Ulrich Schneider (Erziehungswissenschaftler)

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Ulrich Schneider (2020)

Ulrich Schneider (* 14. August 1958 in Oberhausen) ist ein deutscher Soziallobbyist und seit 1999 Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrich Schneiders Vater arbeitete als Bierfahrer und als Mitarbeiter der Wach- und Schließgesellschaft.[1] Schneider studierte an den Universitäten Bonn und Münster Erziehungswissenschaft und promovierte an der Universität Münster.

Beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband war er tätig als Sozialwissenschaftlicher Referent, DDR-Beauftragter, Geschäftsführender Hauptreferent, Geschäftsführer für die Bereiche Grundsatzfragen, Gremien und Kommunikation, bevor er 1999 dessen Hauptgeschäftsführer wurde.[2] Schneider tritt in Fernseh-Talkshows wie beispielsweise Anne Will auf und ist ein Interviewpartner.[3] Kritisch äußert sich Schneider über die im Rahmen der Agenda 2010 durchgeführten Reformen.[4][5]

Ulrich Schneider auf dem Bundesparteitag von Die Linke (2021)

Schneider ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und musiziert privat in einer Rockband.[6] Seit 2016 ist Schneider Mitglied der Partei Die Linke.[7]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografien

  • Solidarpakt gegen die Schwachen. Der Rückzug des Staates aus der Sozialpolitik. Droemer Knaur, München 1993, ISBN 3-426-80033-0.
  • Armes Deutschland. Neue Perspektiven für einen anderen Wohlstand. Westend, München 2010, ISBN 978-3-938060-57-5.
  • Mehr Mensch! Gegen die Ökonomisierung des Sozialen. Westend, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-86489-079-6.

Herausgeberschaften

  • Über das Dialogische. Festschrift anläßlich der Verleihung der Wilhelm-Polligkeit-Plakette an Prof. Dr. Marianne Grewe-Partsch am 25. April 1993 in Frankfurt am Main. Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Berlin 1993.
  • Die Bekämpfung von Armut und Unterversorgung in Deutschland. Positionspapier der Nationalen Armutskonferenz in der Bundesrepublik Deutschland. [Bonn] 1993
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Kindertagesbetreuung. Der Paritätische Gesamtverband, Berlin 2010.
  • mit Beiträgen von Olaf Bandt, Elisabeth Fresen, Mara Dehmer und Cornelia Harrer: Für alle, nicht die Wenigen. Warum wir unsere Zukunft nicht den Märkten überlassen dürfen. Westend, Frankfurt am Main 2021.

Essays, Beiträge

  • Armes Deutschland. Warum wir Perspektiven brauchen. In: NDV. 3/2011, S. 105–112.

Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ulrich Schneider – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Hartz IV ist völlig gescheitert“, Interview des DLR Kultur, 14. Mai 2011. Abgerufen am 15. Mai 2011: „Mein Vater musste tagsüber als Bierfahrer arbeiten und am Anfang dann Nachts noch mal als Mitarbeiter der Wach- und Schließgesellschaft, da floss nicht viel Geld“.
  2. Ulrich Schneider auf den Seiten des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. 2010. Abgerufen am 20. April 2011.
  3. Ulrich Schneider: Frontmann im Kampf gegen Armut. In: Der Tagesspiegel. 8. April 2010. Abgerufen am 20. April 2011.
  4. Wir haben noch reichere Reiche und noch ärmere Arme. Interview mit Ulrich Schneider auf Deutschlandradio Kultur. 17. März 2008. Abgerufen am 20. April 2011.
  5. Es hat sich nichts gebessert. auf: N-TV. 17. Januar 2010. Abgerufen am 20. April 2011.
  6. Ulrich Schneider: Frontmann im Kampf gegen Armut. In: Der Tagesspiegel. 8. April 2010. Abgerufen am 20. April 2011.
  7. Ärger um Verbandsfunktionär Ulrich Schneider. Abgerufen am 21. Januar 2017.
  8. Preisbegründung durch die Jury