Ugny-sur-Meuse

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Ugny-sur-Meuse
Wappen von Ugny-sur-Meuse
Ugny-sur-Meuse (Frankreich)
Ugny-sur-Meuse
Region Grand Est
Département Meuse
Arrondissement Commercy
Kanton Vaucouleurs
Gemeindeverband Commercy-Void-Vaucouleurs
Koordinaten 48° 38′ N, 5° 42′ OKoordinaten: 48° 38′ N, 5° 42′ O
Höhe 248–302 m
Fläche 4,29 km2
Einwohner 108 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 25 Einw./km2
Postleitzahl 55140
INSEE-Code

Rathaus (Mairie) von Ugny-sur-Meuse

Ugny-sur-Meuse ist eine französische Gemeinde mit 108 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Meuse in der Region Grand Est (bis 2015 Champagne-Ardenne). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Commercy und zum 2016 gegründeten Gemeindeverband Commercy-Void-Vaucouleurss.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

nördlicher Ortseingang an der Maasbrücke
Maasbrücke

Die Gemeinde Ugny-sur-Meuse liegt an der Maas, etwa 13 Kilometer westlich von Toul und 18 Kilometer südöstlich von Commercy. Das nur 4,29 km² umfassende fast waldfreie Gemeindegebiet wird von einem großen hufeisenförmigen Bogen der Maas umschlossen, die im Norden, Osten und Süden die Gemeindegrenze bildet. Nach Südwesten erhebt sich das Gelände allmählich und erreicht in der Gemarkung L'Enfer in der Nähe eines ehemaligen Steinbruchs mit 302 m über dem Meer den höchsten Punkt in der Gemeinde. Umgeben wird Ugny-sur-Meuse von den Nachbargemeinden Saint-Germain-sur-Meuse im Norden und Nordosten, Rigny-la-Salle im Südosten und Süden sowie Vaucouleurs im Südwesten und Westen.

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahrscheinlich ist der Name Ugny vom germanischen Namen Unno oder Hunno (aus dem Altnordischen hunn = Bär) abgeleitet. Der Ortsname tauchte im Jahr 1011 erstmals als Unniacum auf. Der Name entwickelte sich über Ugney (1300), Ugneyum-prope-Valiscolorem (1402), Vgny (1700), Ugni (1707) und Unniacus bzw. Hugny (1711) zum Namen Ugny bei der Gründung der Gemeinde 1793. Erst 1919 erhielt Ugny den Namenszusatz -sur-Meuse, um sich von anderen gleichnamigen Gemeinden zu unterscheiden.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2015
Einwohner 165 142 106 117 119 119 106 106
Quelle: Cassini[2] und INSEE[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche Saint-Loup aus dem 12. Jahrhundert, Monument historique[4]
  • Zwei Taubentürme, mit quadratischem und rundem Turm
  • Mehrere Brunnen
  • Reste eines alten Waschhauses (Lavoir)
  • Sieben Kriegsgräber aus dem Zweiten Weltkrieg: Besatzung eines englischen Militärflugzeugs, einer Avro Lancaster, die am 27. April 1944 von deutscher Flakartillerie abgeschossen wurde
  • Zwei Wegkreuze
  • Gefallenen-Denkmal

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Ugny-sur-Meuse sind sieben Landwirtschaftsbetriebe ansässig (Getreide- und Gemüseanbau, Rinderzucht).[5]

Der Haltepunkt von Ogny-sur-Meuse an der Bahnstrecke Bologne–Pagny-sur-Meuse war fast 100 Jahre in Betrieb, bis 1970 die Personenbeförderung eingestellt wurde. Inzwischen wurde ein Großteil der Gleisanlagen demontiert.

Durch Ugny-sur-Meuse führt die den Maas-Windungen folgende Fernstraße D36 von Vaucouleurs nach Pagny-sur-Meuse. Im sieben Kilometer entfernten Pagny-sur-Meuse besteht Anschluss an die autobahnartig ausgebaute Route nationale 4 von Saint-Dizier nach Toul.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ortsname auf cassini.ehess.fr
  2. Ugny-sur-Meuse auf cassini.ehess.fr (französisch)
  3. Ugny-sur-Meuse auf INSEE
  4. Pfarrkirche Saint-Loup in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  5. Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ugny-sur-Meuse – Sammlung von Bildern