Ulrich van der Heyden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ulrich van der Heyden (* 7. September 1954 in Ueckermünde) ist ein deutscher Historiker, Politikwissenschaftler und Spezialist für die Kolonialgeschichte Afrikas und die Geschichte der christlichen Mission in Afrika.

Dr. phil. et Dr. rer. pol. habil. Ulrich van der Heyden ist Professor am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin und Mitarbeiter am Seminar für Missions- und Religionswissenschaft sowie Ökumenik der Humboldt-Universität. Er studierte Geschichte und Asienwissenschaften, erlangte 1981 sein Diplom und wurde 1984 promoviert[1]. Van der Heyden war von 1984 bis 1991 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften der DDR und von 1992 bis 1994 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum Moderner Orient sowie am Seminar für Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität. 1997 wurde er an der Freien Universität zusätzlich in Politikwissenschaft promoviert, wo er ab 2001 am Otto-Suhr-Institut als Privatdozent am Institut für Politikwissenschaft tätig war und 2002 habilitiert wurde.

Heute lehrt und forscht er als Hochschullehrer an der Theologischen Fakultät, Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie,[2] und ist Herausgeber mehrerer wissenschaftlicher Buchreihen sowie Autor und Herausgeber von mehr als 30 Monographien und Verfasser von über 130 wissenschaftlichen Studien.

Ulrich van der Heyden ist Erster stellvertretender Vorsitzender der Berliner Gesellschaft für Missionsgeschichte e.V. und lebt in Berlin.

Werke in Auswahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich van der Heyden: Rote Adler an Afrikas Küste. Die brandenburgisch-preußische Kolonie Großfriedrichsburg in Westafrika. Selignow, Berlin 2001, ISBN 3-933889-04-9.
  • Ulrich van der Heyden: Das Schrifttum der deutschen Missionsgesellschaften als Quelle für die Geschichtsschreibung Südafrikas. Dargestellt vornehmlich anhand der Berliner Missionsgesellschaft. In: Ulrich van der Heyden, Heike Liebau (Hrsg.): Missionsgeschichte, Kirchengeschichte, Weltgeschichte. Christliche Missionen im Kontext nationaler Entwicklungen in Afrika, Asien und Ozeanien. Steiner, Stuttgart 1996, ISBN 3-515-06732-9, S. 123–138. (Missionsgeschichtliches Archiv. 1).
  • Ulrich van der Heyden, Joachim Zeller (Hrsg.): Kolonialmetropole Berlin. Eine Spurensuche. Berlin-Edition, Berlin 2002, ISBN 978-3-8148-0092-9.
  • als Hrsg. mit Joachim Zeller: Macht und Anteil an der Weltherrschaft. Berlin und der deutsche Kolonialismus. Unrast Verlag, Münster 2005, ISBN 978-3-89771-024-2.
  • Ulrich van der Heyden: Anton Wilhelm Amo, der afrikanische Philosoph. In: Ulrich van der Heyden (Hrsg.): Unbekannte Biographien. Afrikaner im deutschsprachigen Raum vom 18. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges (= Edition Zeitgeschichte. 26). Kai Homilius-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-89706-849-0.
  • Ulrich van der Heyden: Der Dakar-Prozess. Der Anfang vom Ende der Apartheid in Südafrika. Solivagus Praeteritum, Kiel 2018. ISBN 978-3-947064-01-4.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die letzten kolonialen Eroberungskriege in Südafrika. Die Unterjochung der Pedi und Venda Transvaals in dem Jahren 1876 bis 1898, vornehmlich anhand deutschsprachiger Quellen. Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades doctor philosophiae (Dr. phil.), Humboldt-Universität Berlin.
  2. Prof. Dr. Dr. Dr. Ulrich van der Heyden
  3. Besprechung bei FAZ.net vom 20. Juni 2018, Wandel durch Annäherung