Ulvophyceae

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Ulvophyceae
Meersalat (Ulva lactuca)

Meersalat (Ulva lactuca)

Systematik
Domäne: Eukaryoten (Eukaryota)
ohne Rang: Diaphoretickes
ohne Rang: Archaeplastida
ohne Rang: Chloroplastida
ohne Rang: Chlorophyta
ohne Rang: Ulvophyceae
Wissenschaftlicher Name
Ulvophyceae
Mattox & K. D. Stewart

Die Ulvophyceae sind eine Klasse von Algen, die zur Gruppe der Chlorophyta gehört, einer der beiden großen Gruppen von Grünalgen. Bekannte Vertreter sind der Meersalat und der Modellorganismus Acetabularia.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gestalten der Ulvophyceae reichen von unbegeißelten Einzellern (kokkale Organisationsstufe) über fädige (trichal) bis hin zu blattartig flächigen Thalli (Beispiel Meersalat), wobei unverzweigte Fäden am häufigsten sind. Neben gewöhnlichen vielzelligen Formen mit einem Zellkern pro Zelle gibt es solche mit mehrkernigen Zellen (siphonocladal) sowie teils makroskopische Arten mit sehr vielen Kernen, aber ohne zellige Untergliederung (siphonal, Beispiel Caulerpa).

Begeißelte Stadien haben zwei oder vier Geißeln ohne Mastigonema. Die Basalkörper besitzen vier Mikrotubuli-Wurzeln in Kreuzform, sowie kleinere Wurzeln in zwei Größen, abwechselnd zwischen zwei oder mehr Mikrotubuli. Die Geißeln sind mit Schuppen besetzt und besitzen einen Rhizoplasten.

Die Zellwand enthält Polysaccharide und ist mehr oder weniger verkalkt. Plasmodesmen fehlen. Die Zellteilung erfolgt durch Einschnürung mit einer geschlossenen, zentrischen und persistierenden Mitosespindel. Ein Phycoplast tritt bei der Zellteilung nicht auf.

Der Lebenszyklus ist diplobiontisch, es gibt also freilebende Gametophyten und Sporophyten. Diese beiden Phasen können gleichförmig (isomorph) oder verschieden (heteromorph) sein. Andere Grünalgen-Gruppen haben hauptsächlich einen haplobiontischen Zyklus.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Großteil der Arten lebt im Meerwasser.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Klasse ist möglicherweise nicht monophyletisch. Es gibt keine deutlichen Synapomorphien. Es gibt noch keine ausreichenden genetischen Studien, um die Frage eindeutig zu klären. 2004 gab es fünf klar unterschiedene Gruppen, die meist als Ordnungen klassifiziert werden[1]. Neuere Einteilung nach AlgaeBase (2017)[2].

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sina M. Adl, Alastair G. B. Simpson, Mark A. Farmer, Robert A. Andersen, O. Roger Anderson, John A. Barta, Samual S. Bowser, Guy Bragerolle, Robert A. Fensome, Suzanne Fredericq, Timothy Y. James, Sergei Karpov, Paul Kugrens, John Krug, Christopher E. Lane, Louise A. Lewis, Jean Lodge, Denis H. Lynn, David G. Mann, Richard M. McCourt, Leonel Mendoza, Øjvind Moestrup, Sharon E. Mozley-Standridge, Thomas A. Nerad, Carol A. Shearer, Alexey V. Smirnov, Frederick W. Spiegel, Max F. J. R. Taylor: The New Higher Level Classification of Eukaryotes with Emphasis on the Taxonomy of Protists. The Journal of Eukaryotic Microbiology 52 (5), 2005; Seiten 399–451 (Abstract und Volltext)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ulvophyceae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Louise A. Lewis, Richard M. McCourt: Green Algae and the origin of land plants: American Journal of Botany 91 (10), 2004, Seiten 1535–1556. Abstract und Volltext
  2. http://www.algaebase.org/browse/taxonomy/?id=4357