Ulrike Krumbiegel

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Ulrike Krumbiegel (2. v. l.) beim Festival Großes Fernsehen 2013

Ulrike Krumbiegel (* 16. Dezember 1961 in Ost-Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrike Krumbiegel absolvierte ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Bereits während ihrer Studienzeit spielte sie 1981 im Fernsehfilm Komm mit mir nach Chicago die Hauptrolle der 17-jährigen Anja unter der Regie von Bodo Fürneisen. Weitere Film- und Fernsehaufgaben für die DEFA und das Fernsehen der DDR folgten.

Ihr erstes Bühnenengagement bekam sie am Schweriner Theater. 1986 wechselte sie zum Deutschen Theater Berlin, wo sie fünfzehn Jahre lang festes Ensemblemitglied war. Wichtige Rollen waren hier das Klärchen in Goethes Egmont und die Eve in Kleists Der zerbrochne Krug. Weitere Stationen waren das Berliner Ensemble, die Münchener Kammerspiele, das Maxim-Gorki-Theater, das Residenztheater des Bayrischen Staatsschauspiels.

Auch nach der Wende erhielt Ulrike Krumbiegel Rollen in Film- und Fernsehproduktionen, wie beispielsweise in Dietmar Kleins Komödie Der Erdnussmann als Linda (1992) oder in Im Namen der Unschuld (1997) als Sandra Wegmann. In Bella Block spielt sie Silke Voss, die Frau des Teppichlegers, die Zeugin einer Vergewaltigung wird, und in Nachtschicht spielt sie die Lehrerin Violetta Kiesewetter.

2003 spielt Krumbiegel eindrucksvoll die Hauptrolle der Dina Grossmann in Geschlecht: weiblich und wird dafür mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Bis 2013 spielt sie insgesamt zehn Jahre an der Seite von Dieter Pfaff Clara Born, die Lebensgefährtin des Psychotherapeuten Bloch.

Wiederholt spielt Ulrike Krumbiegel im Tatort mit: „Buntes Wasser“ (1996), „Zahltag“ (2002), „Sechs zum Essen“ (2004) als Sofie Reber, „Ausser Gefecht“ (2004) als Krankenpflegerin Inge Kehrer, „Das namenlose Mädchen“ (2007) als Simone Mende, „Unter uns“ (2007) als Bea Kubitz, im Münsteraner Tatort „Summ, Summ, Summ“ (2013) als Ina Armbaum und aktuell im Februar 2018 im Dortmunder Tatort „Tollwut“.

Auch im Polizeiruf 110 spielt Krumbiegel wiederholt verschiedene Rollen: „Freunde“ (1984) als Angelika Sladowski, „Explosion“ (1987) als Frau Kerner, „Totes Gleis“ (1994) als Beatrice, „Der Tausch“ (1997) als Katja Kraatz und „Jenseits“ (2007) als Nina Hausner. Die aktuellste Folge ist Muttertag (2017).

Für die ARD-Reihe Alles Verbrecher stand sie neben Daniel Rodic als Kommissarin Herta Frohwitter vor der Kamera. In Mutter reicht's jetzt (2016) spielt sie die Hauptrolle der Barbara Weller.

Aktuell am 18.01.2018 lief im Kino der Film Die Anfängerin mit ihr in der Hauptrolle an. Sie spielt darin die Ärztin Dr. Annebärbel Buschhaus, die es nach mehreren Schicksalsschlägen zufällig an ein Eislaufstadion verschlägt. Der Film stellt für Ulrike Krumbiegel eine Besonderheit dar, weil sie hier auch einer ihrer Freizeitbeschäftigungen nachgehen konnte, dem Eislaufen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für ihre Leistung im Fernsehfilm Geschlecht: weiblich von Dirk Kummer erhielt sie 2003 den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Schauspielerin – Hauptrolle“. Im Jahr 2008 erhielt Krumbiegel die Goldene Kamera als beste Schauspielerin. Sie wurde damit für ihre Rolle in Polizeiruf 110: Jenseits geehrt. Sie gelangte in die Vorauswahl zum Deutschen Filmpreis 2009 in der Kategorie „Beste darstellerische Leistung – weibliche Nebenrolle“ für Anonyma – Eine Frau in Berlin. Für den Deutschen Fernsehpreis 2010 wurde sie als „Beste Schauspielerin“ (für ihre Rolle in Der verlorene Vater) nominiert.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ulrike Krumbiegel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien