Ulfrid Neumann

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Ulfrid Neumann (* 1947) ist ein deutscher Jurist und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neumann studierte Rechtswissenschaften in Tübingen und München. In München legte er 1971 das erste und 1974 das zweite Staatsexamen ab. In der Folge arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am dortigen Institut für Rechtsphilosophie und Rechtsinformatik. 1978 promovierte er bei Arthur Kaufmann in München, 1983 folgte die Habilitation.

Nach Erhalt der Venia legendi war Neumann von 1984 bis 1987 ein erstes Mal an der Universität Frankfurt als Professor für Rechtsphilosophie tätig. 1987 wechselte er an die Universität des Saarlandes in Saarbrücken, wo er bis 1994 einen Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie innehatte. Seit 1994 lehrt und forscht er wieder an der Universität in Frankfurt, wo er den Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie bekleidet.

Neumann ist Mitglied zahlreicher Vereinigungen, wie der Deutschen Sektion der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie (IVR), deren Präsident er von 1998 bis 2006 war und seit 2011 erneut ist. Auch der Gustav Radbruch-Stiftung sitzt er vor. 2014 wurde Neumann von der Universität Luzern der Ehrendoktortitel verliehen.[1]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rechtsontologie und juristische Argumentation. Heidelberg/Hamburg 1979, ISBN 978-3-7685-0779-0. (Dissertation)
  • Zurechnung und "Vorverschulden". Vorstudien zu einem dialogischen Modell strafrechtlicher Zurechnung. Duncker & Humblot, Berlin 1985, ISBN 978-3-428-05764-1. (Habilitationsschrift)
  • Juristische Argumentationslehre. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1986, ISBN 978-3-534-09117-1. (mit Übersetzungen ins Griechische, Koreanische und Japanische)
  • Wahrheit im Recht. Zu Problematik und Legitimität einer fragwürdigen Denkform. Nomos, Baden-Baden 2004, ISBN 978-3-8329-0910-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Laudatio zur Verleihung von Felix Bommer, abgerufen am 27. November.