Ulrike Helmer Verlag

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Der Ulrike Helmer Verlag ist ein unabhängiger deutscher Buchverlag mit Sitz in Sulzbach / Taunus. Gegründet wurde er 1987 in Frankfurt am Main von der Sozialwissenschaftlerin Ulrike Helmer, die ihn bis heute leitet. Seit 1995 war der Verlagssitz Königstein im Taunus, bis im Jahr 2008 der Umzug nach Sulzbach am Taunus erfolgte. Seit 2018 sitzt der Verlag in Roßdorf bei Darmstadt.

2009 wurde die Verlegerin mit der Auszeichnung Bücherfrau des Jahres des Branchen-Netzwerkes BücherFrauen e.V geehrt[1], im Jahr 2004 erhielt sie den Dr. Gabriele Strecker Preis.

Der Verlag ist Mitglied des Freundeskreises der Kurt Wolf Stiftung zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene.

2015 präsentierte sich der Verlag zum 25. Mal auf der Frankfurter Buchmesse.

Ulrike Helmer (2012)

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben wissenschaftlicher Fachliteratur veröffentlicht der Verlag Romane und Krimis ebenso wie Sachbücher und Biografien. Im Zentrum des Programms steht dabei ein kritischer Blick auf die Geschlechterverhältnisse. Bislang erschienen sind rund 500 Titel.

Seine interdisziplinären Publikationen aus Frauen- und Geschlechterforschung, Gender und Queer Studies haben ihre Schwerpunkte in den Bereichen Sozial- und Politikwissenschaften, Geschichte, Pädagogik, Literatur- und Kulturwissenschaft. In der »edition klassikerinnen« wurden wichtige historische Werke, etwa von Fanny Lewald, wieder zugänglich gemacht. Die Sachbücher greifen soziale, politische oder (gesellschafts-)psychologische Fragen auf. Biografien berichten von Frauen, die nicht unbedingt prominent oder rundum vorbildhaft sein müssen, um zum Nachdenken anzuregen, wie beispielsweise Victoria Woodhull, Amerikas erste Präsidentschaftskandidatin (Antje Schrupp, »Vote for Victoria!«).

In der Belletristik sind zugleich soziale Themen wie zum Beispiel Migration oder Behinderung eingewoben, die für thematische Vielfalt sorgen und Perspektiven öffnen. So reduzieren sich Romane, die sich z. B. um Liebesgeschichten zwischen Frauen drehen, weder auf das Thema lesbisches Leben noch auf lesbische Leserinnen. Belletristik-Autorinnen des Verlages sind u. a. Carolin Schairer, Daniela Schenk, Veneda Mühlenbrink und Mirjam Müntefering.

Unter dem Imprint CRiMiNA erscheinen Krimis, in denen es weniger um Blutrausch als um psychologische Abgründe und komplexe Lebensumstände geht. »Mutterwut« von Marianne Bunes erzählt beispielsweise von Bevormundung als psychischer Gewalt, die eine Mutter an ihrer erwachsenen Tochter verübt.

Viele der Bücher erscheinen zusätzlich als E-Books.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erfolgreich mit neuem Feminismus. Seit 20 Jahren trotzt der Ulrike Helmer Verlag der Männerdominanz. In: Buchhändler heute 10, 2007, ISSN 0007-2796, S. 64.
  • Jutta Perino: Von Beruf Verlegerin. In: Frankfurter Neue Presse ZDB-ID 126029-7, vom 16. Juli 2007.
  • Klamotten fürs Hirn – 20 Jahre Ulrike Helmer Verlag. In: Virginia März 2008, Nr. 43, ISSN 1610-5192, S. 4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.buecherfrauen.de/ BücherFrauen e.V.