Ulrich Grober

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Ulrich Grober (2012)

Ulrich Grober (* 1949 in Lippstadt) ist ein deutscher Journalist, Publizist und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrich Grober studierte Germanistik und Anglistik an den Universitäten in Frankfurt am Main und in Bochum. Er arbeitet als freier Journalist und Publizist. Grober schreibt Bücher, Essays und arbeitet für Zeitungen (u. a. Die Zeit). Er macht Reportagen, Radiosendungen und Dokumentationen. Er hält Vorträge und macht Seminare. Bevorzugte Themen sind Kulturgeschichte und Zukunftsvisionen, Naturerfahrung und Nachhaltigkeit, Ökotourismus und Kunst des Wanderns.

Grober ist Experte für Nachhaltigkeit. Sein Buch Die Entdeckung der Nachhaltigkeit (2010) gilt als Standardwerk. Im Jahr 2012 wurde es ins Englische übersetzt. Die Royal Society lud ihn 2013 ein, seine Erkenntnisse zur Nachhaltigkeit darzustellen[1] 2014 diente ein Text von Grober der UNO in ihrem "Global Sustainable Development Report" (siehe Link unten) als Referenz für die Geschichte des Konzepts Nachhaltigkeit.

Er lebt mit seiner Frau in Marl in Westfalen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 erhielt Grober den Brandenburgischen Literaturpreis Umwelt vom Umweltministerium in Brandenburg. In der Presseerklärung heißt es u. a.: Grober leiste mit seinem Buch einen wichtigen Beitrag dazu, dass Nachhaltigkeit nicht zum Modewort verkommt, sondern die Idee vom nachhaltigen Denken, Leben und Handeln die Köpfe und Herzen der Menschen im Alltag erreicht. Dabei zeichnet er in unterhaltsamer und gut lesbarer Form die historische Entwicklung des Wortes nach. Der Leser erfährt auf einer Gedankenreise vom Buch Genesis über mittelalterliche Klöster, barocke Verwaltungssprache, Woodstock und John Lennon – um nur einige Stationen zu nennen – Erstaunliches über und um den Begriff der Nachhaltigkeit. Die Laudatio hielt der Umwelt-Jurist Klaus Bosselmann [2]

2014 wurde Grober zusammen mit Ernst-Ulrich von Weizsäcker der Hans-Carl-von-Carlowitz-Nachhaltigkeitspreis 2014 der Sächsischen Carlowitz-Gesellschaft verliehen[3]. Die Laudatio hielt Ministerpräsident a.D. Kurt Biedenkopf. Im selben Jahr wurde er in das Festkuratorium für das 250. Jubiläum der TU Bergakademie Freiberg berufen [4].

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • zu Die Entdeckung der Nachhaltigkeit: "Mit seinem Werk möchte er eine Sensibilisierung der Menschen für diese fundamentale Aufgabe der Zukunft erzielen, indem er zeigt, wie sich intuitives Vorsorgedenken zu einem Begriff kristallisierte, wie sich Träume und Hoffnungen aus den Epochen der Menschheitsgeschichte speicherten und zu einer Zukunftsvision werden ließen. Er zeigt, wie sich unter dem Begriff der Nachhaltigkeit ein ganzes Wortfeld mit mittlerweile alltäglichen Vokabeln wie Ökologie, Umwelt, Lebensqualität und Management herausbildete. Damit ist sein Buch aktuell und historisch zugleich und dient dazu aus der Distanz heraus Maß zu nehmen und Maßstäbe zu setzen, um die Gedankenwelt, den Begriff und das Wortfeld Nachhaltigkeit neu zu vermessen." Lexikon der Nachhaltigkeit [5].
  • "Ulrich Grober gehört zu den aktiven und mutigen Streitern gegen die Verweigerung der Wirklichkeit und für ein ganzheitliches Verständnis. Den Folgen unseres wachstumsgetriebenen Raubbaus an der Natur und an unseren existentiellen Lebensgrundlagen will er die Aufmerksamkeit sichern, aus der ein Gefühl der Mitverantwortung erwachsen kann.", Kurt Biedenkopf, [7] Freiberg 2015
  • "Der Autor Ulrich Grober beschreibt Nachhaltigkeit, wie ich finde, treffend „als einen Kompass, als unser Navigationsgerät für eine Reise in ein unbekanntes Territorium – die Zukunft“. Mit einem solchen Navigationsgerät können wir uns vornehmen, immer wieder ganz konkrete Ziele zu erreichen."[8] Angela Merkel bei der 16. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung, am 31. Mai 2016.[9]
  • "Wer sich auf das neue Buch von Ulrich Grober wirklich einlässt, wird stark beeindruckt sein und tief beeinflusst werden - durch das, was sich allgemein ändern muss, was sich bereits geändert hat und das, was an konkreter Veränderung im Sinne strikter Nachhaltigkeit noch ansteht." Prof. Udo E. Simonis [10]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Royal Society: [1]
  2. Rede von Klaus Bosselmann; [2]
  3. Carlowitz-Gesellschaft/Nachhaltigkeitspreis: [3]
  4. Einladung 250 Jahre; 2. Sitzung des Festkuratoriums; 2014; [4],Festkurator Ulrich Grober spricht zur Eröffnung des Jubiläumsjahres
  5. aus: [5] Lexikon der Nachhaltigkeit
  6. [6], Rezension von Udo E. Simonis
  7. Geleitwort zu "Wider den Raubbau"
  8. Rede von Bundeskanzlerin Merkel im Rahmen der 16. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 31. Mai 2016; Berlin
  9. [7],Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der 16. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung, am 31. Mai
  10. Rezension von "Der leise Atem der Zukunft", in: [www.sonnenseite.com], entnommen 09.08.2016
  11. Vortrag in Kassel 2013 [8]