Uli Aschenborn

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Hans Ulrich „Uli“ Aschenborn (* 6. September 1947 in Johannesburg, Südafrika) ist ein namibischer Künstler und Tiermaler, der auch in Europa präsent ist.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aschenborn ist der Sohn von Dieter Aschenborn und Enkel von Hans Anton Aschenborn, die auch Tiermaler waren.[2][3] Alle drei Aschenborns werden den größten Künstlern der Welt und ihr Werk dem weltweiten Kulturerbe zugeordnet durch das United Art Rating.[4] In Namibia besitzen die Museen in Swakopmund und Windhoek, die Swakopmunder Kunstvereinigung sowie die National Art Gallery of Namibia Bilder von ihm.[5][6][7][8]

Uli Aschenborns besonderes Markenzeichen sind Bilder mit dynamischen Inhalt (Tiere auf der Flucht, im Angriff (s. Foto i)[9][5], explodierende Blumenbilder u.a.). Es gibt auch abstrakte Werke[10] und Karikaturen[9][11] von ihm. Er restauriert auch Bilder, z. B. von Adolph Jentsch und von seinem Vater Dieter Aschenborn.[3][12][13] Uli Aschenborn entwickelte eine schnelle Art Kohle-, Rötel- und Pastellzeichnungen herzustellen, die er darauf zusammen mit seinem Vater vervollkommnete und die sie Conté-Technik nannten. (s. Dieter Aschenborn).[12]

Seine veränderlichen Kunstwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine neuen Kunstwerke ändern sich – sei es, dass diese sich bewegen oder indem der Betrachter daran vorübergeht. Bewegung ist integraler Bestandteil dieser Werke.[9] Für seine Bilder in seiner sogenannten Chamäleon-Technik[3][5][14][15], deren Inhalt und Farbe sich im Vorübergehen ändern, verwendet er nur Sand und Farbe (s. Fotos c bis e).[16] Die sich ändernden Schatten seiner angestrahlt sich drehenden Skulpturen zeigen Metamorphosen, wie zum Beispiel das Altern eines Jungen zum Greis bis hin zum Totenkopf – sogenannte Skulptur-Morphs. (s. Video a). Er kreiert Porträts, welche ihre Augen so verdrehen, dass diese einen stets anblicken – sie blicken ggffs. auch zu einem herauf oder herab, die er deswegen Lebende Zeichnungen nennt (s. Video b). Seine Morph-Kuben verändern sich (s. Foto f),[16] manche leuchten dabei.[10] Seine sogenannten Drehbilder kann man auf den Kopf drehen, wobei sie etwas neues zeigen (s. Fotos g und h). Drehbilder mit Porträts sind oft auch seine Puzzle-Bilder, wobei größere Formen durch kleinere zusammengesetzt sind, die sich auch überlappend können (s. Foto h).[3][5][16][17]

Aschenborns veränderliche Kunst wird durch die Medien oft Amazing Changing Art genannt, ein Name der zuerst durch die namibischen Zeitungen geprägt wurde.[1][3][11][7][15]

Ingenieur und Künstler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aschenborn studierte ab 1968 an der RWTH Aachen Bauingenieurwesen obwohl er nach der Ausstellung in 1965 ein Kunststipendium erhalten hatte. Er tat das, um seine Kunst später ohne Zwänge ausüben zu können.[6][14] Er promovierte anschließend mit Auszeichnung in Baustatik.[8] Danach war er Softwareingenieur. Er wurde schließlich als Professor für CAD, EDV, Mathematik und Mechanik an die FH Kaiserslautern, später an die FH Köln berufen.[6][14][16][18]

Durch seine technische und naturwissenschaftliche Ausbildung ist Aschenborn in der Lage, jene vielfältigen Techniken zu entwickeln, die er für seine vielgestaltige veränderliche Kunst verwendet.[10][12] Er benutzt für Entwürfe auch den Computer (s. auch Ausstellung 1993).[3][14]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1965 finden ständig Ausstellungen seiner Werke statt - nachfolgend ist eine Auswahl wiedergegeben.[12][19]

Einzelausstellungen

  • 1993 Afrika & Computerkunst, Galerie Artelier Windhoek Namibia
  • 1999 Afrika, Port Andrat’s Mallorca
  • 2005 in den beiden Maastrichter-Galerien FAH und HAF zeitgleiche Ausstellung Morphs
  • 2006 Morphs, National Art Gallery of Namibia, Windhoek, Namibia[16]
  • 2007 Aschenborn – Retrospektive, Kendzia Galerie, Windhoek, Namibia
  • 2007 Retrospektive in der Galerie Hexagone Aachen
  • 2008 Veränderliche Kunst und mehr, Steinweg Galerie, Stolberg[8][15][18]
  • 2008 Afrika, Kendzia Gallery, Windhoek (Namibia)
  • 2009 Out of Africa – Uli Aschenborn – Galerie Malmedé, Köln
  • 2009 und 2010 Afrika – Uli Aschenborn, Galerie Artedomus, Paris
  • 2009 Africa & More, Museum Zinkhütter Hof, Stolberg
  • 2009 Uli Aschenborn - Radierungen, Galerie Kendzia, Windhoek
  • 2010 Im Süden Afrikas, Galerie Artedomus, Paris
  • 2010 Afrikanische Tierbilder, Zoologischer Garten Berlin
  • 2011 Uli Aschenborn, Düsternbrook, Namibia[10]
  • 2011 - 2012 Uli Aschenborn, Schenckswerder, Namibia[10]
  • 2011 - 2012 Aschenborn's African Animals, BBK-Galerie, Aachen[11]
  • 2015 Changing Art, Galerie Hexagone, Aachen[5][9]
  • 2017 Amazing Changing Art, Suermondt-Ludwig-Museum-Barmuseo, Aachen[3]

Gruppenausstellungen

Videos und Fotos einiger Kunstwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Frederick Philander: Namibian Artist Gets European Recognition – Diplomacy Namibia (Namischer Künstler erlangt europäische Anerkennung). In: ursprünglich erschienen in der New Era (englische Zeitung in Namibia), 21. August 2009. Archiviert vom Original am 13. April 2013. 
  2. Aschenborn, Paul - Tierbilder der drei Aschenborns (aus der offiziellen Website), abgerufen am 2. Februar 2018
  3. a b c d e f g 100 Jahre afrikanische Tiermalerei – Die Familie Aschenborn: Drei Generationen widmen sich der Kunst. Allgemeine Zeitung (Windhoek)
  4. Greatest world artists of XVIII–XXI: A. In: United Art Rating, abgerufen am 25. Januar 2018.
  5. a b c d e Uli Aschenborn: Kunst aus Namibia in Deutschland, Galerie Hexagone - Art Hotel Superior Aachen, 2015 – Archiv des Namibiana Buchdepots
  6. a b c Professor Dr.-Ing. Hans-Ulrich Aschenborn ist ein deutscher Maler und Bauinformatiker – Biographie – Archiv des Namibiana Buchdepots
  7. a b inesbres (4.September 2015) Namibisches in Deutschland, Welwitschia E.V. Kooperative Bildungsprojekte in Deutschland und Namibia
  8. a b c Biografie, Steinweg Galerie Stolberg (s. unter Weblinks)
  9. a b c d Der Internet-Suchbegriff "Expo Uli Aschenborn 2015" führt zu einem zehnminütigen Ausstellungs-Film (von Paul und Uli Aschenborn), in dem u. a. die Änderung seiner Kunstwerke zu sehen sind – Rede dazu Dr. phil. Dirk Tölke.
  10. a b c d e f Matthias Mockler: Maler Uli Aschenborn eröffnet Dauerausstellungen auf Gästefarmen in Namibia, 26.08.2011, ursprünglich erschienen in: Allgemeine Zeitung – Archiv des Namibiana Buchdepots
  11. a b c Peinhardt-Franke, Ingrid (24.12.2011) Aschenborn macht seine Tierbilder lebendig, Aachener Nachrichten, Archiv des BBK Aachen, aufgerufen am 25. Januar 2018
  12. a b c d e f Kloppers, Sas (2012), Directory of Namibian Artists Dream Africa Productions and Publishing, Seite 140, ISBN 978-0-620-51746-1 Hinweis auf das englische Künstlerlexikon in der afrikaansen Zeitung Republikein in Windhoek
  13. Aschenborn, Paul - Offizielle Website, Restaurierungen, abgerufen am 2. Februar 2018
  14. a b c d Heike Freimann, Changierender Stoff gab ihm den Impuls für seine Kunst, VDI, 16. Januar 2015
  15. a b c Schlegelmilch, Jan (11. Juli 2008) Uli Aschenborn lässt seine Mona Lisa lächeln, Aachener Zeitung
  16. a b c d e Irmgard Schreiber: Wandelbar wie ein Chamäleon – Uli Aschenborn malt „bewegliche Bilder“ – anläßlich der Ausstellung in der National Art Gallery of Namibia. In: Allgemeine Zeitung (Windhoek), 21. Juli 2011. Archiviert vom Original am (Datum unbekannt). 
  17. s. Drehbild in der „GALERIE“ und auch weitere veränderliche Kunstwerke am Ende der Biografie von Uli Aschenborn – (BBK Aachen).
  18. a b von admin (2008) Uli Aschenborn Stolberg, Kunstportal Eifel
  19. Umfangreichere Ausstellungsliste auf artoffer (Kunst- und Fördergemeinschaft im Internet) mit Zugang zu entspr. Fotos, abgerufen am 3. Februar 2018