Ulrich Pleitgen

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Ulrich Pleitgen auf dem Max Ophüls Filmfestival 2015

Ulrich Pleitgen (* 1. November 1946 in Hannover) ist ein deutscher Schauspieler, der dem Publikum hauptsächlich durch Fernsehrollen bekannt ist.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Erfahrung als Schauspieler sammelte Pleitgen bereits als Elfjähriger im Dasseler Internats-Theater. Einer Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover folgten Engagements am Berliner Schillertheater, den Schauspielhäusern Theater Basel, Bochum und Frankfurt, am Stuttgarter Staatstheater, ab 1980 am Thalia Theater in Hamburg.

1972 wurde er als bester Nachwuchs-Schauspieler mit dem Berliner Kunstpreis ausgezeichnet, das Fachmagazin Theater heute wählte ihn 1984 zum Schauspieler des Jahres.

Seit seinem Ausscheiden aus dem Ensemble des Thalia Theaters 1989 widmet sich Ulrich Pleitgen hauptsächlich seinen Rollen in Kino- und Fernsehfilmen.

Nicht zuletzt dank seiner schauspielerischen Leistung als Richter Prinzing wurde der Film „Stammheim – Der Prozess“ mit einem Goldenen Bären ausgezeichnet, 1994 erhielt Pleitgen für seine Darstellung des Wolfgang Schefer in der Fernsehserie Nicht von schlechten Eltern einen Bambi.

Von 2003 bis 2011 mimte er in der erfolgreichen ARD-Fernsehserie Familie Dr. Kleist den Apotheker Johannes Kleist. Im Sommer 2006 musste er alle Dreharbeiten unterbrechen und krankheitsbedingt eine Pause einlegen. Seine Rolle in "K3 – Kripo Hamburg" gab er deshalb auf.

Nach seiner Genesung stand Ulrich Pleitgen im März 2007 für die 3. Staffel von Familie Dr. Kleist in Eisenach vor der Kamera.

Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler veranstaltet Ulrich Pleitgen Lesungen und arbeitet als Sprecher für Hörbücher. In diesem Zusammenhang hat er zahlreiche Preise gewonnen, wie zum Beispiel den Osterwold-Preis 2005 von HörbuchHamburg für die beste Hörbuch-Interpretation, sowie im gleichen Jahr die Goldene Schallplatte[1] für mehr als 100.000 verkaufte Hörbücher Assassini von Thomas Gifford. Im Jahr 2006 bekam er den Deutschen Hörbuchpreis für das Buch "Lauf, Junge, lauf" von Uri Orlev. Im Jahr 2007 erhielt Ulrich Pleitgen den Preis der deutschen Schallplattenkritik und wurde außerdem von der Jury der hr2-Hörbuchbestenliste ausgewählt.

In Zusammenarbeit mit Iris Berben als Leonie Goron sprach er von 2003 bis 2009 die Rolle des Edgar Allan Poe in der 37teiligen Hörspiel-Serie Edgar Allan Poe bei Lübbe-Audio. Ulrich Pleitgen ist Pate der Björn-Steiger-Stiftung für das Projekt „Retten macht Schule“.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pleitgen ist mit der Schauspielerin Ann-Monika Pleitgen verheiratet. Mit dem Journalisten und ehemaligen WDR-Intendanten Fritz Pleitgen ist Ulrich Pleitgen entfernt verwandt.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinofilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TV-Spielfilme und Fernsehserien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theaterverfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1972: Berliner Kunstpreis als bester Nachwuchs-Schauspieler
  • 1984: Schauspieler des Jahres, Auszeichnung des Fachmagazins Theater heute
  • 1986: Goldener Bär mit dem Kinofilm Stammheim – Der Prozess Regie: Reinhard Hauff
  • 1994: Bambi für die Darstellung des Wolfgang Schefer in der Fernsehserie Nicht von schlechten Eltern
  • 2005: Osterwold-Preis 2005 von HörbucHHamburg für die beste Hörbuch-Interpretation
  • 2005: Goldene Schallplatte von Lübbe Audio für das Hörbuch Assassini von Thomas Gifford
  • 2006: Deutscher Hörbuchpreis
  • 2007: Preis der deutschen Schallplattenkritik

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ulrich Pleitgen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gold-/Platin-Datenbank des Bundesverbandes Musikindustrie, Abruf vom 11. Juni 2016