Ulrichshalben

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ulrichshalben
Landgemeinde Ilmtal-Weinstraße
Koordinaten: 51° 0′ 39″ N, 11° 25′ 24″ O
Höhe: 188 m ü. NN
Einwohner: 300
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Oßmannstedt
Postleitzahl: 99510
Vorwahl: 036462
Karte
Lage von Ulrichshalben in Ilmtal-Weinstraße
Dorfkirche
Dorfkirche

Ulrichshalben ist ein Ortsteil der Landgemeinde Ilmtal-Weinstraße im Landkreis Weimarer Land in Thüringen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrichshalben liegt unmittelbar südwestlich neben Oßmannstedt. Zwischen den Dörfern fließt die Ilm. Die ackerbaulich genutzte fruchtbare Gemarkung ist durch begrünte Fluss- und Bachläufe und Erosionsrinnen aufgelockert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die urkundliche Ersterwähnung des Dorfes geht auf 1297 zurück.[1]

In Ulrichshalben gab es eine Wasserburg, von der keine Reste mehr vorhanden sind. Das Areal ist als Bodendenkmal geschützt. Später entstand hier ein Rittergut. 1923 waren die Bausa-Streiber als Eigentümer verzeichnet. Das Dorf insgesamt war landwirtschaftlich geprägt.

Um den 12. April 1945 wurde Ulrichshalben von US-Truppen besetzt, die Anfang Juli durch Rote Armee abgelöst wurden. Dadurch wurde der Ort, wie ganz Thüringen, Bestandteil der SBZ und ab 1949 der DDR. Das Rittergut wurde enteignet, das Herrenhaus gesprengt. Die weitere Entwicklung war dann durch die Kollektivierung der Landwirtschaft geprägt. Nach der politischen Wende 1990 passte sie sich durch neue Eigentumsformen an.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche mit Orgel von Johann Benjamin Witzmann (um 1802)
  • Kriegerdenkmale für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und des Ersten Weltkriegs, benachbart zur Kirche
  • Entstehendes „Kulturgut“ aus den Resten des alten Ritterguts: Pferdestall (Bruchsteinbau) und Gesindehaus (Fachwerk) werden durch Helena und Sebastian Roth saniert und neuer Bestimmung zugeführt.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrichshalbener Burschenkirmes
  • „Kultursommer Ulrichshalben“ seit 2011, veranstaltet durch das Pianisten-Ehepaar Roth, mit Konzerten in der Kirche. Es hat sich ein Verein der Freunde und Förderer des Kulturguts gebildet. Besonders der Nachwuchs soll bei den Musikveranstaltungen gefördert werden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Hirsch: Wo die ländliche Idylle mit Muße und niveauvollen Klängen lockt. Ein Besuch auf dem Rittergut in Ulrichshalben, wo dank privater Initiative eine Konzertscheune entsteht. In: Thüringische Landeszeitung, vom 8. September 2012.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 292.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ulrichshalben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien