Ulrike Ackermann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ulrike Ackermann (* 1957) ist eine deutsche Politikwissenschaftlerin und Publizistin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ackermann studierte Politik, Soziologie und Neuere Deutsche Philologie an der Universität in Frankfurt am Main.

Nach eigenen Angaben begann sie ab 1977 eine Zusammenarbeit mit der Charta 77, dem polnischen KOR, der Solidarność und anderen Bürgerrechtsbewegungen in Ostmitteleuropa.[1] Von 1984 bis 1989 war sie Wissenschaftslektorin bei verschiedenen Verlagen und 1989 Mitbegründerin des Ost-/Westeuropäischen Kultur- und Studienzentrums "Palais Jalta" in Frankfurt.[2] Bis 1994 war sie verantwortliche Redakteurin der Frankfurter Hefte/Neue Gesellschaft und von 1995 bis 1998 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Hamburger Institut für Sozialforschung angestellt.

1999 promovierte Ackermann zur Dr. rer. soc. an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Am 23. und 24. Juni 2000 organisierte Ackermann in Berlin eine Tagung zum 50. Jubiläumsjahr des Kongresses für kulturelle Freiheit (CCF).[3] 2002 gründete sie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie für Wissenschaften das Europäische Forum und leitete es bis 2003.

Seit 2004 ist sie als freie Autorin (Die Welt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, tageszeitung, Frankfurter Rundschau), Soziologiekolumnistin der Zeitschrift Merkur sowie Verfasserin und Moderatorin zahlreicher Rundfunksendungen (NDR, SWR, WDR, DLR Berlin, DLF, hr) tätig.

Von 2008 bis 2014 hatte sie eine Professur mit dem Schwerpunkt Freiheitsforschung und -lehre an der privaten SRH Hochschule Heidelberg inne. 2009 gründete sie dort das John Stuart Mill Institut für Freiheitsforschung und leitet es seitdem.[4][5]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Antitotalitäre Traditionen im Kulturvergleich. Ein deutsch-französischer Intellektuellenstreit. Gießen 1999 (PDF; 517 KB). (Dissertation)
  • Sündenfall der Intellektuellen. Ein deutsch-französischer Streit von 1945 bis heute. Klett-Cotta, Stuttgart 2000, ISBN 3-608-94278-5.
  • (Hrsg.:) Versuchung Europa. Stimmen aus dem Europäischen Forum. Humanities Online, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-934157-25-4.
  • (Hrsg.:) Welche Freiheit. Plädoyers für eine offene Gesellschaft. Matthes & Seitz, Berlin 2007, ISBN 978-3-88221-885-5.
  • Eros der Freiheit. Plädoyer für eine radikale Aufklärung. Klett-Cotta, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-608-94305-4[6]
  • (Hrsg.:) Freiheit in der Krise? Der Wert der wirtschaftlichen, politischen und individuellen Freiheit. Humanities Online, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-934157-98-9.
  • (Hrsg.:) Freiheitsindex Deutschland 2011. Humanities Online, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-941743-19-9.
  • (Hrsg.:) John Stuart Mill, Freiheit und Gleichberechtigung, Ausgewählte Werke, Band 1. Murmann Verlag, Hamburg 2012, ISBN 978-3-86774-177-4.
  • (Hrsg.:) John Stuart Mill, Bildung und Selbstentfaltung, Ausgewählte Werke, Band 2. Murmann Verlag, Hamburg 2013, ISBN 978-3-86774-178-1.
  • (Hrsg.:) Freiheitsindex Deutschland 2012. Humanities Online, Frankfurt am Main 2013, ISBN 978-3-941743-37-3.
  • (Hrsg.:) Im Sog des Internets. Öffentlichkeit und Privatheit im digitalen Zeitalter. Humanities Online, Frankfurt am Main 2013, ISBN 978-3-941743-35-9.
  • (Hrsg.:) Freiheitsindex Deutschland 2013. Humanities Online, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-941743-39-7.
  • (Hrsg.:) John Stuart Mill, Individuum, Moral und Gesellschaft, Ausgewählte Werke, Band 3.1. Murmann Verlag, Hamburg 2014, ISBN 978-3-86774-198-9.
  • (Hrsg.:) Freiheitsindex Deutschland 2014. Humanities Online, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-941743-45-8.
  • (Hrsg.:) Selbstbestimmung oder Fremdbestimmung? Soziales Leben im Internet. Humanities Online, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-941743-55-7.
  • (Hrsg.:) John Stuart Mill, Freiheit, Fortschritt und die Aufgaben des Staates, Ausgewählte Werke, Band 3.2. Murmann Verlag, Hamburg 2015, ISBN 978-3-86774-199-6.
  • (Hrsg.:) Freiheitsindex Deutschland 2015. Humanities Online, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-941743-57-1.
  • (Hrsg.:) Genuss - Askese - Moral. Über die Paternalisierung des guten Lebens. Humanities Online, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-941743-59-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografie. ulrike-ackermann.de, abgerufen am 26. Dezember 2012.
  2. "...sich als Verein gegründet", Dorothea Rein vom Verlag Neue Kritik ...war an den Gründungsplänen des Palais Jalta beteiligt
  3. 23. und 24. Juni 2000 Jubiläumskongress "Freiheit in die Offensive" auf der Website von Ackermann
  4. [[[Kategorie:Wikipedia:Weblink offline ]]@1@2Vorlage:Toter Link/www.hochschule-heidelberg.de (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven) Leitung: Ulrike Ackermann.] Website der SRH Hochschule Heidelberg, abgerufen am 18. Dezember 2014.
  5. http://www.mill-institut.de/impressum/
  6. In seiner Rezension resümiert Hans-Martin Lohmann: „Was sie über den zeitgenössischen Islam zu sagen hat, erinnert in seiner Grobschlächtigkeit freilich eher an die Phobien Henryk M. Broders (Hurra, wir kapitulieren!) als an vernünftige Analyse...Es gibt Bücher, die wirken wie aus der Zeit gefallen. Ulrike Ackermanns Eros der Freiheit ist ein solches Buch,“ (DIE ZEIT, 27. November 2008 Nr. 49)