Ulrich von Eppenstein

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Ulrich von Eppenstein (* um 1055; † 21. Dezember 1121), manchmal auch als Ulrich III. von Eppenstein bezeichnet, aus dem Hause der Eppensteiner war Abt von St. Gallen (ab 1077), Gegenabt von Reichenau (1079) und als Ulrich I. Patriarch von Aquileia (ab 1086).

Ulrich war der Sohn von Markwart IV. von Eppenstein und der Liutbirg von Plain. Zusammen mit seinen Brüdern Liutold, Heinrich und Hermann war er im Investiturstreit eine wertvolle Stütze Kaiser Heinrichs IV. im Kampf gegen die Päpstlichen, besonders die Häuser Rheinfelden und Zähringen.

1077 ernannte König Heinrich IV., der mit Ulrich verwandt war (gemeinsamer Urgroßvater Hermann II. von Schwaben), nach der Vertreibung von Abt Luitold seinen cognatus in noch jugendlichem Alter zum Abt von St. Gallen. Ulrich hatte sich hier insbesondere mit den Söhnen des 1077 abgesetzten und 1078 verstorbenen Kärntner Herzogs Berthold I., Berthold II., welcher den Herzogstitel beibehielt, und Gebhard III., ab 1084 Bischof von Konstanz, herumzuschlagen.

Für die Abtei Reichenau wurde Ulrich 1079 als Gegenabt eingesetzt, konnte sich aber gegen Abt Ekkehard II. von Nellenburg (1072–1088) nicht durchsetzen.

1086 bekam Abt Ulrich zusätzlich das Patriarchat von Aquileia übertragen, wo schon sein Bruder Heinrich die Vogtei führte und die Markgrafschaften Krain sowie Istrien leitete, während Bruder Liutold zusätzlich zum Kärntner Herzogsamt auch Markgraf von Verona war.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Lutold Abt von St. Gallen
1077–1121
Werinhar
Vorgänger Amt Nachfolger
Friedrich II. von Mähren Patriarch von Aquileia
1086–1121
Gerard I. Primiero