Ullmanns Enzyklopädie der Technischen Chemie

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Ullmanns Enzyklopädie der Technischen Chemie ist ein Lexikon zur Technischen Chemie sowie zu verwandten Fachgebieten, wie z. B. Biotechnologie, Materialwissenschaften, Analytik oder Umweltschutz.[1] Es wurde 1914 durch den Chemiker Fritz Ullmann[2][3] gegründet und feierte 2014 das 100-jährige Bestehen.[4]

Geschichte & Umfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1. Auflage wurde zwischen 1914 und 1922 von Fritz Ullmann als zwölfbändiges Werk herausgegeben. Die letzte deutsche Auflage (4. Auflage) umfasste 25 Bände und die 5. (ab dann englischsprachige) Auflage mit dem Titel Ullmann’s Encyclopedia of Industrial Chemistry, die 1996 abgeschlossen wurde, 36 Bände. Sie waren in sieben Bände mit allgemeinen Artikeln, achtundzwanzig lexikalischen Bänden und einem Indexband aufgeteilt.

Im Dezember 2002 wurde die 6. Auflage in 40 Bänden publiziert.

Seit der 5. Auflage ist der „Ullmann“ auch elektronisch verfügbar (DVD und per Internet). Die Nutzung für beide Versionen gilt jeweils für ein Kalenderjahr. Mit dem Erwerb der DVD erhält der Benutzer ebenfalls einen kostenlosen Zugriff auf die Online-Version, deren Updates vierteljährlich erscheinen.[5]

Die 7. Auflage umfasst mehr als 1.050 Artikel (200 mehr als in der 6. Auflage), ca. 30.000 Seiten, 22.000 Bilder, 8.000 Tabellen, 19.000 Referenzen und 85.000 Indizes.[1]

Redakteure und Mitwirkende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuell sind Barbara Elvers (Wiley-VCH) Senior Editorial Advisor und Claudia Ley Editor-in-Chief, beide Wiley-VCH. Das Editorial Board hat ca. 20 Mitglieder aus verschiedenen Nationen.[6]

Der „Ullmann“ ist ein klassisches Multiautorenwerk. Für die 5. Ausgabe haben rund 3.000[4] internationale Autoren aus Universitäten und vor allem aus der Industrie mitgewirkt.[7]

Übersicht der Auflagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1914–1922: 1. Auflage in 12 Bänden
  • 1928–1932: 2. Auflage in 11 Bänden
  • 1951–1970: 3. Auflage in 22 Bänden, davon Band 2 in zwei Teilbänden
  • 1972–1984: 4. Auflage in 25 Bänden
  • 1985–1996: 5. Auflage, ab jetzt in Englisch und Titel Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, in 36 Bänden
  • 2002–2007: 6. Auflage in 40 Bänden
  • 2011–2014: 7. Auflage in 40 Bänden,[8] mit laufenden Änderungen und Ergänzungen der Online-Ausgabe[9]

1. Auflage (historisch)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Auflage ist teils online oder als PDF verfügbar (gehostet und veröffentlicht durch das Internet Archive):

7. Auflage (aktuell)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 7. Auflage umfasst 40 Bände und erschien 2011.[1]

Themengebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinweis: Die Anzahl (#) der Themen ist von Wiley Online Library eine Zuordnung zu den Gebieten der Chemie und dient lediglich zur schnelleren Orientierung. Die Summe stimmt nicht exakt mit der Anzahl der Gesamtartikel (1.050) überein.

Kirk-Othmer Encyclopedia of Chemical Technology[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Donald F. Othmer und Raymond E. Kirk[10] von der New York University begannen in den 1940er Jahren ein englisches Pendant zum Ullmann zu erstellen.[4] Das Werk erschien im damaligen US-amerikanischen Wiley Verlag, welcher 1996 den VCH Verlag übernahm und somit die beiden Enzyklopädien heute vereint. Das Magazin CHEManager schreibt dazu, Zitat: "Im Doppelpack sind die beiden Companion Works einfach unschlagbar, denn das in beiden zusammengetragene Wissen bietet Antworten auf (fast) alle Fragen, die im Zusammenhang mit chemischen Produkten und Prozessen auftreten können."[4]

Die Liste aller Mitwirkenden am Kirk-Ohmer kann ebenfalls Online eingesehen werden.[11]

5. Auflage (aktuell)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Referenzwerk umfasst mehr als 1.300 Artikel in 27 Bänden mit rund 22.950 Seiten (5. Auflage März 2004).[12][13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinweis: Beide Werke erscheinen Stand 2021 im Verlag Wiley-VCH.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry. Wiley Analytical Science, 9. Januar 2012, abgerufen am 26. November 2021 (englisch).
  2. ChemieFreunde Erkner e. V. - Ullmann, Fritz. Abgerufen am 26. November 2021.
  3. Biografien :: Haus der Bayerischen Geschichte. Abgerufen am 26. November 2021.
  4. a b c d Die Enzyklopädie der Technischen Chemie | CHEManager. In: CHEManager. Wiley-VCH GmbH, 29. März 2014, abgerufen am 26. November 2021.
  5. How to Order. Wiley-VCH, abgerufen am 26. November 2021 (englisch).
  6. Editors & Contributors. Wiley-VCH, abgerufen am 26. November 2021 (englisch).
  7. Author List (PDF; 9,7 MB), auf onlinelibrary.wiley.com
  8. Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry. Wiley, ISBN 978-3-527-30385-4, doi:10.1002/14356007 (wiley.com [abgerufen am 26. November 2021]).
  9. a b What's New. Wiley-VCH, abgerufen am 26. November 2021 (englisch).
  10. The New York Times Studio: RAYMOND E. KIRK, EDUCATOR, IS DEAD; Dean of Graduate School at Brooklyn Polytech Headed Chemistry Unit There Co-Editor of Encyclopedia Classroom Stunt Recalled. In: The New York Times. 7. Februar 1957, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 26. November 2021]).
  11. Editors & Contributors, auf onlinelibrary.wiley.com
  12. Jacqueline I. Kroschwitz, Arza Seidel: Kirk-Othmer encyclopedia of chemical technology. 5th ed Auflage. Hoboken, N.J. 2007, ISBN 978-0-471-48494-3.
  13. Kirk-Othmer Encyclopedia of Chemical Technology, 27 Volume Set, 5th Edition | Wiley. Abgerufen am 26. November 2021 (amerikanisches Englisch).
  14. What's New. In: Kirk-Othmer Encyclopedia of Chemical Technology. Wiley-VCH, abgerufen am 26. November 2021 (englisch).