Ulrich Schacht

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Schriftsteller und Journalisten. Für den Politiker siehe Ulrich Schacht (Politiker).
Ulrich Schacht (2012)

Ulrich Schacht (* 9. März 1951 in Stollberg im Erzgebirge) ist ein deutscher Schriftsteller und Journalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrich Schacht wurde im Frauengefängnis Hoheneck, wo seine Mutter inhaftiert war, geboren und wuchs in Wismar auf. Nach Handwerkslehre und Sonderreifeprüfung studierte er in Rostock und Erfurt evangelische Theologie. 1973 wurde er in der DDR wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt, 1976 in die Bundesrepublik Deutschland entlassen. Er studierte anschließend Politische Wissenschaften und Philosophie in Hamburg und arbeitete als Feuilletonredakteur und Chefreporter für Kultur der Zeitungen Die Welt und Welt am Sonntag sowie als Autor diverser Periodika, darunter Süddeutsche Zeitung, Volksstimme, Donaukurier, Focus, Rheinischer Merkur, Die Zeit, Cicero, Merkur, Sinn und Form, Die Politische Meinung, liberal, Preußische Allgemeine Zeitung und Junge Freiheit. 1994 war er zusammen mit Heimo Schwilk Herausgeber des Sammelbandes Die selbstbewusste Nation. Er wird daher von einigen Wissenschaftlern als Akteur der Neuen Rechten gesehen.[1] 2006 unterzeichnete er den von der Wochenzeitung Junge Freiheit inszenierten „Appell für die Pressefreiheit“ gegen den Ausschluss der Jungen Freiheit von der Leipziger Buchmesse.[2]

Das langjährige SPD-Mitglied (1976 bis 1992) kandidierte 1997 auf der Liste des Bundes freier Bürger als Parteiloser für die Hamburger Bürgerschaft.[3] Der seit 1998 freischaffende Autor und Publizist wohnt heute in Schweden.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrich Schacht erhielt verschiedene Preise, Auszeichnungen und Literaturstipendien, u. a. 1981 den Andreas Gryphius-Förderpreis sowie das Alexander-Zinn-Preis-Stipendium der Freien und Hansestadt Hamburg. Er ist Mitglied der Hamburger Autoren-Vereinigung sowie des P.E.N.-Clubs.[4]

2007 wurde er unter 90 Kandidaten zum Dresdner Stadtschreiber gewählt, was Kritik auf Seiten der Dresdner SPD-Stadtratsfraktion und Vertretern der Dresdner Grünen-Stadtratsfraktion auslöste.[5][6][7]

2012 erhielt er das Calwer Hermann-Hesse-Stipendium, 2013 den Eichendorff-Literaturpreis und 2016 den Preis der LiteraTour Nord.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Benthien, Rainer: Die Neue Rechte in Deutschland und ihr Einfluss auf den politischen Diskurs der Gegenwart; Frankfurt am Main 1996
  2. nz: Prominente setzen sich für „Junge Freiheit“ ein. Archiviert vom Original am 13. Januar 2014, abgerufen am 2. Januar 2013 (in Netzeitung, 7. Februar 2006).
  3. Ulrich Schacht provoziert mit radikalen Ansichten - Landesbeauftragter für Stasi-Unterlagen lud rechtsradikalen Autoren nach Rostock ein Ostseezeitung, 31. Januar 2003
  4. Ulrich Schacht: Von Ost nach West Abendblatt, 27. Februar 2003
  5. Kritik an Dresdner Stadtschreiber - Autor wehrt sich in: Dresdner Neueste Nachrichten, 22. Februar 2007
  6. Michael Bartsch: Dresdner Stadtschreiber schreibt rechts Die Tageszeitung, 20. Februar 2007
  7. Jens Hoffsommer, Achim Wesjohann: Herzlichen Glückwunsch, Ulrich Schacht! (PDF; 75 kB)