Ulrike Müller (Politikerin)

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Ulrike Müller (2012)

Ulrike Müller (* 7. Dezember 1962 in Augsburg) ist eine deutsche Politikerin (Freie Wähler). Sie war von 2008 bis Ende September 2014 Abgeordnete im Bayerischen Landtag und wurde bei der Europawahl 2014 und bei der Europawahl 2019[1] in das Europäische Parlament gewählt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach ihrer Mittleren Reife an der Agnes-Bernauer-Realschule in Augsburg machte Müller eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin. Sie bewirtschaftet mit ihrer Familie den milchwirtschaftlich ausgerichteten Bauernhof im Oberallgäu. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Politisches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1996 bis 2008 war sie Gemeinderätin in Missen-Wilhams (von 2002 bis 2008 auch 2. Bürgermeisterin) und von 1996 bis 2014 auch Mitglied des Kreistages von Oberallgäu (von 2002 bis 2008 auch stellvertretende Landrätin).

Bei der Landtagswahl 2008 kandidierte sie im Stimmkreis Kempten, Oberallgäu, und zog über einen Listenplatz im Wahlkreis Schwaben erstmals in den Bayerischen Landtag ein. Sie war dort von 2008 bis 2014 Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, bis November 2013 auch agrar- und ernährungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der Freien Wähler. Seit Oktober 2013 war sie bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Landtag Ende September 2014 stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler sowie deren forst- und jagdpolitische Sprecherin.[2]

Für die Europawahl nominierten die Freien Wähler Ulrike Müller als Spitzenkandidatin.[3] Im März 2014 trat sie der Europäischen Demokratischen Partei (EDP) bei. Sie wurde bei der Europawahl am 25. Mai 2014 in das Europäische Parlament gewählt.[4] Im Dezember 2014 wurde sie einstimmig zur Vize-Präsidentin der EDP gewählt, die im Europaparlament der Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE) angehörte.[5]

Im EU-Parlament ist sie seit Dezember 2017 Vorsitzende der Delegation für die Beziehungen zu Australien und Neuseeland sowie seit 2014 Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung. Von 2014 bis 2019 war sie zudem Delegierte für die Beziehungen zu den Ländern Südasiens, 2018 gehörte sie dem Sonderausschuss für das Genehmigungsverfahren der EU für Pestizide an. Seit ihrer Wiederwahl 2019 sitzt sie in der Fraktion Renew Europe (Nachfolgerin der ALDE-Fraktion) und ist Mitglied des Petitionsausschusses.[6] Im November 2019 wurde sie zur stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden (executive vice-president) der Europäischen Demokratischen Partei gewählt.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ulrike Müller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alphabetisches Verzeichnis aller Gewählten - Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 27. Mai 2019.
  2. http://www.bayern.landtag.de/de/abgeordnete_4461.php?sURL=/www/lebenslauf/lebenslauf_555500000349.html
  3. http://www.presseportal.de/pm/108038/2652451/freie-waehler-stellen-erste-positionen-im-europawahlkampf-vor-mueller-und-wiegand-fuer-ein-europa
  4. Archivierte Kopie (Memento vom 28. Mai 2014 im Internet Archive)
  5. EU-Wahl 2014 Freie Wähler in EDP (Memento vom 6. März 2014 im Internet Archive)
  6. Home | Ulrike MÜLLER | Abgeordnete | Europäisches Parlament. Abgerufen am 18. Februar 2020.
  7. François Bayrou unanimously re-elected President of the European Democratic Party. 29. November 2019.