Ultraphon

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Label einer Schellackplatte von Ultraphon, 1930

Ultraphon war ein deutsch-tschechisches Musiklabel. Die Deutsche Ultraphon ist heute ein Sublabel von Teldec in Hamburg und gehört zur Warner Music Group.

Seinen Ursprung hat das Unternehmen in den Niederlanden. 1929 begann Ultraphon von tschechischen Künstlern Schallplatten in Deutschland zu produzieren. Nach Fertigstellung der neuen Fabrik in Tschechien produzierte Ultraphon ab 1931 in Prag. Bereits 1932 ging das Werk pleite und Telefunken übernahm die Deutsche Ultraphon. Das Produktionszentrum in Prag und dessen Rechte gingen an die tschechische Ravitas. Inländische Erzeugnisse wurden unter Ultraphon registriert während internationale Produktionen fortan den Namen Supraphon trugen. Das Hoch erlebte das Label in den 1930er Jahren mit dem Verkauf von Klassik- und Jazzaufnahmen. Mit der russischen Besetzung nach dem Zweiten Weltkrieg folgte 1946 die Verstaatlichung. Ultraphon und Supraphon wurden danach ausschließlich für den tschechischen Markt verwendet, das Weltrepertoire unter dem Label Mercury Records weitergeführt. Die Firma Ultraphon A.S. wurde 1969 in Supraphon A.S. umgetauft und ist heute das größte tschechische Schallplattenlabel.

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Schorn: Alte Schallplatten-Marken in Deutschland. Wilhelmshaven: Noetzel 1988. ISBN 3-7959-0551-6
  • Hansfried Sieben: Herbert Grenzebach: eine Leben für die Telefunken-Schallplatte. Düsseldorf: Sieben 1991
  • Oliver Wurl: Ultraphon reflects the tone: the rise and fall of an enterprising record company. In: Classical recordings quarterly. Heft 63, Winter 2010, S. 37 - 40. ISSN 2045-6247