Ufos, Lügen und der Kalte Krieg

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Filmdaten
OriginaltitelUfos, Lügen und der Kalte Krieg
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2005
Länge52 Minuten
Stab
RegieDirk Pohlmann
DrehbuchDirk Pohlmann
ProduktionIlona Grundmann Filmproduction[1][2]
KameraMoritz Waechter
SchnittStefan Heintzenberg

Ufos, Lügen und der Kalte Krieg ist ein deutscher Dokumentarfilm von Dirk Pohlmann aus dem Jahr 2005. Er behandelt das Phänomen der massenhaften Ufo-Sichtungen in der Zeit des Kalten Krieges sowie die Gründe, warum Ufos heute für als seriös geltende Medien in Deutschland kein Thema sind. Die Erstausstrahlung war am 8. Juni 2005 auf arte.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die öffentliche Behandlung des Themas, die Rolle von Medien, Geheimdiensten, Militär und die unterstellte Angst vor einer Massenpanik werden in dem Film beleuchtet. Der Film lässt Zeitzeugen und Experten, darunter Militärkameraleute, die Ufos filmen sollten, Fluglotsen, Piloten, Polizisten, Mitglieder von Geheimdiensten und Historiker, die sich mit dem Thema beschäftigen, zu Wort kommen.

Die ersten Ufos sollen 1947 über dem Atomlabor Oak Ridge gesichtet worden sein, wo das Material für die Atombomben gewonnen wurde, sowie über verschiedenen Raketentestgeländen. US-Army, US-Navy und US-Luftwaffe verdächtigten sich zunächst gegenseitig, einander mit Hilfe der unbekannten Objekte auszuspionieren. Später wurde die Sowjetunion als Urheber verdächtigt, da in Schweden, Finnland und Norwegen 1946 monatelang vom Einschlagen von „Geisterraketen“ berichtet worden war.

Pohlmann hinterfragt das Phänomen von 3400 Ufosichtungen durch Piloten sowie der Ufo-Jagd in Belgien 1989. Er folgt der Dokumentenspur, die von diesen Ereignissen hinterlassen wurde und zeigt auf, wie offizielle Stellen diese Informationen für ihre Zwecke im Rahmen des „Informationsmanagements“[3] eingesetzt haben.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem ausführlichen Artikel rekapituliert Wolf-Dieter Roth auf Telepolis (Heise) die Inhalte des Films und kommt zu folgendem Fazit:

„Dirk Pohlmanns Film beschäftigt sich nicht mit der leidigen Frage, ob es Ufos gibt, oder was sie sind. Er geht vielmehr der spannenden Frage nach, wie und zu welchen Zwecken die Ufo-Paranoia als Mittel der psychologischen Kriegsführung im Kalten Krieg bewusst gesteuert und eingesetzt wurde.“[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Produktionsdaten zum Film auf crew-united.com. In: crew united. Abgerufen am 27. August 2013.
  2. Ufos, Lügen und der Kalte Krieg. Ilona Grundmann Filmproduction, abgerufen am 27. Oktober 2018.
  3. a b Wolf-Dieter Roth: Ufos, Lügen und der Kalte Krieg. In: Heise online. 6. Juni 2005, abgerufen am 20. Oktober 2018.