Ulrike Meinhof

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Ulrike Meinhof als junge Journalistin (um 1964)
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Ulrike Marie Meinhof (* 7. Oktober 1934 in Oldenburg; † 9. Mai 1976 in Stuttgart-Stammheim) war eine bekannte deutsche Journalistin und spätere Terroristin.

Seit ihrer Studienzeit in den 1950er Jahren war sie politisch engagiert, zuerst in der Bewegung Kampf dem Atomtod, dann in der APO. 1970 nahm sie an der Baader-Befreiung teil, gründete die Rote Armee Fraktion (RAF) mit und verfasste deren ideologisches Konzept.

Im Mai 1972 verübte die RAF sechs Sprengstoffanschläge mit vier Todesopfern und dutzenden Verletzten. Im Juni 1972 wurde Meinhof verhaftet und im November 1974 wegen Mordversuchs bei der Baader-Befreiung zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Ab 1975 war sie Mitangeklagte im Stammheim-Prozess gegen die Führungsmitglieder der RAF und wurde zumindest für einen der sechs Anschläge verantwortlich gemacht. Vor dem Verfahrensabschluss wurde sie in ihrer Zelle in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim erhängt aufgefunden. Zwei Obduktionen schlossen Fremdeinwirkung aus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meinhof wurde als Tochter des Kunsthistorikers Werner Meinhof geboren. Ihre frühe Kindheit verbrachte sie in Oldenburg. Mit der Anstellung des Vaters im Stadtmuseum Jena folgte der Umzug 1936 in die Saalestadt. 1940 starb ihr Vater an Krebs. Die Mutter Ingeborg Meinhof entschied sich, ein Studium der Kunstgeschichte aufzunehmen. In diese Zeit fielen die ersten Kontakte zu Renate Riemeck, einer Kommilitonin der Mutter. Auf der Suche nach einem Zimmer wurde Renate Riemeck Untermieterin bei den Meinhofs und war viele Jahre eine wichtige Vertrauensperson für Ulrike Meinhof. Mit zehn Jahren erlebte die junge Ulrike den Einmarsch der Amerikaner in Jena und das Ende des Zweiten Weltkriegs. Anschließend zogen Ingeborg Meinhof und Renate Riemeck nach Bad Berneck im Fichtelgebirge und 1946 wieder nach Oldenburg. Drei Jahre später starb Ingeborg Meinhof. Der Historikerin Renate Riemeck wurde die Vormundschaft für die damals 14-jährige Ulrike und ihre ältere Schwester Wienke (* 1931 in Oldenburg) übertragen.[1]

Ulrike Meinhof besuchte von 1946 bis 1952 die Liebfrauenschule Oldenburg und für einige Zeit auch die Rudolf-Steiner-Schule in Wuppertal. 1955 legte sie ihr Abitur am Gymnasium Philippinum Weilburg ab, wo sie die Schülerzeitung Spektrum gegründet hatte.

Studienzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach ihrem Abitur zog Meinhof nach Marburg und begann im April 1955 ein Studium der Psychologie, Pädagogik und Germanistik. Die Studienstiftung des deutschen Volkes förderte ihr Studium.[2] Im Wintersemester 1955 gab Meinhof die Fächer Psychologie und Germanistik auf und wechselte zu Kunstgeschichte und Geschichtswissenschaft. Sie besuchte regelmäßig die Universitätskirche, deren Pfarrer Karl Bernhard Ritter die Michaelisbruderschaft in der Berneuchener Bewegung gegründet hatte.[3] Diese setzte sich für die Aufnahme katholischer Liturgie-Elemente in den evangelischen Gottesdienst ein.[4]

Seit Sommer 1956 las Meinhof Publikationen von Atomwaffen-Gegnern (Robert Jungk, Karl Bechert), christlichen Pazifisten (Friedrich Wilhelm Foerster) und antifaschistischen Theologen (Karl Barth, Dietrich Bonhoeffer). Sie sympathisierte mit dem Appell der Göttinger Achtzehn vom April 1957, der jedoch in Marburg kaum Unterstützer fand. Zum Wintersemester 1957 wechselte sie an die Westfälische Wilhelms-Universität in Münster (Westfalen). Dort schrieb sie regelmäßig Artikel für zwei studentisch-christliche Zeitschriften, in denen sie den Widerstand gegen Atomwaffen aus dem Neuen Testament begründete. Angeregt von Elisabeth Heimpel gründete sie im April 1958 einen „Studentischen Arbeitskreis für ein atomwaffenfreies Deutschland“, um die Bewegung Kampf dem Atomtod zu unterstützen. In einem Flugblatt dazu erklärte sie, die atomare Aufrüstung gehe Jeden an und erfordere wie in der NS-Zeit rechtzeitigen Widerstand: „Wir wollen uns nicht noch einmal wegen 'Verbrechen gegen die Menschlichkeit' vor Gott und den Menschen schuldig bekennen müssen.“[5]

Am 20. Mai 1958 veranstalteten Atomwaffengegner an elf westdeutschen Universitäten eine gemeinsame Kundgebung. Meinhof sprach dabei in Münster erstmals öffentlich. Ab Juni bereitete sie einen Anti-Atom-Kongress in West-Berlin mit vor, gründete dazu die Studentenzeitschrift Das Argument und berichtete darin zusammen mit Jürgen Seifert laufend über die Arbeit der westdeutschen Anti-Atom-Ausschüsse.[6] Sie freundete sich mit Reinhard Opitz an, der die Zusammenarbeit der Zeitschrift konkret mit einigen Anti-Atom-Ausschüssen organisierte. Er war Mitglied der KPD, die das Bundesverfassungsgericht 1956 verboten hatte.[7]

Im Juli 1958 trat Meinhof in den SDS ein, dessen Münsteraner Gruppe die Proteste gegen Atomwaffen unterstützte. Im Hauptausschuss der Anti-Atom-Initiativen setzte sie durch, dass mit konkret kooperierende lokale Initiativen geduldet wurden. Im September traf sie erstmals den Hamburger konkret-Redakteur Klaus Rainer Röhl. Ende Oktober trat sie nach einem Treffen mit westdeutschen Kommunisten in Ostberlin in die KPD ein. Ihr damaliger Verlobter Lothar Wallek wollte sie daraufhin nicht mehr heiraten.[8]

Sie schrieb Artikel für die SDS-Blätter david und standpunkt.[9] Von November bis Dezember 1958 war sie Mitglied des AStA der Universität Münster, wurde aber ausgeschlossen, nachdem sie im AStA-Organ einen Artikel über Neofaschismus veröffentlicht hatte. In argument-Artikeln zur Berlin-Krise befürwortete sie den Rapacki-Plan für eine atomwaffenfreie Zone in Mitteleuropa und die Entmilitarisierung ganz Berlins, lehnte die Hallstein-Doktrin ab und kritisierte die Regierungspolitik Konrad Adenauers als „Wiederaufleben eines militanten deutschen Größenwahns und Revanchegeists“.[10]

Beim „Studentenkongress gegen Atomrüstung“ am 3. und 4. Januar 1959 in West-Berlin beantragte Meinhof erfolgreich die Direktwahl der Konferenzleitung, in die daraufhin auch von der SPD unabhängige Delegierte gewählt wurden. Diese erreichten gegen die SPD-Delegierten unter Helmut Schmidt eine große Mehrheit für eine Resolution, die direkte Verhandlungen beider deutscher Staaten über einen Friedensvertrag, über Abrüstung und Zwischenschritte zur Wiedervereinigung verlangte.[11] Meinhof bereitete auch den Frankfurter „Kongress für Demokratie – gegen Restauration und Militarismus“ vom Juni 1959 mit vor. Dieser forderte mit einer von ihr verfassten Resolution die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht, den Ausschluss ehemaliger Wehrmachtsoffiziere aus der Bundeswehr, Verhandlungen mit der DDR zur schrittweisen Wiedervereinigung und die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als gesamtdeutsche Ostgrenze.[12] Infolge dieser Beschlüsse plante der SPD-Parteivorstand, den SDS stärker zu kontrollieren und linke SDS-Mitglieder auszuschließen. Ein von ihm veranlasstes „konkret-Dossier“ zählte Meinhof zu jenen 13 „Schlüsselpersonen“, die er für eine kommunistische Unterwanderung des SDS verantwortlich machte. Ihre Mitarbeit bei konkret sei mit der SDS-Mitgliedschaft unvereinbar.[13]

Als der SDS-Bundesvorstand sich diese Linie zu eigen machte und der SDS Münster einige Ausschlussverfahren einleitete, trat Meinhof im Juli 1959 mit vier weiteren konkret-Mitarbeitern aus ihm aus. Parallel zu diesen Vorgängen studierte sie weiter Philosophie, wie die Frühschriften Friedrich Nietzsches, und Kunstgeschichte, etwa Architektur der Renaissance und das Werk von Giovanni Lorenzo Bernini. Seit März 1959 hatte sie eine Liebesbeziehung mit Klaus Rainer Röhl, die sie jedoch im Juli beendete. Danach besuchte sie die siebten Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Wien, die sie als freies internationales Diskussionsforum erlebte. Sie plante einen Umzug nach Hamburg, um an der dortigen Universität zu promovieren und in die Redaktion von konkret einzusteigen.[14]

Ende August 1959 studierte Meinhof für ihre Dissertation zu dem Pädagogen und Philosophen Erhard Weigel einen Monat lang in Jena. In einem nicht abgesandten Bericht für ihre Schwester lobte sie den Bildungsgrad vieler DDR-Bürger und kritisierte den Dogmatismus mancher Funktionäre der SED. Im Dezember 1960 brach sie ihre Dissertation ab, um sich ganz der politischen Arbeit zu widmen.[15]

Journalistin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab Oktober 1959 gehörte Meinhof als einzige Frau zur siebenköpfigen Redaktion der Zeitschrift konkret, zuständig für die Themen Außenpolitik, Presseschau, bildende Kunst und die Titelbilder. Die KPD-Leitung in Ostberlin, die konkret inoffiziell kontrollierte, bot Meinhof die Chefredaktion an. Sie lehnte aus Loyalität zu Röhl ab, den sie irrtümlich für den Gründer des Blattes hielt. Sie ermöglichte Künstlern wie Frans Masereel und Thomas Lenk und Prominenten wie Erich Kuby, Hans Magnus Enzensberger, Simone de Beauvoir und Pablo Neruda Gastbeiträge.[16] Ihr erster Leitartikel „Der Friede macht Geschichte“ begrüßte das vorausgegangene Treffen zwischen den Staatsführern Nikita Chruschtschow (Sowjetunion) und Dwight Eisenhower (USA) als Ende des Kalten Krieges, das eine andere deutsche Politik erfordere.[17] Sie kritisierte Folter der Kolonialmacht Frankreich im Algerienkrieg, unterstützte die kubanische Revolution und las Werke von Mao Zedong.[18]

1960 entzog ein CDU-Kultusminister Renate Riemeck als erster Hochschullehrerin wegen ihres Engagements gegen Atomwaffen und ihrer DDR-Kontakte die Prüfungszulassung. Dagegen protestierte Meinhof mit vielen Initiativen. Danach engagierte sie sich für die neu gegründete Deutsche Friedensunion (DFU), die ein neutrales, atomwaffenfreies Gesamtdeutschland anstrebte und von der SED gefördert wurde. Sie traf dazu den DDR-Politiker Albert Norden und drehte einen Wahlwerbespot. Weil die KPD Röhl als Wahlkampfleiter der DFU vorsah, übernahm Meinhof im März 1961 die Chefredaktion von konkret. Infolge des Mauerbaus (13. August 1961) erreichte die DFU bei der Bundestagswahl 1961 keine Mandate.[19]

Im Mai 1961 schrieb Meinhof im Leitartikel „Hitler in Euch“: So wie ihre Generation nach Hitler frage, werde sie einst nach Franz-Josef Strauß gefragt werden. Strauß trieb als Bundesverteidigungsminister damals die Atombewaffnung der Bundeswehr voran und klagte gegen Meinhofs Satz. Ihr Verteidiger Gustav Heinemann, der wegen der Wiederbewaffnung 1950 als Innenminister zurückgetreten war, erreichte, dass die Klage 1962 abgewiesen wurde. Dieser Prozess machte Meinhof bundesweit bekannt.[20]

Im Dezember 1961 heiratete Meinhof Röhl und zog mit ihm in eine eigene Wohnung. Mit Artikeln gegen deutsche Notstandsgesetze, Aufrufen zu den Ostermärschen und über die „Neue Linke“ erschloss sie konkret neue Leserkreise. Auch manche Aspekte der DDR-Politik kritisierte das Blatt als militaristisch. Daraufhin verlangte die KPD-Leitung im Juni 1962 ultimativ, die „Hetze gegen die DDR“ einzustellen, und drohte, die Redaktion auszutauschen.[21]

Im September 1962 gebar Meinhof ihre Zwillingstöchter Regine und Bettina Röhl. Im Artikel „Die Würde des Menschen“ beschrieb sie die geplante Notstandsgesetzgebung als staatsstreichartige Abkehr von den Zielen des Grundgesetzes. Im Oktober wurde sie wegen eines Tumorverdachts operiert, erlitt eine Woche lang traumatische Schmerzen und konnte ihre Kinder drei Monate lang nicht sehen. Seitdem geriet ihre Ehe mit Röhl in eine Krise.[22]

Nach der Ermordung von John F. Kennedy im Juni 1963 empfahl sie der Bundesregierung, sich nun vom „großen Bruder“ USA zu lösen und eigenständige Außenpolitik zu betreiben.[23]

Im Juni 1964 verlangte KPD-Vertreter Josef Angenfort von der konkret-Redaktion, den Namen des Blattes abzutreten und die Inhalte kontrollieren zu lassen, sonst werde die KPD ihre Finanzhilfen einstellen. Meinhof bat ihn darum, Röhl als Redakteur zu behalten, ihm die Namensrechte zu überlassen und etwa 80.000 DM Defizit mitzutragen. Als Angenfort ablehnte, traten sie und Röhl aus der KPD aus. Diese ließ Röhl die Namensrechte und mit KPD-Mitteln angeschaffte Geräte. Meinhof und Röhl führten die Zeitschrift durch gut bezahlte Privatanzeigen westdeutscher Verlage weiter. Sie arbeitete fortan als freiberufliche Journalistin für konkret und einige westdeutsche Rundfunkanstalten, schlug deren Angebote für eine feste Anstellung jedoch aus. Nach ihrem Bericht über den NS-Prozess gegen den Holocaust-Täter Karl Wolff bot der HR ihr eine Hörfunksendung zum Warschauer Ghetto an. Dazu befragte sie den Holocaustüberlebenden Marcel Reich-Ranicki. Er lobte später ihr aufrichtiges Interesse. Weitere Angebote folgten; besonders erfolgreich war ihr Beitrag „Arbeitsunfälle“ für die NDR-Sendung Panorama vom 24. Mai 1965.[24] Der HR lehnte Meinhofs Themenwahl nie ab, weil ihre Beiträge stets gründlich recherchiert und konzeptionell durchdacht waren. Sie ließ Originaltexte von professionellen Sprechern vortragen und verband sie mit Spielszenen.[25]

Seit der Trennung von der KPD wurde konkret kommerzialisiert. Titelbilder mit nackten Frauen im Zuge der damaligen „sexuellen Revolution“ steigerten die Auflage. Meinhofs Artikel erschienen dagegen mit Passbild und Signatur der Autorin. Sie verantwortete nun ihre eigene Linie und kritisierte zuweilen auch ihre Redaktion. Das trug zum bundesweiten Erfolg des Blattes in der entstehenden APO bei.[26] Nach der Spiegel-Affäre bezeichnete sie Strauß im Oktober 1964 als „infamsten deutschen Politiker“. Diesmal hatte Strauß mit seiner Unterlassungsklage dagegen Erfolg. 1965 produzierte sie Rundfunkbeiträge über „Gastarbeiter“ und „Heimkinder in der Bundesrepublik“. Diese Randgruppen hatte zuvor kaum ein Medium behandelt. Für die Bundestagswahl 1965 wollte sie den konkret-Lesern erneut die DFU empfehlen, woraufhin Röhl Wahlaufrufe von Günter Grass für die SPD abdruckte.[27]

Im Dezember 1965 stellte der NDR die beliebte Satiresendung „Hallo Nachbarn“ ein. Auf Initiative Meinhofs demonstrierten etwa 15 Personen vor dem NDR-Gebäude dagegen, begleitet von einem großen Polizeiaufgebot. Der NDR setzte Meinhofs geplante Reportage zum Grubenunglück von Lengede von 1963 ab. Ihr Leitartikel „Lohnkampf“ kritisierte, dass die Gesamtmetall-Arbeitgeber und die damalige Bundesregierung unter Ludwig Erhard Ausländerfeindlichkeit zum Senken des Lohnniveaus benutzten. Seit März 1966 engagierte sich Meinhof öffentlich gegen den Vietnamkrieg. Sie nahm am folgenden Ostermarsch teil, wo die Kriegsgegnerin Joan Baez aus den USA auftrat, und kritisierte, dass bundesdeutsche Medien kaum darüber berichteten. Im Juli 1966 organisierte sie eine Protestaktion für Joachim Fest, den der NDR wegen seines kritischen „Panorama“-Beitrags über die Notstandsgesetze entlassen hatte. Durch Teilnehmerberichte über Polizeiverhöre erfuhr sie, dass die Polizei ihre Telefonate mit Freunden abgehört hatte. Seither arbeitete sie nicht mehr für den NDR.[28]

Im September 1966 erschien Meinhofs Artikel „Flucht aus dem Mädchenheim“ und ihre Radiosendung über „Heimkinder in der Bundesrepublik“. Darin forderte sie ein Verbot jeder Art von Gewalt gegen Kinder und selbstbestimmtes Lernen, ähnlich wie die Antiautoritäre Erziehung. Am 30. November traf sie in Ostberlin die SED-Vertreter Friedrich Karl Kaul und Gerhard Dengler, um Material zum Verhalten des Bundespräsidenten Heinrich Lübke in der NS-Zeit zu erhalten und in der Bundesrepublik zu veröffentlichen. konkret hatte zuvor das von der SED herausgegebene Braunbuch über Kriegs- und NS-Verbrecher in der Bundesrepublik und Berlin (West) mit bekannt gemacht.[29]

Die am 1. Dezember 1966 gebildete Große Koalition kommentierte sie: Die SPD habe seit dem Godesberger Parteitag 1959 auf ihren Regierungseintritt hingearbeitet. Alle Erwartungen an die SPD seien daher Selbsttäuschung gewesen. Mit Röhl und anderen Linksintellektuellen besuchte sie Feste, die der von der CIA finanzierte Kongress für kulturelle Freiheit in Hamburg veranstaltete. Dabei diskutierte sie mit konservativen Journalisten wie Peter Coulmas und plante ein Buch zum Thema Emanzipation und Ehe.[30]

Engagement für die APO[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Frühjahr 1967 bat Meinhof den Nationalrat der DDR in Ostberlin um einige 1000 Bauarbeiterhelme für demonstrierende Westberliner Studenten, um sie vor Schlägen der Polizei und gegnerischer Bürger zu schützen. Die Bitte wurde geprüft, aber nicht erfüllt. Den Militärputsch in Griechenland von 21. April 1967 deutete sie in der Juni-Ausgabe von konkret als Bedrohung auch der bundesdeutschen Demokratie: In Griechenland sei der Notstand ausgeführt worden, den die Notstandsgesetze in der Bundesrepublik ermöglichen würden. Damit lasse sich eine politisch erfolgreiche Opposition, die derzeit in der Bundesrepublik fehle, ebenso leicht entmachten. Sie vertraute also der parlamentarischen Opposition nicht mehr.[31]

In derselben Ausgabe schrieb Meinhof zum bevorstehenden Schah-Besuch 1967 einen stark beachteten „Offenen Brief an Farah Diba“, die Gattin des Schah. Darin erinnerte sie an den gewaltsamen Sturz des demokratisch gewählten Schahvorgängers Mohammad Mossadegh, schilderte nach Angaben von Bahman Nirumand Analphabetismus, Armut und hohe Kindersterblichkeit im Iran und kritisierte, dass westdeutsche Medien lieber über die Garderobe der Schahgattin als über das Elend der Bevölkerung berichteten.[32] Zudem verfasste sie die satirische Glosse „Spiegel an Springer verkauft“, weil eine Druckerei des Springer-Verlags die Zeitschrift Der Spiegel damals druckte. Weil dessen Redaktion eine einstweilige Verfügung gegen diese konkret-Ausgabe erwirkte, wurde Meinhofs „Offener Brief“ in hoher Auflage nachgedruckt und an vielen Hochschulen verteilt.[33]

Die Erschießung des Demonstranten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 kommentierte Meinhof in der Fernsehsendung „Stimme und Reportage“: Die Proteste gegen einen Polizeistaatschef (den Schah) hätten den eigenen Staat als Polizeistaat entlarvt. Die APO habe die Bereitschaft der Regierenden zum „offenen Terror“ gegen Demokraten gezeigt, die grundgesetzlich verbriefte Rechte wahrnahmen. In einer konkret-Kolumne forderte sie, den Springerverlag zu enteignen, weil dessen Zeitungen Bürger zu Selbstjustiz an linken Studenten aufgerufen hatten und somit für Ohnesorgs Erschießung mitverantwortlich seien.[34]

Fortan unterstützte sie die APO als Teil jener linken Opposition, die sie seit den 1950er Jahren angestrebt hatte. Die Gleichgültigkeit vieler Hamburger Linker gegenüber Ohnesorgs Erschießung stieß sie ab. Es zog sie dorthin, wo die APO am aktivsten war. Infolge weiterer Affären Röhls und politischer Differenzen trennte sie sich im Oktober 1967 von ihm und reichte den Scheidungsantrag ein. Um das Sorgerecht für ihre Töchter zu erhalten, blieb sie zunächst in Hamburg. Nach der Scheidung im April 1968 zog sie mit ihnen nach West-Berlin.[35]

Damals wandte sich der SDS mehrheitlich der antiautoritären Linie Rudi Dutschkes zu. Meinhof traf ihn Anfang 1967 erstmals und sah ihn als politischen Freund. Sie las nun in der Neuen Linken einflussreiche Werke von Herbert Marcuse, Frantz Fanon und anderen. Sie beteiligte sich an der Suche der APO nach wirksamen Aktionsformen gegen den Vietnamkrieg und die als unterdrückend erlebten bundesdeutschen Zustände. Sie kannte das „Organisationsreferat“ vom September 1967, in dem Dutschke und Hans-Jürgen Krahl eine „Stadtguerilla“ zur Unterstützung von Widerstandsbewegungen in der Dritten Welt forderten. Bei einer SDS-Tagung im Oktober 1967 rief sie zu mehr Aufklärung über die Lage von Arbeitern und zu einer stärkeren Verbindung von Studenten- und Arbeiterprotesten auf.[36]

Im Februar 1968 erreichte sie, dass der Schriftsteller Peter Weiss beim „Internationalen Vietnam-Kongress“ des SDS am 17. Februar in der FU wie vorgesehen als Redner auftrat. Die SED hatte Weiss geraten, abzusagen. Meinhof nahm mit Giangiacomo Feltrinelli am Kongress und an der folgenden Großdemonstration gegen den Vietnamkrieg teil. Sie trug das dort beschlossene Programm mit, das eine Kampagne „Zerschlagt die NATO“, materielle Hilfen für die Nationale Front für die Befreiung Südvietnams, Aufrufe zur Desertion an US-Soldaten und Sabotage-Aktionen gegen kriegswichtige Infrastruktur verlangte. Wegen dieser konkreten Ziele und des Zulaufs zur APO hielt Meinhof erstmals reale positive Veränderungen der bundesdeutschen Gesellschaft für möglich.[37]

In Reaktion auf den Mordversuch an Rudi Dutschke am 11. April 1968 versuchte Meinhof mit tausenden Demonstranten, die Auslieferung der Bildzeitung zu verhindern. Deren Aufrufe gegen Dutschke machten die Demonstranten für das Attentat mitverantwortlich. Meinhof nahm an einer Autobarrikade vor der Druckerei des Springerverlags in der Kochstraße teil und reichte Steine als Wurfgeschosse mit nach vorn. Bei einer Studentenversammlung am Folgetag sagte sie: Einen Stein zu werfen und ein Auto anzuzünden, sei strafbar, aber tausend Steine zu werfen und hunderte Autos anzuzünden sei eine politische Aktion. Wie viele andere wurde sie wegen Sachbeschädigung und Nötigung angezeigt. Die Polizei hatte die gesamte Versammlung aufgezeichnet und hielt ihr ihre Aussagen vom 12. April und konkret-Texte vor. So erfuhr sie, dass man sie schon länger beobachtete. Weil der damalige konkret-Mitarbeiter Stefan Aust ihre Aussage bestätigte, sie sei als Reporterin in der Kochstraße gewesen und habe keinen Parkplatz gefunden, wurde sie 1969 freigesprochen.[38]

Im Mai 1968 schrieb sie für konkret den Artikel „Vom Protest zum Widerstand“, in dem sie begrenzte effektive Regelverletzungen als legitimen Widerstand befürwortete, aber zugleich vor irrationaler Gegengewalt aus ohnmächtiger Wut warnte, weil diese der APO schaden werde: „Protest ist, wenn ich sage, das und das paßt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, daß das, was mir nicht paßt, nicht länger geschieht. Gegengewalt, wie sie in diesen Ostertagen praktiziert worden ist, ist nicht geeignet, Sympathien zu wecken, nicht, erschrockene Liberale auf die Seite der Außerparlamentarischen Opposition zu ziehen. Gegengewalt läuft Gefahr, zu Gewalt zu werden, wo die Brutalität der Polizei das Gesetz des Handelns bestimmt, wo ohnmächtige Wut überlegene Rationalität ablöst, wo der paramilitärische Einsatz der Polizei mit paramilitärischen Mitteln beantwortet wird.“[39]

Im August 1968 besuchte Meinhof Dutschke in Rom. Nachdem Truppen des Warschauer Pakts den Prager Frühling am 21. August gewaltsam beendet hatten, schrieb sie: Die kritische Solidarität vieler Linker zur Sowjetunion sei nicht länger fortsetzbar. Das Scheitern des tschechischen Reformkommunismus liege auch an fehlender „Selbstorganisation der Massen“ in „Rätestrukturen“.[40]

Im Oktober 1968 fand der Prozess gegen die Täter der Kaufhaus-Brandstiftungen am 2. April 1968 statt. Gudrun Ensslin gestand ihre Mittäterschaft und bezeichnete die Tat vor Gericht als Irrtum und Fehler. Meinhof befragte sie bei einem Gefängnisbesuch zu ihren Motiven. Im konkret-Artikel „Warenhausbrandstiftung“ kritisierte sie diese Aktionsform als „systemerhaltend“ und „konterrevolutionär“, weil sich die unabsichtliche Gefährdung von Menschen dabei nicht ausschließen lasse und Warenvernichtung die Konsumwelt nicht angreife, sondern eher dem Profitprinzip entspreche, weil Versicherungen dafür aufkämen.[41] Sie sah allerdings ein „progressives Moment“ darin, dass die Aktion jenes Gesetz gebrochen habe, das den Eigentümer schütze, nicht die ausgebeuteten Hersteller der Waren. Sie versuchte diese Straftat also von einer antikapitalistischen Perspektive aus als Nichtbeachtung bestimmter anachronistischer, menschenfeindlicher Gesetze zu deuten.[42]

Im Oktober 1969 verübten APO-Anhänger einen Sabotageanschlag auf ein für portugiesische Kolonien bestimmtes Kriegsschiff der Werft Blohm & Voss. Nach Angaben Jutta Ditfurths wusste Meinhof von dem Plan und bezahlte den Sprengstoff mit, nachdem ihre Bedenken, Menschen könnten verletzt werden, ausgeräumt worden waren. Der Anschlag lag auf der Linie des Vietnamkongresses und wurde von vielen Linken damals gebilligt, verfehlte aber sein Ziel, Medienberichte über deutsche Rüstungsexporte für Kolonialherrschaft zu provozieren.[43]

Trennung von konkret[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meinhof hatte seit Jahren bei konkret pornografische Tendenzen und Auflagensteigerung um jeden Preis abgelehnt. Seit 1968 versuchte sie, den Einfluss der APO auf das Blatt zu stärken. Im Sommer 1968 bot Röhl ihr überraschend die Chefredaktion an. Sie zeigte sich gesprächsbereit, wollte sich aber nicht erneut vereinnahmen lassen. Daraufhin erlaubte Röhl einer Autorengruppe des Berliner SDS, selbst redigierte Artikel in konkret zu publizieren. Er kündigte den Vertrag jedoch nach drei Ausgahen, unter anderem weil die gemeinsamen Artikel durch fehlende Autorennamen zu schlecht verkauft würden. Er behielt einige APO-Vertreter als regelmäßige Autoren, ohne ihnen redaktionelle Mitsprache zu gewähren.

Im Januar 1969 kritisierte Meinhof im Artikel Kolumnismus dieses Konzept. Entgegen seinem linksradikalen Image befriedige das Blatt nur Konsumbedürfnisse nach Marktgesetzen. Die Autoren seien vereinzelt und einem Termindruck und Konkurrenz ausgesetzt, so dass sie oft ungenügend recherchierten und Betroffene zum Objekt machten. Die APO brauche dagegen eine selbstbestimmte Zeitung mit demokratischer Redaktionsarbeit. Röhl betonte dagegen in derselben Ausgabe den Profijournalismus und die Marktlücke, die konkret im Unterschied zum Kursbuch in der APO besetze. Bei einer Redaktionskonferenz im März 1969 beschlossen er und die Berliner APO-Vertreter eine dreiköpfige Chefredaktion, bestehend aus Röhl, Uwe Nettelbeck und Peter Rühmkorf. Meinhof legte dann einen SDS-Aufsatz zur Situation an den Hochschulen vor, den Röhl nicht abdrucken ließ. Daraufhin kündigte sie ihre Mitarbeit mit einer Presseerklärung.[44]

Nettelbeck entließ Gegner Röhls, darunter Meinhofs neuen Freund Peter Homann. Bei einem von ihr initiierten Diskussionsabend am 5. Mai 1969 über konkret beschloss eine Teilnehmermehrheit, zwei Tage darauf die Hamburger konkret-Redaktion zu besetzen, um die Auslieferung der nächsten Ausgabe zu verhindern und Röhl zum Rücktritt zu drängen. Dieser erfuhr vorher davon, ließ die Redaktionsräume räumen und die Besetzer von Polizei festnehmen. Einige richteten danach Sachschäden in Röhls Villa an. Röhl stellte die Aktion in konkret als von Meinhof gelenkten „Gleichschaltungs“-Versuch dar und druckte keine Kolumnen von ihr mehr. Sie verlor einige Freunde, die den Besetzungsversuch als private Racheaktion an Röhl deuteten. Sie ging juristisch gegen die Vorwürfe vor und sah darin eine Ablenkung von der ursprünglich angestrebten Demokratisierung der Redaktion. Erst im Dezember 1969 erklärte der Berliner SDS, sie habe nichts mit der Besetzung zu tun gehabt.[45]

Im Frühjahr 1969 hatte Meinhof einen Lehrauftrag für Publizistik an der FU erhalten. Sie entwickelte mit ihren Studenten Hörfunksendungen; gemeinsam planten sie eine unabhängige, antiautoritäre linke Zeitung. Im November griffen drei Zeitungen des Springerverlags ihre Seminarangebote und Lehrmethoden als Agitationsarbeit der „roten Ulrike“ an. Nach Spitzelberichten stellten CDU-Abgeordnete bis Januar 1970 neun kleine Anfragen zu ihrer Tätigkeit im Senat. Dieser fand keine Beweise für ein verfassungswidriges Verhalten. Wegen der Herabsetzung und Bespitzelung ihrer Arbeit verlängerte Meinhof ihren Lehrauftrag jedoch nicht. Weil die KPD/AO die Wochenzeitung Rote Presse Korrespondenz übernahm, konnte sie dort keine Artikel mehr publizieren.[46]

Verhältnis zur Frauenbewegung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1968 und 1969 befasste sich Meinhof verstärkt mit der Frauenbewegung. Ihr Artikel Falsches Bewusstsein beschrieb deren Erfolge, Illusionen und Defizite aus ihrer Sicht: Berufstätige Frauen seien noch nicht sozial emanzipiert, weil sie als Mütter oft verstärkt Angriffen auf Mütterarbeit usw. ausgesetzt seien. Im April lud Hans Magnus Enzensberger sie zu einem Beitrag für ein Kursbuch zur Frauenfrage ein. Dazu traf sie sich mit dem „Aktionsrat zur Befreiung der Frauen“. Dessen Gründerin Helke Sander glaubte danach, Meinhof wolle als emanzipierte berufstätige Frau nichts mit dem Aktionsrat zu tun haben. Tatsächlich versuchte sie laufend, ihre politische und berufliche Aktivität mit dem Aufziehen ihrer Kinder zu vereinbaren. Sie suchte erfolglos eine passende Wohngemeinschaft für kollektive Kindererziehung. Weil der Kindergarten ihrer Töchter autoritär geführt wurde, meldete sie sie vorzeitig in einer Privatschule der Königin-Luise-Stiftung an. Im Juli 1969 hielt sie den Vortrag „Die Befreiung der Frau“ in Tübingen, worauf sich dort eine Frauengruppe bildete. In einem Filminterview erklärte sie, Kindererziehung sei höchst politisch, weil sich daran erweise, wie frei man sei. Die Familie sei als stabiler Beziehungsort unerlässlich für Kinder. Dass politisch bewusste Frauen wie sie privat dieselben Probleme hätten wie alle berufstätigen Mütter, zeige jedoch den fortbestehenden Kern der Unterdrückung: die Trennung des Privaten vom Politischen.[47]

Filmproduktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit ihrem Umzug nach Westberlin plante Meinhof einen Film über Jugendfürsorge-Heime für Mädchen, in dem diese die Hauptrollen spielen sollten. Im Mai 1968 erhielt sie einen Auftrag des Südwestfunks (SWF) dafür und die behördliche Erlaubnis, in Westberliner Heimen zu recherchieren. Sie fand eine Pädagogin, die den Mädchen ihres Heimes selbstbestimmtes Lernen, Ausgang, Rauchen, bezahlte Arbeit und Zusammenleben mit Partnerinnen erlaubte und dafür erheblich angefeindet wurde. Im Hauptpflegeheim und im Heim Eichenhof erzählten ihr einige Mädchen von ihrer häufigen Bestrafung, Schlägen und Ausbeutung. Sie erreichte die Entlassung der 17-jährigen Irene Goergens, indem sie für sie bürgte und sie bei sich aufnahm. Im August erhielt SWF-Programmdirektor Günter Gaus gegen Widerstände der Heimleiter vom Berliner Senat die Dreherlaubnis in diesen Heimen. Meinhofs Drehbuch wurde vorbehaltlos akzeptiert.[48]

Im Dezember 1969 veröffentlichte Meinhof die Radiosendung „Bunker-Bunker“ über ihre bisherigen Heimrecherchen. Auf Anfrage des beteiligten Sender Freies Berlin bestätigte ein Berliner Senator den Tatsachengehalt ihres Sendemanuskripts. Im Februar 1970 begannen die Dreharbeiten für den Fernsehfilm Bambule. Der vom SWF beauftragte Regisseur Eberhard Itzenplitz lehnte die von Meinhof gewünschte Schauspielerin Barbara Morawiecz ab. Auch die Heimmädchen, denen sie die Rollen schon versprochen hatte, durften diese nicht selbst spielen. Daraufhin zog sie sich von den Dreharbeiten zurück und betrachtete ihr Projekt als gescheitert: Der Film sei zum Konsumartikel geworden und betrüge die Mädchen einmal mehr. Nur die Betroffenen selbst könnten ihre Lage ändern, Außenstehende müssten ihre Selbstorganisation aktiv unterstützen.[49]

Die ARD wollte den Film am 24. Mai 1970 ausstrahlen, setzte ihn jedoch nach Meinhofs Teilnahme an der Baader-Befreiung (14. Mai) ab. Erst 1994 wurde er gesendet.[50]

Baader-Befreiung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Oktober 1968 waren Andreas Baader und Gudrun Ensslin mit zwei weiteren Kaufhausbrandstiftern zu drei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt, aber im Juni 1969 bis zum Revisionsurteil entlassen worden. Danach halfen sie im Rahmen der Randgruppenstrategie Jugendlichen, die aus dem Jugendheim Staffelberg (Biedenkopf) ausgebrochen waren, Lehrstellen und Wohnungen zu finden. Meinhof freundete sich bei Recherchen über ein anderes hessisches Jugendheim mit ihnen an. Als am 4. Februar 1970 nach der Revision auch Baaders und Ensslins Gnadengesuch abgelehnt wurde, tauchten sie in Westberlin unter. Meinhof nahm sie einige Wochen in ihre Wohnung auf. Am 4. April 1970 wurde Baader auf dem Weg zu einem vom Verfassungsschutzagenten Peter Urbach fingierten Waffenverkauf verhaftet. Er musste mit bis zu 34 Monaten Haft rechnen und wäre ebensowenig wie Horst Mahler und andere vom Straffreiheitsgesetz erfasst worden, das die SPD/FDP-Regierung angekündigt hatte. Die „Illegalen“ in der APO erwogen daher auch Gefangenenbefreiungen. Mahlers Gruppe wollte Baader aus der Haft befreien, um mit ihm eine illegale revolutionäre Gruppe aufzubauen und eine Vorreiterrolle in der Szene zu erhalten. Meinhof entschied, sich daran zu beteiligen.[51]

Laut Bahman Nirumand erklärte sie ihm damals: Sie sei entschlossen, „endlich dieses verlogene bürgerliche Leben zu beenden und alle Folgen eines konsequenten Kampfes auf mich zu nehmen.“ Das Lavieren von Sozialdemokraten und Salonlinken diene nur dazu, das Überleben des Kapitalismus zu verlängern. Man müsse den Staat mit bewaffneten Aktionen zwingen, sein wahres Gesicht zu zeigen. Nur so könne man die Menschen wachrütteln und eine Revolution vorbereiten. Die Erfolgsaussicht sei dabei größer als mit linkem Journalismus, der nur ohnehin Gleichgesinnte erreiche und als demokratisches Feigenblatt diene.[52]

Meinhof schloss mit dem Verleger Klaus Wagenbach einen Vertrag für ein Buch über Heimerziehung, an dem Baader mitwirken sollte. Dann beantragte sie bei den Behörden die Erlaubnis, im Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen mit Baader für das Buch zu recherchieren. Sie setzte also ihren Ruf als Autorin ein, damit Baader Ausgang erhielt, und kundschaftete die Bibliothek des Instituts aus. Am 14. Mai 1970 wartete sie mit zwei weiteren Frauen vor Ort, bis Baader hineingeführt wurde. Zwei bewaffnete Personen stießen dazu und überrumpelten Baaders Bewacher. Dabei schoss einer auf den zufällig anwesenden Bibliotheksangestellten Georg Linke und verletzte ihn schwer. Meinhof floh mit den vier übrigen Tätern aus einem Fenster und bestieg ein bereitstehendes Fluchtauto. Sie ließ ihre Handtasche vor Ort, in der sich ein Hypothekenbrief, aber keine Waffe fand. Vermutet wird, sie habe sich eventuell erst nach den Schüssen zur Flucht entschlossen. Die Polizei stellte sie mit einem Steckbrief, der nur ihr Portraitfoto zeigte, als wegen Mordversuchs gesuchte Haupttäterin dar. Die Fahnder gingen also noch vor genauen Ermittlungsergebnissen von ihrer Führungsrolle und Übereinstimmung mit Baader und Ensslin aus.[53]

Im Juni veröffentlichte der Spiegel Auszüge eines Gesprächs, das die französische Journalistin Michèle Ray mit Meinhof geführt und aufgezeichnet hatte. Darin erklärte sie: Baader sei für den geplanten Aufbau eines bewaffneten Widerstands unentbehrlich. Mit seiner Befreiung könnten sich viele identifizieren. Sie zeige, „dass wir es ernst meinen“. Dann rechtfertigte sie den Schusswaffengebrauch gegenüber Kritik, dass Polizisten doch auch Menschen seien: „Das ist ein Problem und wir sagen natürlich, die Bullen sind Schweine. Wir sagen, der Typ in Uniform ist ein Schwein, das ist kein Mensch, und so haben wir uns mit ihm auseinanderzusetzen. Das heißt, wir haben nicht mit ihm zu reden und es ist falsch, überhaupt mit diesen Leuten zu reden, und natürlich kann geschossen werden.“[54] Im April 1971 schrieb Meinhof im RAF-Konzept Stadtguerilla dazu, die Aufnahme sei nicht authentisch, stamme aus einer privaten Diskussion und sei als Gedächtnisstütze für einen selbständigen Artikel Rays gedacht gewesen. Diese habe die Gruppe mit der Weitergabe „reingelegt“. Hätten sie geahnt, dass ein ziviler Angestellter eingreift und angeschossen wird, dann hätten sie die Befreiungsaktion unterlassen. Ein unbewaffneter Befreiungsversuch wäre „selbstmörderisch“ gewesen.[55]

Sorgerechtsstreit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Vormittag des 15. Mai 1970 ließ Meinhof ihre Töchter nach Bremen zu ihrer Freundin Lilli Holtkamp bringen. Am selben Tag beantragte Röhl das vorläufige Sorgerecht für sie, das er am Folgetag erhielt, und ließ Interpol nach ihnen fahnden. Meinhof versuchte über ihre Anwälte, ihre Töchter bei ihrer Schwester unterzubringen und das Sorgerecht zu behalten. Ihrem Anwalt Heinrich Hannover erklärte sie, sie habe von dem Befreiungsplan nichts gewusst und sei nur geflohen, weil die Aktion nicht wie geplant verlaufen war. Der Justizirrtum des Mordvorwurfs werde sich aufklären. Röhl und Renate Riemeck bestanden darauf, Meinhofs Töchter müssten bei ihrem Vater wohnen. Daraufhin ließ Meinhof sie Anfang Juni in ein Dorf auf Sizilien bringen. Dort lebten sie mit einer Betreuerin in einem Haus mit drei Räumen.[56]

Am 22. Juni 1970 flogen Meinhof, Baader, Ensslin, Mahler und andere von Ostberlin nach Damaskus und reisten dann in ein Lager der Al-Fatah in Jordanien, um dort ein mehrwöchiges militärisches Training zu absolvieren.[57] Dabei kam es zu Konflikten in der Gruppe. Einige stiegen aus, darunter Peter Homann. Er informierte Stefan Aust über den Aufenthaltsort der Kinder Meinhofs und behauptete, sie wolle sie in ein Lager für palästinensische Waisenkinder in Jordanien bringen. Aust holte sie Stunden vor Meinhofs Eintreffen aus Sizilien und brachte sie zu Röhl, wo sie ab September 1970 aufwuchsen. Obwohl Meinhof das Sorgerecht letztlich erhielt, konnte sie dies nicht verhindern.[58] Austs Darstellung, er habe die Kinder vor dem Transport in jenes Palästinenserlager bewahrt, wird von Meinhofs Schwester und einigen Biographen Meinhofs bestritten.[59]

Gründung der RAF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. Juni 1970 erschien in der linken Szenezeitschrift Agit 883 der von Meinhof mitverfasste Aufruf Die Rote Armee aufbauen: Den ausgebeuteten Teilen der Bevölkerung sei klarzumachen, dass die Baader-Befreiung nur der Beginn eines „bewaffneten Widerstands“ in der Bundesrepublik sei, der mit Widerstandsbewegungen in aller Welt verbunden sei. Adressat waren „potenziell revolutionäre Teile des Volkes“, die nur die Angst vor der Polizei diszipliniere. Ihnen sei mitzuteilen, dass das „Ende der Bullenherrschaft“ bevorstehe. Anders als in früheren Texten Meinhofs fehlte eine Gesellschaftsanalyse, unter welchen Umständen sich Menschen ihrer Lage bewusst und zur Veränderung bereit werden. Der Aufruf setzte voraus, eine paramilitärische Avantgarde könne und müsse die Bevölkerung mit bewaffneten Aktionen wie der Baader-Befreiung über ihre Unterdrücktheit aufklären und direkt revolutionäre Bereitschaft erzeugen.[60]

Meinhof verstand die RAF nun als antiimperialistische Kampftruppe in einem weltweiten Widerstand gegen die westlichen Betreiber des Vietnamkriegs, zu denen sie die Bundesrepublik zählte.[61]

Einbrüche, Überfälle und Anschläge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infolge der Großfahndung der Polizei stellten die damaligen rund 25 Mitglieder der RAF ihre Kontakte zu anderen linksradikalen Gruppen weitgehend ein und gaben die anfangs angestrebte Verbindung illegaler mit legalen politischen Aktionen auf. Um sich die für illegale Aktionen nötigen Geldmittel zu beschaffen, überfielen sie am 29. September 1970 drei Banken in Westberlin. Meinhof beteiligte sich am Überfall auf eine Sparkasse, bei der vier Personen, eine davon bewaffnet, 8.100 DM erbeuteten, aber verfügbare weitere 97.000 DM übersahen. Ab Oktober 1970 bereitete sie in Westdeutschland Einbrüche in ein Munitionsdepot und ein Rathaus mit vor, um Waffen und Ausweisformulare zu erbeuten. Nach der Festnahme von fünf RAF-Mitgliedern in Westberlin, darunter Horst Mahler, unterblieb der erste Einbruch. Der zweite musste nach dem Verlust der erbeuteten Ausweise auf dem Postweg wiederholt werden. Im November 1970 floh Meinhof bei einer Polizeikontrolle und hinterließ ihre gefälschten Papiere mit einem neueren Foto, so dass ihr damaliges Aussehen öffentlich bekannt wurde. Bei Bekanntenbesuchen erhielt sie einige Ausweichquartiere, so dass die RAF im Dezember 1970 nach Westdeutschland übersiedelte. Politische Unterstützung erhielt sie kaum, sondern viel Kritik an den rein auf Selbsterhaltung ausgerichteten Aktionen. In Reaktion darauf verfasste Meinhof im Frühjahr 1971 den Aufsatz „Das Konzept Stadtguerilla“, um die RAF ideologisch zu legitimieren. Seitdem galt sie den Strafverfolgungsbehörden als „Staatsfeindin Nr. 1“.[62]

Im Mai 1972 trug Meinhof sechs Sprengstoffanschläge der RAF mit, von denen zwei gegen kriegswichtige Logistik der US-Armee, drei gegen bundesdeutsche Strafverfolgungsbehörden und deren Vertreter sowie einer gegen den Axel-Springer-Verlag gerichtet waren. Die Anschläge töteten vier und verletzten viele Menschen. An welchen davon Meinhof direkt beteiligt war und wie, ist ungeklärt. Der RAF-Aussteiger Karl-Heinz Ruhland beschuldigte sie später vor Gericht, sie habe den Anschlag auf eine Verlagsdruckerei in Hamburg (19. Mai; 17 zum Teil schwer Verletzte) verübt. Dagegen bezeugte die RAF-Angeklagte Brigitte Mohnhaupt, Meinhof habe nichts davon gewusst und sei erst danach nach Hamburg gereist, um die Täter des „Kommando 2. Juni“ zu treffen und zu kritisieren. Ensslin betonte im späteren Stammheimprozess, unabhängige Teilgruppen hätten den Anschlag unabgesprochen verübt; die RAF-Führung habe ihn abgelehnt.[63]

Fahndung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1971 hielt sich Meinhof öfter im Raum Hamburg auf, wo sich eine von acht Teilgruppen der RAF bildete. Bei einer Großfahndung am 15. Juli 1971 meldete die Polizei zunächst, Meinhof sei „auf der Flucht“ erschossen worden. Tatsächlich getötet wurde die 20-jährige Petra Schelm, die sich wie andere Mitglieder des Sozialistischen Patientenkollektivs (SPK) Meinhofs Teilgruppe an jenem Tag anschließen wollte. Am 21. Oktober 1971 wurde Meinhof bei einem RAF-Treffen in Hamburg fast gefasst. Der ebenfalls aufgespürte Gerhard Müller erschoss bei der Flucht einen Polizisten. Seitdem begleiteten die RAF-Mitglieder Ralf Reinders, Thomas Weisbecker und Klaus Jünschke Meinhof, um sie zu beschützen. Polizisten töteten Georg von Rauch und Weisbecker durch Nahschüsse und behandelten Manfred Grashof, Margrit Schiller und Carmen Roll nach deren Festnahme so, dass Meinhof ebenfalls mit Tötung oder inhumaner Haft rechnete. - Die meisten Linken lehnten den RAF-Kurs ab. Einige bildeten im Januar 1972 die Bewegung 2. Juni.[64]

Im November 1971 veröffentlichte Renate Riemeck auf Drängen des BKA-Kommissars Alfred Klaus einen offenen Brief an Meinhof in konkret. Unter dem Titel „Gib auf, Ulrike!“ appellierte sie, Meinhof möge die Aussichtslosigkeit ihres Kampfes rational erkennen und ihren Mitstreitern vermitteln. Die RAF spiele die Rolle einer „Geisterbande“, die nur neuen Antikommunismus erzeuge, ohne ihre Taten wie die lateinamerikanischen Tupamaros rechtfertigen zu können. - Riemeck erklärte sich Alfred Klaus gegenüber bereit, sich mit Meinhof in Ostberlin zu treffen, um sie zur Aufgabe zu überreden, und nannte dem BKA mögliche Kontaktpersonen Meinhofs. Nach Stasi-Akten war Riemeck auch bereit, Meinhof zur Ausreise nach Kuba zu bewegen, habe dann aber ein Treffen mit ihr abgelehnt. - Meinhofs nicht abgesandter Antwortbrief wurde am 10. Dezember 1971 in einem Müllbeutel gefunden. Unter dem Titel „Eine Sklavenmutter beschwört ihr Kind“ persiflierte sie Riemecks Appell: „Ich will, dass du Sklavin bleibst – wie ich. […] Dein Mut ist herzlos, denn wie können wir vor ihm noch unsere Feigheit verborgen halten?“ Sie solle sich mit dem übermächtigen Herrschaftssystem abfinden und die Rolle eines Haussklaven annehmen, der es allenfalls zu einem Aufseher über andere Sklaven bringt. Mit einem Zitat von Röm 13,1 LUT wies sie auf den protestantischen Untertanengeist in ihrer Familie hin.[65]

Von Dezember 1971 bis März 1972 hielt sich Meinhof in Italien auf, um nicht ständig zu Ortswechseln genötigt zu sein. Darum verlor die Bundespolizei zeitweise ihre Spur. Um eine Reaktion der RAF zu provozieren, meldeten manche bundesdeutschen Tageszeitungen, Meinhof habe Suizid begangen oder sei an einem Tumor gestorben und heimlich unter falschem Namen eingeäschert worden. Anders als Andreas Baader, der Falschmeldungen öffentlich widersprach, ging Meinhof nicht darauf ein.[66]

Festnahme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. Juni 1972 bat eine ihm unbekannte Frau den Lehrer Fritz Rodewald in Langenhagen bei Hannover um Quartier für zwei Personen. Er informierte die Polizei, er befürchte, RAF-Mitglieder wollten in seiner Wohnung übernachten. Polizeibeamte beobachteten sein Mietshaus und nahmen Gerhard Müller und Meinhof am Folgetag fest, als sie Rodewalds Wohnung aufsuchten. Bei Meinhof stellten sie einen Koffer mit Sprengstoff und Waffen und eine Adressenliste sicher.[67] Sie identifizierten sie mit einer gerichtlich angeordneten Röntgenaufnahme ihres Schädels.[68]

RAF-Anhänger stellten Rodewald jahrzehntelang als Verräter dar und bedrohten sein Leben. Viele Journalisten und Buchautoren behaupteten, er habe die Personen gekannt, die bei ihm wohnen wollten, sie hineingelassen und dann telefonisch der Polizei ausgeliefert. Rodewald widerspricht dieser Darstellung seit 2010 öffentlich.[69]

Haft und Gerichtsverfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 16. Juni 1972 bis zum 9. Februar 1973 war Ulrike Meinhof im von ihr so genannten „Toten Trakt“ der Justizvollzugsanstalt Köln inhaftiert, vollständig isoliert und von den Sinneseindrücken der Umwelt abgeschnitten.[70] In dieser Zelle saß zuvor Astrid Proll.[71] Der Haftrichter hatte aufgrund ihres aggressiven Verhaltens gegenüber Vollzugsbeamten strenge Einzelhaft angeordnet.[72] Tatsächlich saß sie in der einzig belegten Zelle eines Seitenflügels ein, der ursprünglich für psychisch gestörte Häftlinge errichtet worden war. Meinhof empfand diese Zeit als äußerst quälend und veröffentlichte den Text „Brief aus dem Toten Trakt“,[73] der aus dem Gefängnis geschmuggelt wurde. Sie sprach von „Weißer Folter“.[71] Der Kassiber hatte eine starke Wirkung in der Sympathisantenszene. Unerwähnt blieb, dass Meinhof in der Zeit der angeblichen Isolation in den ersten neun Monaten der Untersuchungshaft 48 Besuche empfing.[74] Sie gehörte zu den Gefangenen, die bei der Geiselnahme der israelischen Olympia-Mannschaft freigepresst werden sollten. Nachdem alle Geiseln bei der missglückten Befreiung ums Leben gekommen waren, lobte Meinhof in ihrer Analyse vom November 1972 die Aktion der palästinensischen Genossen. Schuld an den Todesopfern seien nicht die Terroristen des Schwarzen September, sondern der Staat Israel, der „seine Sportler verheizt [hat] wie die Nazis die Juden – Brennmaterial für die imperialistische Ausrottungspolitik“.[75] Sie verglich den israelischen Verteidigungsminister Mosche Dajan mit Heinrich Himmler.[76] Jedoch bezeichnete Meinhof diese Analyse später selbst als „trostlos“.[77]

Am 29. November 1974 war sie wegen der Beteiligung an der Baader-Befreiung im Mai 1970 zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden, für die sie in die Justizvollzugsanstalt Stuttgart eingewiesen wurde. Dort war sie mit bis zu neun anderen RAF-Häftlingen zusammengelegt. Trotz der im Vergleich zu anderen Häftlingen bevorzugenden Haftbedingungen wurde weiter das Gerücht der Isolationshaft auf gut vernetzten Wegen gestreut und als Mittel der Radikalisierung von Sympathisanten gebraucht.[78]

Am 21. Mai 1975 wurde sie im Stammheim-Prozess wegen vierfachen Mordes und vielfachen Mordversuchs angeklagt; zu einem Gerichtsurteil kam es aufgrund ihres Todes nicht mehr.

Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 9. Mai 1976 fanden Justizbeamte Ulrike Meinhof mit einem aus Handtuchstreifen geknoteten Strick um den Hals erhängt am Fenstergitter ihrer Zelle. Ihre Anwälte durften die Spurensicherung nicht begleiten. Die Gerichtsmediziner Joachim Rauschke und Hans Joachim Mallach obduzierten den Leichnam und stellten Strangulation ohne Fremdeinwirkung als Todesursache fest. Werner Janssen obduzierte die Tote im Auftrag ihrer Schwester am 10. Mai erneut und bestätigte, Meinhof sei durch Erhängen gestorben. „Nach den bisher vorliegenden Untersuchungsbefunden besteht kein Anhalt für Fremdeinwirkung.“[79] Die Befunde der Erstobduktion wurden ihm nicht vorgelegt.[80]

Die Staatsanwaltschaft hatte noch vor dem Obduktionsergebnis Suizid und eine Ausgrenzung Meinhofs durch Mitgefangene als Motiv dafür genannt.[79] Am 12. Mai 1976 wurde Meinhofs Zelle renoviert.[81] Am 10. Juni wurden die Ermittlungen zu ihrem Tod eingestellt. Ihre Anwälte behaupteten einen Mord. Auf Initiative von Otto Schily bildeten sie ab August 1976 mit prominenten Aktivisten eine Internationale Untersuchungskommission. Für einige RAF-Anwälte sollte sie die Mordthese untermauern und aus Gegnern der Bundesrepublik Deutschland bestehen.[82] Sie prüfte die Obduktions- und Ermittlungsberichte und folgerte daraus 1978, Meinhofs Suizid durch Erhängen sei nicht bewiesen. Es liege nahe, dass sie schon tot gewesen und dann aufgehängt worden sei. Eventuell sei sie zuvor vergewaltigt worden. Ein Suizidmotiv und ein Abschiedsbrief fehlten.[83]

Deutsche Medienberichte kritisierten diese Thesen als Fehldeutung der Obduktionsbefunde.[84] Als Belege für ein Suizidmotiv zitierten sie Angriffe auf Meinhof in Rundbriefen der anderen Häftlinge.[79][85] Ensslin sagte am 4. Mai 1976 zum Anschlag auf das Springerhochhaus in Hamburg : „Insofern sind wir sicher auch verantwortlich für Aktionen von Kommandos, zum Beispiel gegen das Springer-Hochhaus, deren Konzeption wir nicht zustimmen und die wir in ihrem Ablauf abgelehnt haben.“ Meinhof war dabei nicht anwesend. Manche Autoren deuten Ensslins Aussage als Distanzierung von Meinhof und somit als mögliches Motiv ihres Suizids.[86] Meinhofs letzte Erklärung vor Gericht (10. März 1976) wurde als verzweifelter „Hilferuf“ darüber gedeutet, dass ihr nur noch die nicht gangbare Alternative zwischen Schuldeingeständnis oder Verrat der Mitgefangenen bleibe.[87] Jedoch hatte sich Meinhof nicht am 10. März 1976, sondern Monate vorher und ohne erkennbare Emotion zu diesem Thema geäußert.[88]

Die Todesnachricht führte zu zahlreichen, teilweise gewalttätigen Demonstrationen inner- und außerhalb der Bundesrepublik und zu Anschlägen auf deutsche Einrichtungen in anderen Ländern. Am 7. April 1977 erschoss das Kommando Ulrike Meinhof der RAF den Generalbundesanwalt Siegfried Buback und seine Begleiter.

Das Grab Ulrike Meinhofs

Da sich viele Gemeinden in Deutschland weigerten, eine Grabstelle zur Verfügung zu stellen, und sich nur die Gemeinde des Dreifaltigkeitsfriedhofes III in Berlin-Mariendorf zur Bestattung bereit erklärte, wurde Ulrike Meinhof dort am 15. Mai 1976 beigesetzt. Bei der Beisetzung demonstrierten etwa 4000 Menschen. Der evangelische Theologe Helmut Gollwitzer, der mit Rudi Dutschke befreundet und der Seelsorger von Ulrike Meinhof war, hielt die Trauerrede. Der Verleger Klaus Wagenbach sagte, sie sei an den „deutschen Verhältnissen“ zugrunde gegangen.[89] Die Grabstätte befindet sich im Feld 3A-12-19.[90] Das Grab liegt in dem Bereich des Friedhofes, welcher geschlossen werden soll.[91]

Bei der Erstobduktion hatte der Neurologe Jürgen Peiffer Meinhofs Gehirn entnommen.[92] Im Herbst 2002 erfuhr Meinhofs Tochter Bettina Röhl, dass das Gehirn nicht beerdigt worden war. Stattdessen war es jahrzehntelang in Formalin aufbewahrt und nach der Wende erneut in der Psychiatrischen Universitätsklinik Magdeburg untersucht worden.[93] Bei der ersten Autopsie 1976 wurde eine Schädigung im Bereich der Amygdala festgestellt. Diese beruhte auf einer erfolglosen Entfernung eines gutartigen Tumors aus dem Jahr 1962. Die damals unveröffentlichten Autopsieergebnisse wiesen im Zusammenhang mit dem Hirnschaden auf eine wahrscheinlich verminderte Schuldfähigkeit von Meinhof hin. Die Professoren aus Magdeburg kamen im Rahmen ihrer Untersuchungen zu einem ähnlichen Schluss.[94] Ihnen wurde daraufhin von einer Ethik-Kommission[95] untersagt, weiter an dem Gehirn zu forschen oder ihre bisherigen Forschungen zu veröffentlichen.[96] Die Staatsanwaltschaft Stuttgart forderte das Gehirn von den Professoren zurück, ließ es einäschern und die Asche den Angehörigen übergeben. Am 22. Dezember 2002 wurde diese ebenfalls auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof beigesetzt.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

in Sekundärliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrike Meinhof wurde, so der Publizist Gerd Koenen, „zur Ikone und Märtyrerfigur der Linken schlechthin, und gerade der ‚undogmatischen‘.“[97] Der Journalist Stefan Aust legte 1985 mit Der Baader-Meinhof-Komplex eine einflussreiche Darstellung des Lebens Ulrike Meinhofs vor, die 2008 Grundlage für den gleichnamigen Film wurde. An Austs Darstellung wird kritisiert, dass er Andreas Baader und Gudrun Ensslin dämonisiere, um Ulrike Meinhof zu rehabilitieren bzw. zu legitimieren.[98] Nicht zuletzt von dem „Mythos“, den Aust aufgebaut habe, grenzte sich die Publizistin Jutta Ditfurth mit ihrer Meinhof-Biographie (2007) ab. Ditfurth wurde umgekehrt vorgeworfen, Meinhof zu positiv dargestellt zu haben.[99] Im selben Jahr veröffentlichte die Politikwissenschaftlerin Kristin Wesemann „eine politische Biografie“, in der sie vor allem Meinhofs kommunistische Ideale kritisierte.[100] Die britische Germanistin Sarah Colvin bezog sich in ihren Veröffentlichungen vor allem auf Meinhofs Sprache, die entscheidenden Einfluss auf die Sprache und damit auch auf die Taten der RAF gehabt habe und die sie sowohl als Kritik an der Sprache der radikalen Linken als auch als eine Kritik an der maskulinen Ökonomie des Wissens interpretiert.[101][102]

Colvin hat außerdem darauf hingewiesen, dass Meinhofs Leben von Mythen und Legenden umgeben sei.[103] Zum einen identifiziert sie das Motiv des „Engels“, das bereits in der Autobiographie ich bin ein Mensch für mich (1992) von Meinhofs Pflegemutter Renate Riemeck anklinge. Riemeck hatte zuvor bereits andere Autoren mit Material und Erinnerungen über Meinhofs Kindheit versorgt. Auch Meinhofs Ehemann Klaus Rainer Röhl beschreibt in seiner Autobiographie Fünf Finger sind keine Faust (1974) in einer Anekdote, wie die Schülerin Ulrike Meinhof einem Studienrat widerspricht. Diese Anekdote wird sowohl von Mario Krebs in seiner Biographie Ulrike Meinhof. Ein Leben im Widerspruch (1988) als auch von Stefan Aust im Baader-Meinhof-Komplex zitiert. Der Theologe Helmut Thielicke bezeichnete den Bruch in Meinhofs Leben als „luziferischen Absturz“. Verknüpft wurden diese Motive von Alois Prinz in seiner Biographie Lieber wütend als traurig (2003), die 2004 den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Sachbuch erhielt. Prinz charakterisiert Meinhof darin als gefallenen Engel.[104]

Immer wieder zitiert wird ein Ausspruch des damaligen Altbundespräsidenten Gustav Heinemann. Helmut Gollwitzer hatte damit den Abdruck seiner Grabrede auf Ulrike Meinhof eingeleitet, wonach Heinemann, schon sterbenskrank, auf die Nachricht vom Tode Ulrike Meinhofs geflüstert habe: „Sie ist jetzt in Gottes gnädiger Hand – und mit allem, was sie getan hat, so unverständlich es für uns war, hat sie uns gemeint.“[105] Dieses Zitat wird unterschiedlich interpretiert. Laut dem Journalisten Reinhard Mohr habe Heinemann damit „den diffusen hagiographischen Konsens in protestantischer Klarheit“ ausgedrückt.[106] Für den Autor Willi Winkler hatte Heinemann nach Meinhofs Tod „von Staats wegen versöhnliche Worte gefunden“.[107] Heinemann, so die Interpretation der Politikwissenschaftlerin Kristin Wesemann, habe anders als Gollwitzer, Kurt Scharf, Heinrich Böll und Jean-Paul Sartre nicht mehr versucht, Meinhof zu verstehen, sondern weitere Todesfälle verhindern wollen. Als gläubiger Christ habe er Meinhof immer als Mensch gesehen und ihr zugestanden, dass ihre Taten nicht der reinen Lust am Tun gefolgt seien, sondern eine Absicht gehabt hätten. Wen er mit „uns“ meinte, habe er offengelassen.[108]

Aufsehen erregte eine Erinnerung Marcel Reich-Ranickis in seinen Memoiren Mein Leben (1999/2001). Er berichtete von einem Gespräch, das Meinhof 1964 nach seinem Auftreten als Zeuge im Prozess gegen Karl Wolff mit ihm über die Lebensbedingungen im Warschauer Ghetto führte. Reich-Ranicki wunderte sich dabei über ihr Interesse und bemerkte, sie habe am Ende des Gesprächs „Tränen in den Augen“ gehabt. Er frage sich deshalb, ob es „denkbar [wäre], dass es zwischen ihrem brennenden Interesse für die deutsche Vergangenheit und dem Weg, der sie zum Terror und zum Verbrechen geführt hat, einen Zusammenhang gibt.“ 2004 wurde diese Begegnung Gegenstand öffentlichen Interesses, da Bettina Röhl Reich-Ranicki mitteilte, dass ihre Mutter den Kontakt zu ihm im Auftrag der KPD gesucht habe, um ihn gegebenenfalls als Kollaborateur öffentlich bloßstellen zu können. In den Zeitungen Die Welt und Frankfurter Rundschau wurde diese Motivation Meinhofs bezweifelt, und auch Reich-Ranicki selbst wollte seine Wahrnehmung Meinhofs nicht revidieren.[109] Nach Colvin wurden die Biografien anderer Terroristen wie Baader, Ensslin oder Inge Viett in der Rezeption nicht in derselben Weise mit der deutschen Geschichte verknüpft wie die Meinhofs.[110]

Zur Beschreibung der erwachsenen Ulrike Meinhof wurden, so Colvin, Vergleiche zu militanten und märtyrerhaften Frauenfiguren bemüht. Peter Rühmkorf („eine heilige Johanna“), Joachim C. Fest („die Jeanne d'Arc der Linken“) und wiederum Klaus Röhl verglichen Meinhof mit Johanna von Orleans. Reinhard Baumgart, Timon Koulmassis und Erich Fried fühlten sich bei ihr an Rosa Luxemburg erinnert. Elfriede Jelinek überblendete in ihrem Stück Ulrike Maria Stuart die Biographie Meinhofs mit der Biographie Maria Stuarts. Weitere Vergleiche assoziierten Meinhof mit Sophie Scholl (K. Röhl und Aust) oder bezeichneten sie als „Blockflötenmädchen“ (Reinhard Opitz, Mario Krebs, Uwe Backes) und hoben ihre Ernsthaftigkeit und Integrität hervor („das ernste Mädchen“, Aust; „fleischgewordene intellektuelle Redlichkeit“, K. Röhl) Heinrich Böll stellte Meinhof in Aussicht, „als die klassische rote Hexe in den Siedetopf der Demagogie zu geraten“.[111] Colvin weist darauf hin, dass gewalttätige bzw. kriminelle Frauen in der Regel als aktiv und libidinös veranlagt und damit als männlich wahrgenommen würden. Umgekehrt sei es zur Verteidigung Meinhofs entscheidend gewesen, ihre Weiblichkeit zu betonen, etwa ihre Mutterschaft oder ihre Ablehnung von Waffen, wie es vor allem Klaus Röhl, Aust und Alois Prinz unternähmen. Darüber sei etwa der Bericht ihrer Tochter Regine Röhl in Vergessenheit geraten, wonach ihre Mutter durchaus Waffen getragen habe.[112]

Belletristik, Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Um die Lebensgeschichte von Ulrike Meinhof geht es in Johann Kresniks gleichnamigem Stück, das 1990 im Bremer Theater uraufgeführt wurde. In der Spielzeit 2005/2006 stand es im Programm der Bonner Oper.
  • Das Theaterstück Ulrike Maria Stuart von Elfriede Jelinek wurde 2006 am Hamburger Thalia-Theater aufgeführt.
  • Das Theaterstück La extraordinaria muerte de Ulrike M. von Carlos Be.
  • Das Theaterstück Ulrike. Mondzeit – Neonzeit von Helma Sanders-Brahms
  • Das Theaterstück Leviathan von Dea Loher beschreibt die Entscheidungssituation von Ulrike Meinhof – unter ihrem zweiten Vornamen „Marie“ fast unkenntlich – ob sie nach der Befreiungsaktion für Baader im Untergrund bleiben oder in die Normalität zurückkehren soll.
  • In dem 1975 abgeschlossenen, 1987 erschienenen Roman Am Rubikon. Die schaudervollen Vorkommnisse in der Kommune V von André Müller sen., der die psychologische Genesis der RAF satirisch behandelt, spielt Ulrike Meinhof als Sophie eine tragende Rolle.
  • Der Gemäldezyklus 18. Oktober 1977 von Gerhard Richter aus dem Jahr 1988 hat das grauenhafte Geschehen der Selbstmorde in Stammheim zum Thema.
  • Dagmar Leupold: Die Helligkeit der Nacht , München 2009 (C.H. Beck). Der Roman fingiert Briefe von Heinrich von Kleist, dem Autor der Erzählung Michael Kohlhaas, an Ulrike Meinhof, in denen er sich u. a. mit der Frage auseinandersetzt, wo der Punkt liegt, der die Hinwendung zum Terrorismus auslöst.
  • Die Verhaftung von Ulrike Meinhof am 15. Juni 1972 in der Walsroder Straße 11 ist im kollektiven Gedächtnis der Stadt Langenhagen hängen geblieben. 25 Jahre später erinnert die Künstlergruppe p.t.t.red (paint the town red) in ihrer einwöchigen künstlerischen Aktion Außerparlamentarische Situation (24.–28. Februar 1997) zur Kunst im öffentlichen Raum daran „Ulrike Meinhof spricht über ihre Verhaftung in Langenhagen.“[113]
  • am >>offenen grab<< der ulrike meinhof Stefan Micheel Mit einer mehrteiligen Installation widmet sich Stefan Micheel der Geschichte des Grabes von Ulrike Meinhof. Die Arbeit entstand im Zeitraum von 1996–2003 – 2009 in Berlin und der Hamburger Kunsthalle.[114]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die DDR-Punkband AufBruch widmete ihr den Song Für Ulrike.
  • Das Lied Ulrike des deutschen Künstlers crument aus seiner im September 2010 erschienen EP Klassengesellschaft.[115]
  • Das Lied Liebe Ulrike der italienischen EBM-Band Pankow
  • Das Lied Briefe aus dem toten Trakt der Band Guts Pie Earshot vertont einen Text von Ulrike Meinhof.
  • Das Lied Stammheim (Kampf) der Band Weena Morloch vertont ebenfalls ein Zitat von Ulrike Meinhof.
  • Der Titelsong des gleichnamigen Albums Broken English von Marianne Faithfull bezieht sich auf Ulrike Meinhof.[116]
  • Die deutsche Hiphop-Formation „Freundeskreis“ nimmt auf ihrem ersten Album „Quadratur des Kreises“ von 1997 im Titel: „Cross the Tracks“ Bezug auf Meinhofs Erlebnisse im „Toten Trakt“ der JVA Ossendorf. Diese werden in Verbindung zum Todestrakt der staatlichen Strafvollzugsanstalt Huntington gesetzt, welche auf Erfahrungen von Mumia Abu-Jamal beruhen.
  • Eine britische Punkband benannte sich nach Ulrike Meinhof (Meinhof).
  • Die deutsche Band Der Plan brachte 2004 mit ihrem Album Die Verschwörung den Track Ulrike heraus, auf dem man Meinhofs Stimme hört.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Würde des Menschen ist antastbar. Aufsätze und Polemiken. (1980) Klaus Wagenbach, Berlin 2008, ISBN 3-8031-2491-3.
  • Klaus Rainer Röhl, Hajo Leib (Hrsg.): Ulrike Meinhof: Dokumente einer Rebellion. 10 Jahre konkret-Kolumnen. konkret Buchverlag, 1972
  • Bambule – Fürsorge, Sorge für wen? (1971) Klaus Wagenbach, Berlin 2002, ISBN 3-8031-2428-X. (Drehbuch des gleichnamigen Fernsehspiels Bambule, Südwestfunk, 1970. Regie: Eberhard Itzenplitz)
  • Deutschland Deutschland unter anderm. Aufsätze und Polemiken. (1967) Klaus Wagenbach, Berlin 2012, ISBN 3-8031-2690-8.
  • Gefahr vom Fließband. Arbeitsunfälle – beobachtet und kritisch beschrieben. Abendstudio, Hessischer Rundfunk, 1965. Regie: Peter Schulze-Rohr[117]
  • Karl Wolff oder: Porträt eines anpassungsfähigen Deutschen. Abendstudio, Hessischer Rundfunk, 1964. Regie: Heinz Otto Müller[118]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biographisches
  • Anja Röhl: Die Frau meines Vaters. Edition Nautilus, Hamburg 2013, ISBN 978-3-89401-771-2
  • Katriina Lehto-Bleckert: Ulrike Meinhof 1934–1976. Ihr Weg zur Terroristin. Tectum Wissenschaftsverlag, Marburg 2010, ISBN 978-3-8288-5613-4.
  • Sara Hakemi, Thomas Hecken: Ulrike Meinhof. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2010, ISBN 3-518-18233-1.
  • Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof. Die Biographie. Ullstein, Berlin 2007, ISBN 978-3-550-08728-8.
  • Kristin Wesemann: Ulrike Meinhof. Kommunistin, Journalistin, Terroristin – eine politische Biographie. Nomos, Baden-Baden 2007, ISBN 978-3-8329-2933-6.
  • Bettina Röhl: So macht Kommunismus Spaß. Ulrike Meinhof, Klaus Rainer Röhl und die Akte Konkret. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2006, ISBN 3-434-50600-4.
  • Jürgen Seifert: Ulrike Meinhof. In: Wolfgang Kraushaar (Hrsg.): Die RAF und der linke Terrorismus. Edition Hamburg, Hamburg 2006, ISBN 3-936096-65-1, S. 350–372.
  • Alois Prinz: Lieber wütend als traurig. Die Lebensgeschichte der Ulrike Marie Meinhof. Beltz & Gelberg, Weinheim 2003, ISBN 3-407-80905-0.
  • Mario Krebs: Ulrike Meinhof. Ein Leben im Widerspruch. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1988, ISBN 3-499-15642-3
  • Peter Brückner: Ulrike Meinhof und die deutschen Verhältnisse. Klaus Wagenbach, Berlin 1976, ISBN 3-8031-2407-7.
RAF
  • Alain Lacroix: Ulrike Meinhof: 68 – 76 RFA. Pontcerq, Rennes 2014, ISBN 978-2-919648-13-9
  • Leith Passmore: Ulrike Meinhof and the Red Army Faction: Performing Terrorism. Palgrave Macmillan, Basingstoke 2011, ISBN 978-0-230-33747-3
  • Sarah Colvin: Ulrike Meinhof and West German Terrorism: Language, Violence, and Identity. Camden House, New York 2009, ISBN 1-57113-415-8
  • Stefan Aust: Der Baader-Meinhof Komplex. (1985) 3. erweiterte und aktualisierte Auflage, Hoffmann und Campe, Hamburg 2008, ISBN 978-3-455-50029-5.
  • Ulf G. Stuberger: Die Akte RAF. Taten und Motive. Täter und Opfer. Herbig, München 2008, ISBN 978-3-7766-2554-7.
  • Butz Peters: Tödlicher Irrtum. Die Geschichte der RAF. Argon, Berlin 2004, ISBN 3-87024-673-1.
  • Jillian Becker: Hitlers Kinder? Der Baader-Meinhof-Terrorismus. Fischer, Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-596-23413-1
Stammheim-Prozess
Zeitzeugnisse
  • Regina Leßner: Ulrike Meinhof: Mythos und Wirklichkeit. (Radiofeature und CD) Audio Verlag, 2003, ISBN 978-3-89813-269-5
  • Bahman Nirumand: Ulrike Meinhof: „Man muss den Staat demaskieren.“ In: Bahman Nirumand: Leben mit den Deutschen: Briefe an Leila. 8. Auflage, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1989, ISBN 3-499-12404-1, S. 109–122
  • Pieter H. Bakker Schut: Das Info: Briefe der Gefangenen aus der RAF, 1973–1977. Neuer Malik-Verlag, 1987, ISBN 3-89029-019-1
  • Frank Grützbach (Hrsg.): Heinrich Böll: Freies Geleit für Ulrike Meinhof. Kiepenheuer & Witsch, 1972, ISBN 3-462-00875-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrike Meinhof in der Internet Movie Database (englisch)

Biographie
Bibiographie
Tondokumente
Artikel

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mario Krebs: Ulrike Meinhof, Hamburg 1999, S. 16–21.
  2. Alexander Gallus: Ein Anfang, der das Ende nicht erwarten ließ. Die Studienstifler Meinhof, Mahler, Ensslin, Vesper und die Eliteförderung der frühen Bundesrepublik – eine Aktenlektüre. In: Jahrbuch Extremismus & Demokratie 24/2012, ISBN 978-3-8329-7999-7, S. 13–29.
  3. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 92 f.
  4. Stefan Aust: Der Baader-Meinhof-Komplex, 2. Auflage 2008, S. 34
  5. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 97–108; Zitat auch bei Kristin Wesemann: Ulrike Meinhof, 2007, S. 101
  6. Kristin Wesemann: Ulrike Meinhof, 2007, S. 105
  7. Georg Biemann: Kinderbilder für einen Weggefährten. Zur Biographie des Publizisten und Politikwissenschaftlers Reinhard Opitz. Forum Wissenschaft Nr. 1, Marburg 1998, S. 50–54
  8. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 117–121.
  9. Kristin Wesemann: Ulrike Meinhof, 2007, S. 139 f.
  10. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 123
  11. Willy Albrecht: Der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS): vom parteikonformen Studentenverband zum Repräsentanten der neuen Linken. Dietz, Berlin 1994, ISBN 3-8012-4053-3, S. 321
  12. Kristin Wesemann: Ulrike Meinhof, 2007, S. 149.
  13. Tilman Fichter: SDS und SPD: Parteilichkeit jenseits der Partei. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 1988, ISBN 978-3-531-11882-6, S. 295–302
  14. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 142 f.
  15. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 144 f. und 157 f.
  16. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 146–148
  17. Stefan Aust: Der Baader-Meinhof-Komplex, 2008, S. 37
  18. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 149
  19. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 153–161
  20. Stefan Aust: Der Baader-Meinhof-Komplex, 2008, S. 52
  21. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 162–166
  22. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 167–177
  23. Stefan Aust: Der Baader-Meinhof-Komplex, 2008, S. 38
  24. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 180–184
  25. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 193 f.
  26. Katriina Lehto-Bleckert: Ulrike Meinhof 1934–1976, 2010, S. 149 f.
  27. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 185–187
  28. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 189–193
  29. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 194–196; Tobias Wunschik: Baader-Meinhofs Kinder: Die Zweite Generation der RAF. Westdeutscher Verlag, 1997, ISBN 3-531-13088-9, S. 392, Fn. 2241
  30. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 197 f.
  31. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 202–205
  32. Sandra Kraft: Vom Hörsaal auf die Anklagebank: Die 68er und das Establishment in Deutschland und den USA. Campus, 2010, ISBN 3-593-39294-1, S. 221
  33. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 206
  34. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 210 f.
  35. Katriina Lehto-Bleckert: Ulrike Meinhof 1934–1976, 2010, S. 225–237
  36. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 200 212-216
  37. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 218–224
  38. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 228–232
  39. Stefan Aust: Der Baader-Meinhof-komplex, 2008, S. 73
  40. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 241 f.
  41. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 245–247
  42. Katriina Lehto-Bleckert: Ulrike Meinhof, 2010, S. 452 f.
  43. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 249 f.
  44. Mario Krebs: Ulrike Meinhof, 1995, S. 173–177
  45. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 242–244 und 249-257
  46. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 261 f.
  47. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 198 f., 233-235, 257-259
  48. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 236–240
  49. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 264–266
  50. Marita Schölzel-Klamp, Thomas Köhler-Saretzki: Das blinde Auge des Staates. Die Heimkampagne von 1969 und die Forderungen der ehemaligen Heimkinder. Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2010, S. 89.
  51. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 246 und 262-269
  52. Bahman Nirumand: Leben mit den Deutschen: Briefe an Leila. Reinbek bei Hamburg 1989, S. 119–121
  53. Katriina Lehto-Bleckert: Ulrike Meinhof, 2010, S. 495–501
  54. Der Spiegel, 15. Juni 1970: „Natürlich kann geschossen werden“
  55. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 287 f.
  56. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 270–274
  57. Sara Hakemi, Thomas Hecken: Ulrike Meinhof. Frankfurt am Main 2010, S. 47
  58. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 285 f. und 290-292
  59. Katriina Lehto-Bleckert: Ulrike Meinhof 1934–1976, S. 524
  60. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 282 f.
  61. Mario Krebs: Ulrike Meinhof, 1995, S. 232
  62. Mario Krebs: Ulrike Meinhof, 1995, S. 220–223
  63. Mario Krebs: Ulrike Meinhof, 1995, S. 233–235
  64. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 316–327
  65. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 327–331; Inge Stephan: Medea: Multimediale Karriere einer mythologischen Figur. Böhlau, Köln 2006, ISBN 3-412-36805-9, S. 152 f.
  66. Mario Krebs: Ulrike Meinhof, 1995, S. 230 f.
  67. Kristin Wesemann: Ulrike Meinhof, 2007, S. 377
  68. Christoph Riederer: Die RAF und die Folterdebatte der 1970er Jahre. Verlag für Sozialwissenschaften, 2014, ISBN 3-658-05932-X, S. 140
  69. Christiane Schlötzer (Süddeutsche Zeitung, 19. Mai 2010): Die RAF-Legende vom Verräter: Verfolgt vom bleiernen Schatten
  70. Angaben des ehemaligen Bundesjustizministers Gerhart Baum in der ZDF-Sendung History.
  71. a b Die Geschichte der RAF, Teil 2/6, ZDFinfo vom 2. August 2015, (Alternativ auf Youtube)
  72. Lars-Broder Keil und Sven Felix Kellerhoff: Gerüchte machen Geschichte. Folgenreiche Falschmeldungen im 20. Jahrhundert. Ch. Links, Berlin 2006, S. 198
  73. Brief Ulrike Meinhofs aus dem Toten Trakt (Auszug)
  74. Lars-Broder Keil und Sven Felix Kellerhoff: Gerüchte machen Geschichte. Folgenreiche Falschmeldungen im 20. Jahrhundert. Ch. Links, Berlin 2006, S. 200
  75. Ulrike Meinhof: Die Aktion des Schwarzen September in München. Zur Strategie des antiimperialistischen Kampfes auf nadir.org (Zugriff am 29. September 2012); Lars-Broder Keil, Sven Felix Kellerhoff: Gerüchte machen Geschichte. Folgenreiche Falschmeldungen im 20. Jahrhundert. Ch. Links, Berlin 2006, S. 201
  76. Willi Winkler: Schon vergessen? In: Süddeutsche Zeitung. 9. November 2012, ISSN 0174-4917, S. 3.
  77. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 364
  78. Lars-Broder Keil und Sven Felix Kellerhoff: Gerüchte machen Geschichte. Folgenreiche Falschmeldungen im 20. Jahrhundert. Ch. Links, Berlin 2006, S. S. 179–207
  79. a b c Petra Terhoeven: Deutscher Herbst in Europa. Oldenbourg, München 2013, ISBN 978-3-486-71866-9, S. 398–401
  80. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 441 f.
  81. Petra Terhoeven: Deutscher Herbst in Europa. München 2013, S. 418
  82. Petra Terhoeven: Deutscher Herbst in Europa. München 2013, S. 409
  83. Der Tod Ulrike Meinhofs. Bericht der Internationalen Untersuchungskommission. (1979) Neuauflage: Unrast, 2001, ISBN 3-89771-952-5; Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof, 2007, S. 443; Alois Prinz: Lieber wütend als traurig, 2007, S. 288
  84. Stets naheliegend. In: Der Spiegel. Nr. 35, 1976, S. 67–70 (online 23. August 1976).
  85. Stefan Aust: „Das Messer im Rücken der RAF“. In: Der Spiegel. Nr. 50, 1985 (online 9. Dezember 1985).
  86. Stefan Aust: Der Baader-Meinhof-Komplex, 2008, S. 535; Daniel Friedrich Sturm (Die Welt, 31. Juli 2007): Warum sich Ensslin von Meinhof distanzierte
  87. Lorenz Jäger (FAZ, 1. August 2007): RAF-Tondokumente aus Stammheim: Signale, die damals niemand verstand. Vier Tage vor dem Tod Ulrike Meinhofs zeigen neu entdeckte Prozessmitschnitte den Graben zwischen ihr und den Mithäftlingen Baader und Ensslin.
  88. Gisela Diewald-Kerkmann: Die Rote Armee Fraktion im Original-Ton. Die Tonbandmitschnitte vom Stuttgarter Stammheim-Prozess. Anmerkungen, 3. Ein Hilferuf Ulrike Meinhofs? In: Zeithistorische Forschungen 5 (2008), Heft 2
  89. Kalenderblatt: 9. Mai 1976. Selbstmord in Stammheim. einestages. Zeitgeschichten auf Spiegel Online (Zugriff am 1. Oktober 2012).
  90. Antje Raupach: Frische Blumen auf Meinhofs Grab. WeltN24 GmbH, 7. September 2007, abgerufen am März 2015.
  91. Gemäß dem Friedhofsentwicklungsplan der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung aus dem Jahr 2006 soll der größte Teil des Friedhofs geschlossen werden. Das Grab liegt im zu schließenden Bereich. Siehe Anlage 10: Planung Tempelhof-Schöneberg (pdf; 684 kB) (PDF) Friedhofsentwicklungsplan der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Stand 31. Dezember 2005, S. 5, abgerufen am 19. Februar 2013.
  92. Mario Krebs: Ulrike Meinhof, Frankfurt am Main 1989, S. 262
  93. Andreas Förster: Wer war Ulrike Meinhof? In: Berliner Zeitung. 9. November 2002, S. 3, abgerufen am 16. Oktober 2011.
  94. Jürgen Dahlkamp: Das Gehirn des Terrors. In: Spiegel Online. 8. November 2002, abgerufen am 5. Dezember 2012.
  95. Ethikkommission der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  96. Jürgen Dahlkamp: Toter Winkel. In: Der Spiegel. Nr. 47, 2002, S. 72 (online 18. November 2002).
  97. Gerd Koenen: Das rote Jahrzehnt. Unsere kleine deutsche Kulturrevolution, 1967–1977. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 978-3-596-15573-6, S. 336.
  98. Sarah Colvin: Witch, Amazon, or Joan of Arc? Ulrike Meinhof’s Defenders, or How to Legitimize a Violent Woman. In: dieselbe und Helen Watanabe-O'Kelly (Hrsg.): Warlike women in the German literary and cultural imagination since 1500. Camden House, Rochester, NY 2009, ISBN 1-57113-400-X (Women and death. 2), S. 250.
  99. „Faszinierendes Ausmaß an Mythen“. Ditfurth über Meinhof. In: taz, 17. Januar 2008; Sarah Colvin: Ulrike Meinhof and West German terrorism. Language, violence, and identity. Camden House, Rochester, N.Y 2009, ISBN 978-1-57113-415-8, S. 5, 16 f.
  100. Sarah Colvin: Ulrike Meinhof and West German terrorism. Language, violence, and identity. Camden House, Rochester, N.Y 2009, ISBN 978-1-57113-415-8, S. 5.
  101. Sarah Colvin: Ulrike Meinhof and West German terrorism. Language, violence, and identity. Camden House, Rochester, N.Y 2009, ISBN 978-1-57113-415-8, S. 6
  102. Sarah Colvin: Witch, Amazon, or Joan of Arc? Ulrike Meinhof's Defenders, or How to Legitimize a Violent Woman. In: dieselbe und Helen Watanabe-O’Kelly (Hrsg.): Warlike women in the German literary and cultural imagination since 1500. Camden House, Rochester, NY 2009, ISBN 1-57113-400-X (Women and death. 2), S. 267.
  103. Sarah Colvin: Witch, Amazon, or Joan of Arc? Ulrike Meinhof’s Defenders, or How to Legitimize a Violent Woman. In: Sarah Colvin und Helen Watanabe-O’Kelly (Hrsg.): Warlike women in the German literary and cultural imagination since 1500. Camden House, Rochester, NY 2009, ISBN 1-57113-400-X (Women and death. 2), S. 250.
  104. Mit den einzelnen Literaturnachweisen siehe Colvin: Witch, Amazon, or Joan of Arc? S. 252–253.
  105. Helmut Gollwitzer: Nachrufe. München 1977, S. 50.
  106. Reinhard Mohr: Revolutionäres Gewäsch. In: Der Spiegel. Nr. 33, 1996 (online 12. August 1996).
  107. Willi Winkler: Die Geschichte der RAF. Rowohlt, Berlin 2007, ISBN 978-3-87134-510-4, S. 10.
  108. Kristin Wesemann: Ulrike Meinhof. Kommunistin, Journalistin, Terroristin. Eine politische Biografie. Nomos, Baden-Baden 2007, ISBN 978-3-8329-2933-6, S. 401.
  109. Kristin Wesemann: Ulrike Meinhof. Kommunistin, Journalistin, Terroristin. Eine politische Biografie. Nomos, Baden-Baden 2007, ISBN 978-3-8329-2933-6, S. 410 f.
  110. Sarah Colvin: Ulrike Meinhof and West German terrorism. Language, violence, and identity. Camden House, Rochester, N.Y 2009, ISBN 978-1-57113-415-8, S. 5.
  111. Colvin, Witch, Amazon, or Joan of Arc?, S. 253–256.
  112. Colvin, Witch, Amazon, or Joan of Arc?, S. 259f.
  113. Kai Bauer, vor Ort 1997, p.t.t.red,, S. 27–43. Langenhagen und in der örtlichen Presse
  114. Ausstellungskatalog der Hamburger Kunsthalle
  115. Crument: Ulrike auf YouTube, 30. Oktober 2010, abgerufen am 23. Juni 2016
  116. Ich sah umwerfend gut aus. In: Der Spiegel-online Interview mit Marianne Faithfull.
  117. Michael Crone (Redaktion): Hörfunk-Abendstudio. Bestandsverzeichnis 1948–1968. Hessischer Rundfunk, Frankfurt am Main 1988, S. 372.
  118. Michael Crone (Redaktion): Hörfunk-Abendstudio. Bestandsverzeichnis 1948–1968. Hessischer Rundfunk, Frankfurt am Main 1988, S. 346.