Ulrich Schneckener

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Ulrich Schneckener (* 13. Januar 1968) ist ein deutscher Friedens- und Konfliktforscher. Er ist Professor für Internationale Beziehungen und Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Osnabrück.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1987 an der Ernst-Ludwig-Schule in Bad Nauheim (Hessen) absolvierte Ulrich Schneckener ab 1989 sein Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Soziologie an den Universitäten Mainz, Leipzig, London und Berlin. 1995 schloss er das Studium an der FU Berlin mit einem Diplom in Politikwissenschaft ab. 2000 wurde er an der Universität Bremen zum Dr. rer. pol. promoviert.

Schneckener war von Januar 1996–2002 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Interkulturelle und Internationale Studien der Universität Bremen. Er ist Mitglied im Editorial Board der Fachzeitschrift Ethnopolitics (Routledge). Er war Koordinator der Arbeitsgruppe States at Risk der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Von 2006 bis 2009 war er Leiter der Forschungsgruppe Globale Fragen der SWP.

Seit dem 1. September 2009 ist Schneckener als Nachfolger von Ingeborg Tömmel[1] Professor für Internationale Beziehungen und Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Osnabrück. Von 2013 bis 2015 war er Dekan des Fachbereichs Sozialwissenschaften, von April 2015 bis März 2016 war er Dekan des Fachbereichs Kultur- und Sozialwissenschaften. Seit März 2016 ist er Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF). Er ist zudem Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK). Seine Forschungsschwerpunkte sind internationale Konfliktbearbeitung, State- und Peacebuilding, nicht-staatliche Gewalt sowie Terrorismus und Terrorismusbekämpfung.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005 Peter-Becker-Preis für Friedens- und Konfliktforschung, Philipps-Universität Marburg
  • 2003 Nachwuchspreis der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW)
  • 2003 Christian-Krajewski-Preis der Arbeitsgemeinschaft Friedens- und Konfliktforschung (AFK)

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eigene Bücher:
    • Transnationaler Terrorismus. Suhrkamp, Frankfurt a. M. 2006. 277 S. ISBN 3-518-12374-2
    • Auswege aus dem Bürgerkrieg. Suhrkamp, Frankfurt a. M. 2002.
    • Das Recht auf Selbstbestimmung. Ethno-nationale Konflikte und internationale Politik. Lit-Vlg., Hamburg 1996. 168 S. ISBN 3-8258-2862-X.
  • Herausgeberschaft:
    • Managing and settling ethnic conflicts. Perspectives on successes and failures in Europe, Africa, and Asia. Hurst & Company, London 2004. ISBN 1-85065-690-8 (casebound), 1-85065-691-6 (paperback) mit Stefan Wolff
    • Fragile Staatlichkeit. "States at Risk" zwischen Stabilität und Scheitern. Nomos-Verlag, Baden-Baden 2006. ISBN 3-8329-2360-8
    • Wettstreit um Ressourcen. Konflikte um Klima, Wasser und Boden. Oekom-Verlag, München 2014. ISBN 978-3-86581-421-0 mit Arnulf von Scheliha, Andreas Lienkamp, Britta Klagge
    • Peacebuilding in Crisis. Rethinking Paradigms and Practices of Transnational Cooperation. Routledge, London 2016. ISBN 978-1-138-85859-6 mit Tobias Debiel, Thomas Held

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alumni Sozialwissenschaften Universität Osnabrück e. V.
  2. Personendetails am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]