Ulanendenkmal (Rhöndorf)

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Ulanendenkmal (2006)
Luftaufnahme (2015)

Das Ulanendenkmal in Rhöndorf, einem Ortsteil der Stadt Bad Honnef im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis, ist ein Denkmal für die im Ersten Weltkrieg Gefallenen des Ulanen-Regiments „Großherzog Friedrich von Baden“ (Rheinisches) Nr. 7. Es steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz.[1]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ulanendenkmal liegt am Rhöndorfer Südhang des Drachenfels am oberen Ende der gleichnamigen Weinlage auf einer Höhe von etwa 110 m ü. NN. Es steht auf einer terrassierten Bergkuppe, die mit Treppenwegen und bruchsteinsichtigen Stützmauern ausgestattet ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Denkmal zu Ehren der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten des Regiments sollte zunächst in der alleinigen Garnisonstadt Saarbrücken entstehen, die aufgrund des seinerzeitigen Status des Saargebiets und seiner Anbindung an Frankreich jedoch ausschied. Im Zuge der Bemühungen um einen Alternativstandort stellte die aus Rhöndorf stammende Mutter eines Rittmeisters des Regiments, Ludwig Lantz, ein Grundstück für den Bau des Denkmals bereit.

Das Denkmal in Rhöndorf entstand nach einem unentgeltlich ausgearbeiteten Entwurf des Architekten Emil Fahrenkamp. Die Bauausführung übernahm ein ortsansässiger Baumeister. Die Baukosten wurden aus Spenden bestritten. Mit dem Bau wurde noch vor 1923 begonnen, die Einweihung erfolgte am 27. September 1925 im Beisein von knapp 1.000 Menschen.

Das Bauwerk befindet sich heute im Eigentum der Stadt Bad Honnef.[2] Seine Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Bad Honnef erfolgte am 24. September 1984.[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Denkmal ist in Bruchstein ausgeführt. Es gliedert sich in einen Zylinder mit kantigem Gesims und einen sich nach oben hin anschließenden kreuzförmigen Aufsatz. Den Unterbau bildet eine kreisförmige Aussichtsplattform, ebenfalls mit kantigem Gesims. Die Wiese unterhalb des Denkmals ist mit Buchsbaum in Form des Eisernen Kreuzes bepflanzt.[2]

Am Denkmal ist eine Bronzetafel mit einer Inschrift sowie einer dem Saarbrücker Ulanendenkmal von 1913 entlehnten Reliefplastik, die einen Ulanen auf steigendem Pferd darstellt, angebracht. Eine weitere Bronzetafel enthält die Namen von 78 gefallenen Soldaten mit dem Todestag und dem Dienstgrad.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Heuter: Emil Fahrenkamp 1885–1966. Architekt im rheinisch-westfälischen Industriegebiet. (= Arbeitsheft der Rheinischen Denkmalpflege, Band 59.) Michael Imhof Verlag, Petersberg 2002, S. 298.
  • Paulus Hinz: Hoch zu Roß in den Untergang (Memento vom 4. Februar 2014 im Internet Archive) (PDF; 1,83 MB). In: rheinkiesel, Magazin für Rhein und Siebengebirge, 18. Jahrgang, Februar 2014, S. 4 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ulanendenkmal (Rhöndorf) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Denkmalliste der Stadt Bad Honnef, Nummer A 61
  2. a b c Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.); Christoph Heuter: Emil Fahrenkamp 1885–1966: Architekt im rheinisch-westfälischen Industriegebiet.

Koordinaten: 50° 39′ 40″ N, 7° 12′ 45″ O