Ufhusen

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Ufhusen
Wappen von Ufhusen
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Willisau
BFS-Nr.: 1145i1f3f4
Postleitzahl: 6153
Koordinaten: 634782 / 218510Koordinaten: 47° 7′ 0″ N, 7° 53′ 49″ O; CH1903: 634782 / 218510
Höhe: 714 m ü. M.
Fläche: 12,25 km²
Einwohner: 893 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 73 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
6,7 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.ufhusen.ch
Ufhusen vom Dorfeingang aus

Ufhusen vom Dorfeingang aus

Karte
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Ufhusen ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Willisau des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Hügelland 7 km westlich von Willisau an der Kantonsgrenze Bern/Luzern. Die südliche Gemeindegrenze bildet der Warmisbach, der zuerst vom Hegenwald bis Bärenhüsli (Gemeinde Luthern) nordostwärts fliesst, um danach nach Norden zu führen, wo er in Hüswil (Ortsteil von Zell LU) von rechts in den (Gondiswiler-) Rotbach einmündet. Die Nordwestgrenze und gleichzeitig Kantonsgrenze führt entlang dem Ibach, der bei Haltestelle Gondiswil von rechts in den (Gondiswiler-) Rotbach einmündet. Südlich des Ibachs liegen der Eschwald und der Gummerenwald. Das Dorf liegt in einem Hochtal südlich von Hüswil. Der Weiler Engelprächtigen (658 m ü. M.) liegt 900 m nordwestlich des Dorfs südlich des Rotbachs. Zur Gemeinde gehört ebenfalls der Ortsteil Ruefswil (653 m ü. M.; 1,5 km südöstlich) an der Luthern im gleichnamigen Tal. Viele weitere kleine Weiler und Gehöfte findet man südlich des Dorfs. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt auf dem Hilferdingerberg auf 820 m ü. M., der tiefste am Ibach auf 616 m ü. M..

Vom Gemeindeareal von 1225 ha ist ein Fünftel (20,7 %) von Wald bedeckt. Als Folge der vielen Rodungen wird 73,6 % landwirtschaftlich genutzt. Weitere 5,6 % sind Siedlungsfläche.

Ufhusen grenzt an Fischbach, Luthern, Willisau und Zell im Kanton Luzern, sowie an Eriswil, Gondiswil und Huttwil im Kanton Bern.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1798 950
1850 1'003
1880 947
1888 851
1900 837
1941 975
1980 738
1990 774
2000 789
2004 841

Die Bevölkerung wuchs von 1798 bis 1850 nur wenig (1798–1850: +5,6 %). Danach geriet die Gemeinde in den Sog der Landflucht, der Abwanderung von den Landgemeinden in die Industriezentren. Die Zahl der Bewohner sank bis ins Jahr 1900 (1850–1900: −16,6 %); besonders stark von 1880 bis 1888 (1880–1888: −10,1 %). Von zwei kurzen Stagnationsphasen abgesehen wuchs sie dann bis 1941 wieder fast auf den Stand von 1850 (1900–1941: +16,5 %). Danach begann eine zweite grosse Abwanderungswelle, die bis ins Jahr 1980 anhielt (1941–1980: –24,3 %), als ein absoluter Bevölkerungstiefststand erreicht wurde. Seither wächst die Einwohnerzahl wieder (1980–2004: +14,0 %).

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung benutzt als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 98,61 % Deutsch und je 0,51 % Französisch und Albanisch als Hauptsprache an.

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher waren alle Bewohner Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Landschaft wie folgt aus. Es gibt 72,62 % römisch-katholische und 21,42 % evangelisch-reformierte Christen. Daneben findet man 1,77 % Konfessionslose und 0,51 % Muslime.

Herkunft – Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2014 waren von den 876 Einwohnern 836 Schweizer und 40 (= 4,6 %) Ausländer.[3] Die Einwohnerschaft bestand aus 95,4 % Schweizer Staatsbürgern. Ende 2014 stammten die ausländischen Einwohner aus Deutschland (40,0 %), Italien (2,5 %) und Portugal (2,5 %). 52,5 % stammten aus dem übrigen Europa und 2,5 % waren aussereuropäischer Herkunft.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Erwähnung findet der Ort 1160 in der Acta Murensia, einem Güterverzeichnis des Klosters Muri im Kanton Aargau. Dort wird ein Ymzo nobilis de Ufhusen als Gönner aufgeführt. Die Gemeinde fiel im 13. Jahrhundert an die Habsburger und kam zur Grafschaft Willisau. Im Jahr 1407 kaufte die Stadt Luzern diese und machte sie zur Landvogtei Willisau. Die niedere Gerichtsbarkeit übten - zuerst im Auftrag der Habsburger, dann von Luzern - die Herren von Büttikon aus. Im Jahr 1516 übernahm Luzern auch die niedere Gerichtsbarkeit. Bis 1798 änderte sich nichts mehr an den Machtverhältnissen. In jenem Jahr wurde Ufhusen Teil des Distrikts Willisau und kam 1803 ans damals neu geschaffene Amt Willisau.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Ufhusen besteht aus fünf Mitgliedern und ist wie folgt aufgestellt:

  • Leo Kneubühler-Fritsche: Gemeindepräsident
  • Carmen Bernet-Häfliger: Gemeindeamtfrau; Bau und Finanzen
  • Josef Müller-Agner: Sozialwesen
  • Claudia Bernet-Bättig: Bildung
  • Marcel Schmid: Sicherheit und Umwelt

Kantonsratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kantonsratswahlen 2015 des Kantons Luzern betrugen die Wähleranteile in Ufhusen: CVP 64,0 %, SVP 23,4 %, FDP 10,1 %, GPS 1,0 %, SP 0,9 %, glp 0,6 %.[5]

Nationalratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Ufhusen: CVP 42,1 %, SVP 39,5 %, FDP 9,4 %, SP 2,4 %, glp 3,0 %, BDP 1,7 %, Grüne 0,8 %.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ufhusen ist durch die Postautolinie Hüswil-Ufhusen ans Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden. In Hüswil gibt es eine Haltestelle an der Bahnlinie Luzern-Langenthal. Ufhusen liegt an keiner Hauptstrasse und die nächsten Autobahnanschlüsse in Sursee und Dagmersellen an der A2 sind jeweils 19 km entfernt.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ufhusen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  3. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach demographischen Komponenten, institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit und Geschlecht (Bundesamt für Statistik, STAT-TAB)
  4. LUSTAT: Gemeindeprofil Ufhusen
  5. LUSTAT: Gemeindeprofil Ufhusen
  6. Nationalratswahlen 2015: Stärke der Parteien und Wahlbeteiligung nach Gemeinden. In: Ergebnisse Nationalratswahlen 2015. Bundesamt für Statistik, 2016, abgerufen am 3. Juni 2016.