Ulli Zelle

Ulrich „Ulli“ Zelle (* 19. Juni 1951 in Obernkirchen, Niedersachsen) ist ein deutscher Fernsehmoderator, Reporter und Sänger.
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ulli Zelle wurde als Sohn eines Bergmanns und einer Sekretärin im Kloster Obernkirchen geboren und wuchs in einem sozialdemokratisch geprägten Milieu auf.[1] In Hannover machte er eine Ausbildung zum Werbekaufmann und begann anschließend ein Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin, das er mit dem Diplom abschloss.[1] Danach absolvierte er sein zweites Studium für Publizistik an der Freien Universität Berlin.
In der Studienzeit war Zelle freier Mitarbeiter bei verschiedenen Agenturen und Zeitungen. Er lebte zu dieser Zeit in Berlin-Kreuzberg. Für den SFB-Hörfunk arbeitete er ab 1984 als Reporter und für das Fernsehen ab 1985. Für VOX moderierte er im Jahr 1993 eine Talksendung. Ab 1994 moderierte Zelle beim Sender Freies Berlin (SFB) die Sendung Berlin life, außerdem arbeitete er bei anderen Sendungen mit.
Für die ARD drehte Zelle die Filmesendungen Kulturreport und Bilderbuch Deutschland, bis Frühjahr 2025[2] war er beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) u. a als Reporter tätig und moderierte bis zum Jahr 2019 im Wechsel mit Carla Kniestedt die Sendung Heimatjournal.[3]
Zelle ist Sänger in der Band Ulli & Die Grauen Zellen, die sich auf Rock (beispielsweise The Beatles, Eric Burdon, The Rolling Stones) spezialisiert. Seit 2016 hat er seine eigene Talkshow Ullis Nachtcafé im Berliner Schlosspark Theater.
2025 wurde er mit dem Verdienstorden des Landes Berlin ausgezeichnet.[4]
Seit Anfang Februar 2026 moderiert Ulli Zelle immer samstags und sonntags von 8 Uhr bis 12 Uhr beim Berlin-Brandenburger Jazzsender Ella Radio.[5][6]
Zelle lebt in Berlin-Gatow. Er ist mit der Politologin Niki Sarantidou[7] verheiratet und hat zwei Söhne.[8][9]
Hörspiele
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2008: Heiner Grenzland: Tsunami über Deutschland – Musik und Regie: Heiner Grenzland
Filmografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2014: Das Ende der Geduld
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Der Marathon-Mann, Der Tagesspiegel vom 30. August 2014.
- Ulli Zelle, Mein Berlin, mein Leben, Berlin: nicolaiverlag, 2024. ISBN 978-3-96476-100-2.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ulli Zelle bei IMDb
- Website von Ulli Zelle
- Website von Ulli & Die Grauen Zellen
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b Gregor Gysi & Ulli Zelle. Abgerufen am 27. November 2022 (deutsch).
- ↑ "Danke Ulli!" – Der große Abschied von Ulli Zelle im rbb. Abgerufen am 10. März 2025.
- ↑ Ulrike Finck und Andreas Jacob moderieren ab April das "Heimatjournal" im rbb Fernsehen. Abgerufen am 1. November 2019.
- ↑ Berliner Landesorden für 14 Bürgerinnen und Bürger. In: berlin.de. Der Regierende Bürgermeister, 1. Oktober 2025, abgerufen am 12. Oktober 2025.
- ↑ Reporter-Legende Ulli Zelle moderiert wieder – im Ella Radio. 4. Februar 2026, abgerufen am 6. Februar 2026.
- ↑ Norbert Koch-Klaucke: Ulli Zelle ist zurück – und funkt jetzt für „Ella“. 5. Februar 2026, abgerufen am 6. Februar 2026.
- ↑ Team. Abgerufen am 3. Februar 2021.
- ↑ PLUTONIA PLARRE / ANNA KLÖPPER WOLFGANG BORRS: „Ich bin weniger Alphatier als Allzweckwaffe“. In: Die Tageszeitung: taz. 16. März 2013, ISSN 0931-9085, S. 46 (taz.de [abgerufen am 11. Oktober 2020]).
- ↑ Fernseh-Legende Ulli Zelle wird 70: Der Mann, der jedes Eis zum Schmelzen bringt. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 5. Mai 2025]).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zelle, Ulli |
| ALTERNATIVNAMEN | Zelle, Ulrich (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fernsehmoderator |
| GEBURTSDATUM | 19. Juni 1951 |
| GEBURTSORT | Obernkirchen |