im gleichnamigen Stadtbezirk.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uentrop liegt östlich des Zentrums der Stadt Hamm. Im Norden bildet die Lippe die Grenze. Der Datteln-Hamm-Kanal liegt im Ortsgebiet und endet im Osten in Schmehausen.

Nördlich der Lippe liegt die ehemals eigenständige Gemeinde Lütke Uentrup.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Uentrop gehört die Siedlung Geithe im Südwesten.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemalige Gemeinde Uentrop im damaligen Kreis Unna grenzte im Jahr 1967 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Gemeinden Dolberg (heute zu Ahlen) und Lippborg (heute zu Lippetal, damals beide im Kreis Beckum) sowie Schmehausen, Frielinghausen, Norddinker, Braam-Ostwennemar und Haaren (alle ebenfalls damals im Kreis Unna und heute zu Hamm).

Die vergrößerte Gemeinde Uentrop grenzte im Jahr 1974 im Uhrzeigersinn im Nordosten beginnend an die Gemeinden Ahlen (heute im Kreis Warendorf), Lippetal und Welver (beide im Kreis Soest) sowie Rhynern (damals im Kreis Unna) und an die Stadt Hamm.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uentrop gehörte bei der Errichtung der Ämter in der preußischen Provinz Westfalen zum Amt Rhynern im Kreis Hamm. Anlässlich der Auskreisung der Stadt Hamm am 1. April 1901 wurde aus dem Kreis der Landkreis Hamm. Nach einer Gebietserweiterung im Jahr 1929 wurde dieser im Oktober 1930 in Kreis Unna umbenannt.[1]

Am 1. Januar 1968 wurden die ehemals selbständigen Gemeinden Braam-Ostwennemar (großenteils), Frielinghausen, Haaren, Norddinker, Schmehausen, Vöckinghausen und Werries in die Gemeinde Uentrop eingegliedert.[2] Diese wurde Rechtsnachfolger des aufgelösten Amtes Rhynern. Mit der Gemeindegebietsreform, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, wurde die Gemeinde Uentrop mit 12.238 Einwohnern auf 39,46 km² in die kreisfreie Stadt Hamm eingegliedert.[3]

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1849[4] 550
1910[5] 477
1931[6] 512
1956[7] 896
1961[8] 864

Gemeinde von 1968 bis 1974

Die folgenden Zahlen beziehen sich auf die Gemeinde, die von 1968 bis 1974 existierte, also einschließlich aller eingegliederten früher selbständigen Gemeinden. Die Zahl von 1961 ist die Summe aller Einwohnerzahlen der ehemaligen Gemeinden.

Die Zahlen von 1961 und 1970 beziehen sich auf die jeweiligen Volkszählungsergebnisse am 6. Juni 1961 und am 27. Mai 1970. Die Zahl von 1974 wurde mit dem Stichtag 30. Juni vom Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen, heute Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen, im Hinblick auf die bevorstehende kommunale Neuregelung, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, ermittelt.

Jahr Einwohner
1961 10.570
1970 11.497
1974 12.238

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landesstraße L 667 führt von Uentrop aus in südlicher Richtung über Süddinker nach Rhynern. Die Landesstraße L 736 verbindet den Ort in westlicher Richtung mit Werries, Hamm, Herringen, Rünthe und Lünen und in östlicher Richtung mit Vellinghausen und Heintrop-Büninghausen.

Auf der Kreisstraße K 2 kommt man über Werries zum Hammer Zentrum.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uentrop wird hauptsächlich von der Linie 33 der Stadtwerke Hamm bedient. Diese verbindet den Ort mit Haaren, Werries und dem Hammer Zentrum.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 196, 317.
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 65.
  3. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 125.
  4. M. F. Essellen: Beschreibung und kurze Geschichte des Kreises Hamm und der einzelnen Ortschaften in demselben. Verlag Reimann GmbH & Co, Hamm 1985, ISBN 3-923846-07-X, S. 144.
  5. www.gemeindeverzeichnis.de: Einwohnerzahlen 1910
  6. Handbuch der Ämter und Landgemeinden in der Rheinprovinz und in der Provinz Westfalen, Preußischer Landgemeindetag West, Berlin 1931.
  7. Otto Lucas: Kreis-Atlas Unna. Unna/Münster 1957.
  8. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 257.