Ulrich Ludat

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Ulrich Ludat (2015)

Ulrich Ludat (* 15. August 1959 in Öhringen) ist ein deutscher Komponist und Aktionskünstler. Seine Arbeitsbereiche umfassen Komposition zeitgenössischer (experimenteller) Musik, Fotografie, Videokunst, Field Recording, Installation, Intervention und Performance.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludat wuchs in und bei Hamburg auf, setzte seine Schulzeit später in Northeim bis zum Abitur fort und studierte zunächst von 1978 bis 1984 Romanistik, Philosophie und Musikwissenschaft an Universitäten in Deutschland und Italien. Von 1986 bis 1990 folgte ein künstlerisches Studium in Instrumentalfächern (Blockflöte, Viola) in Saarbrücken an der Hochschule für Musik Saar, wo er auch an Lehrveranstaltungen in der Kompositionsklasse von Theo Brandmüller teilnahm. Von 1990 bis 1999 unterrichtete er als Instrumentallehrer an verschiedenen kommunalen Musikschulen im Saarland und in Baden-Württemberg. Im Jahre 2005 hatte er einen Interims-Lehrauftrag am Conservatoire de la Ville de Luxembourg inne, an dem er seine professionelle Musikausbildung seinerzeit begonnen hatte. Danach übte er temporäre Vertretungstätigkeiten an allgemein bildenden Schulen (Gesamtschule, Gymnasium) in Kaiserslautern und Neunkirchen (Saar) im Fach Musik aus. Ludat stellte seine eigenschöpferische Aktivität zeitweise hinter die Tätigkeit als instrumentaler Interpret und Performer, insbesondere mit dem "ensemble für erstaunliche musik" archae.o.pteryx (1990–2006), zurück. Hierfür erhielt er im Jahr 1994 das Kulturförderstipendium der Landeshauptstadt Saarbrücken. Ab 2003 intensiviert sich die kompositorische Tätigkeit. Spätestens ab 2007 dominieren in seiner künstlerischen Arbeit die eher den bildenden Künsten zuzurechnenden Ausdrucksformen (u. a. Fotografie, Video/Film, sog. Langzeitperformances). Ludats Werkverzeichnis umfasst inzwischen gut 500 Titel. Er lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Saarbrücken und ist seit 2014 Mitglied des Saarländischen Künstlerhauses.

Künstlerische Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludat war mehrfach Gastkünstler beim Institut für Musik des ZKM in Karlsruhe, wo er an der Herstellung von Audio-Zuspielungen für seine Kompositionen arbeitete. 2008 und 2009 hielt sich Ludat zwecks künstlerischer Arbeit in Georgien auf, wo er für eine Langzeitperformance zum 100. Jubiläum von Saarbrücken als Großstadt im Jahr 2009 Dreharbeiten sowie fotografische Studien durchführte. 2012 verbrachte er drei Monate als Artist in Residence in Buenos Aires bei der Fundación 'ace, wo er angeregt von drei brasilianischen Künstlern des 20. Jahrhunderts den Hauptstadtbezirk inkorporierte, field recording betrieb sowie fotografische und Videoarbeiten erstellte, wovon ein Teil in einer Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.[1]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009 Saarbrücken, temporäre Untergrundgalerie unter dem St. Johanner Markt, Kunst auf Bahnsteig 2 - Polit-Triptychon: Bedeutende politische Köpfe aus dem Saarland des post-feudalen Zeitalters u. a.
  • 2012 Buenos Aires, Proyecto 'ace - Professioneller Künstler stellt vor
  • 2013 Saarbrücken, Ministerium für Finanzen und Europa des Saarlandes/Stadtgalerie Saarbrücken - « ¡todo va bien!—alles ist gut! »

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Borchardt, Mirka: Versuch, einige Plätze in Buenos Aires zu erfassen - In: Saarbrücker Hefte Nr. 107, 2012, ISBN 9783897274792, S. 64–67.
  • Remond, Knut: Ulrich Ludat – anécdotas de barcos fluctuantes. Interview mit Ulrich Ludat von Knut Remond. - Berlin: Edition ohrenhoch – der Geräuschladen, 2012.
  • Studienbrief MKN 0320, Kunstkommunikation im Praxisbezug: Arbeitsfelder und Methoden, Technische Universität Kaiserslautern 2013
  • Ist das Kunst oder kann das weg?—Ein Gespräch zwischen André Mailänder und Ulrich Ludat. - In: Saarbrücker Hefte Nr. 110/111, 2014, ISBN 9783897275164, S. 59–68.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • [1] Webpräsenz von Ulrich Ludat
  • [2] Audioarbeiten von Ulrich Ludat
  • [3] Videoarbeiten von Ulrich Ludat

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Argentinisches Tageblatt: Überschreiter unsichtbarer Grenzen - Ulrich Ludat, ein Saarbrücker Künstler, weilt zur Künstlerresidenz in Buenos Aires, vom 25. Februar 2012