Ulrich Varnbüler

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Ulrich Varnbüler (1522)
Holzschnitt von Willem Blaeu nach einer Zeichnung von Albrecht Dürer, 43 × 32,3 cm

Ulrich Varnbüler (* 1432 in St. Gallen; † 18. März 1496 in Lindau) war Reichsvogt und Bürgermeister in St. Gallen.

Leben[Bearbeiten]

Ulrich Varnbüler war ab 1467 Ratsherr und Säckelmeister in St. Gallen, 1471 Hofrichter, 1476 Feldhauptmann der St. Galler bei Grandson und Murten in Burgund, 1481/90 abwechselnd Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt in St. Gallen.

Ulrich ist Gesandter der Stadt St. Gallen zum Reichstag in Nürnberg, 1488 Gesandter an Kaiser Friedrich III. nach Köln und Aachen. Er beteiligt sich 1489 an der Fehde (St. Gallerkrieg) gegen den Abt Ulrich Roesch von St. Gallen, der das Kloster nach Rorschach verlegen will und dort einen Neubau begonnen hat, wogegen sich die Bürger von St. Gallen aus wirtschaftlichen Gründen wehren und den angefangenen Neubau zerstören („Klosterbruch von Rorschach“). Der Abt ruft die Eidgenossen zu Hilfe, die St. Gallen belagern. Damit die Stadt nicht zerstört wird, flieht Ulrich Varnbüler 1490 verkleidet nach Lindau; sein Eigentum wird beschlagnahmt, jedoch muss die Stadt später aufgrund von Verhandlungen und mit Hilfe des römisch-deutschen Königs Maximilian I. Ersatz leisten.

Im Februar 1460 verheiratet sich Ulrich mit Agnes Beeli aus Belfort. Aus der Ehe gehen mindestens vier Kinder hervor: Johannes (* 1464 in St. Gallen; † 1545 in Lindau), Ulrich II (* 1474 in St. Gallen; † 1545 in Strassburg), Katharine und Franz (keine Geburts- oder Sterbedaten bekannt).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]