Ulrich Schmid (Journalist)

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Ulrich Schmid (* 1954 in Zürich) ist ein Schweizer Journalist und Autor.

Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrich Schmid studierte Englische Literatur, Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Zürich und am Virginia Tech in Blacksburg, Virginia, USA – Master of Arts und Dissertation über die Finanzierung von Wahlkämpfen in den USA und in der Schweiz.[1][2]

Journalistische Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1983 bis 1987 hat er als Redaktor der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) und seit 1987 bis 2019 als Auslandskorrespondent der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) viele Länder bereist. Als NZZ-Korrespondent war er 1991 bis 1995 in Moskau, 1995 bis 1999 in Washington, 1999 bis 2002 in Peking, 2002 bis 2008 in Prag, 2008 bis 2015 in Berlin und 2015 bis 2019 in Jerusalem.[1] Seit Erreichen seines Pensionsalters im Juli 2019 berichtet er als Korrespondent ohne festes Einsatzgebiet und mit reduziertem Pensum für die NZZ aus aller Welt.[3]

Literarische Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Roman Der Zar von Brooklin (2000) handelt von einem Moskauer Journalisten, der kurz nach der Wende von 1990 nach New York reist, um eine Reportage über ausgewanderte Russen zu schreiben. Dabei kommt er mit dem Mafia-Milieu in Kontakt.

2006 erschien Aschemenschen, ein Polit-Thriller, der in Xinjiang im unruhigen Westen Chinas spielt. Die Schweizerin Erla begleitet den ehemaligen DDR-Militärberater Gerd auf eine ausgefallene Reise dorthin, wo die beiden auf den chinesischen Unternehmer Xin treffen. Eine sich anbahnende Beziehung zwischen Erla und Xin wird jäh von dem Verschwinden Xins kleiner Tochter Xiao Fei unterbrochen. Alle begeben sich auf die Suche nach ihr. Dabei wirft Gerds Vergangenheit in Äthiopien lange Schatten in die Gegenwart. Erla hingegen erhält Unterstützung von den Aschemenschen, die sie ermutigen, ihrem Gefühl zu folgen.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sohn eines Gymnasiallehrers und einer Pianistin.[4] Verheiratet, eine erwachsene Tochter.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Ulrich Schmid (U. Sd.), Impressum, nzz.ch
  2. Ulrich Schmid: Wahlkampffinanzierung in den USA und in der Schweiz, Verlag Rüegger, Januar 1985, ISBN 3725302359, ISBN 978-3725302352
  3. Peter Rásonyi (pra.): Wechsel in Jerusalem, Kasten zum Artikel von Ulrich Schmid: In der arabischen Welt gibt es jeden Tag Szenen wohltuender Gelassenheit zwischen den Anhängern verschiedener Ideologien. Das Dumme ist: Sie annullieren die Ideologien nicht – Noch immer kämpfen die Freunde der Freiheit gegen Despoten und religiöse Eiferer. Das Volk hat acht Jahre nach dem Arabischen Frühling wenig zu sagen, die Politik machen die Herrscher allein. Wer im Westen wirklich strategisch denkt, sollte Demokraten unterstützen, nicht Despoten. nzz.ch, 31. Juli 2019
  4. Buchautor: Ulrich Schmid, perlentaucher.de