Uma Caduac

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Uma Caduac
Klippen zwischen Ili-Mano und Subau
Der Suco Uma Caduac liegt im Norden des Verwaltungsamts Laclo.
Daten
Fläche 98,30 km²[1]
Einwohnerzahl 3,433 (2015)[1]
Chefe de Suco Agostinho Manuel da Cunha
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Condar 620
Hahi Hoho 515
Ili-Mano 2.298
Ili-Mano (Osttimor)
Ili-Mano
Ili-Mano
Koordinaten: 8° 29′ S, 125° 51′ O

Uma Caduac (Uma Caduak, Umacaduac, Umakaduak) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Laclo (Gemeinde Manatuto).

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Uma Caduac“ bedeutet „Zwillingshäuser“.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uma Caduac
Orte Position[2] Höhe
Behau 8° 29′ S, 125° 53′ O m
Behedan 8° 30′ S, 125° 57′ O 35 m
Beuah 8° 29′ S, 125° 55′ O 188 m
Condar 8° 32′ S, 125° 58′ O 126 m
Hahi Hoho 8° 33′ S, 125° 55′ O 187 m
Huiali 8° 29′ S, 125° 50′ O 106 m
Ili-Mano 8° 29′ S, 125° 51′ O m
Ilimbab 8° 31′ S, 125° 54′ O 841 m
Kera 8° 33′ S, 125° 52′ O 242 m
Nacaleo 8° 33′ S, 125° 55′ O 159 m
Osuun 8° 29′ S, 125° 53′ O m
Subau 8° 29′ S, 125° 55′ O 157 m
IBA-„Trigger“-Vogelarten am Curi
Vogelart Information
Timortaube (Turacoena modesta) gefährdet/endemisch
Rosakopf-Fruchttaube (Ducula rosacea) bedroht/endemisch
Gelbkopflori (Trichoglossus euteles) endemisch
Temminckhonigfresser (Meliphaga reticulata) endemisch
Timorlederkopf (Philemon inornatus) endemisch
Timorhonigfresser (Lichmera flavicans) endemisch
Dreifarben-Honigfresser (Myzomela vulnerata) endemisch
Timor-Gerygone (Gerygone inornata) endemisch
Orpheusdickkopf (Pachycephala orpheus) endemisch
Feigenpirol (Sphecotheres viridis) endemisch
Sundapirol (Oriolus melanotis) endemisch
Macklot-Mistelfresser (Dicaeum maugei) endemisch
Sonnennektarvogel (Cinnyris solaris) endemisch
Timor-Reisfink (Padda fuscata) gefährdet/endemisch

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Uma Caduac eine Fläche von 97,89 km².[3] Nun sind es 98,30 km².[1] Der Suco liegt im Norden des Verwaltungsamts Laclo an der Straße von Wetar. Südlich befindet sich der Suco Lacumesac. Im Osten grenzt Uma Caduac an das Verwaltungsamt Manatuto mit seinen Sucos Iliheu und Sau, im Westen an das zur Gemeinde Dili gehörende Verwaltungsamt Metinaro mit seinem Suco Duyung. Die Grenze zu Lacumesac wird zum Teil durch den Nördlichen Lacló und seinen Nebenflüssen Liloco, Ulahu und Uloha. Ein weiterer Nebenfluss, der Molos folgt einem Teil der Grenze zu Iliheu, bevor auch er in den Nördlichen Lacló fließt.[4]

Entlang des Nordufers des Nördlichen Laclós führt die Überlandstraße, die die Gemeindehauptstadt Manatuto mit Laclo, dem Hauptort des Verwaltungsamts, verbindet. Der Ostteil von Laclo, jenseits des Liloco, gehört zu Uma Caduac. Dies sind die Ortsteile Hahi Hoho (Hahihoho) und Nacaleo (Nacaleun, Nacleu). Etwas weiter nördlich liegt der Ort Ilimbab (Ilimbaba) und nahe dem Uloha im Südwesten das Dorf Kera. Im Südosten befindet sich an der Überlandstraße und nahe der Mündung des Molos der Ort Condar.

Zwischen der Küste und dem dahinter liegenden Hügeln führt die nördliche Küstenstraße, eine der wichtigsten Verkehrswege Osttimors. An ihr liegen die Orte Behedan (Beheda), Subau (Sabaun), Beuah, Behau, Osuun, Ili-Mano (Ilimano) und Huiali. Beim Ort Huiali liegt der One-Dollar-Beach, ein Badestrand und Tauchplatz. Neben den Schulen in Laclo gibt es noch Grundschulen in Condar, Behedan und Ili-Mano.[5] Behedan ist ebenfalls bekannt wegen der Antoniusquelle im Ortskern, die auch in der Trockenzeit reichlich Wasser führt.

Die Hügel an der Küste steigen schnell an, deren Spitze, südlich von Subau und Behedan, der isoliert stehende Curi mit 1332 m bildet. Danach sinkt das Land in Richtung Nördlicher Lacló wieder auf unter 200 m herab. Der Curi ist das Zentrum einer Important Bird Area, die ein Gebiet von 20.086 Hektar bis an die Küste im Norden, einen Teil Duyungs im Westen und bis an den Nördlichen Lacló im Süden und Osten und damit den kompletten Suco umfasst. Unterhalb 400 m dominiert eine Baumsavannenlandschaft mit Eucalyptus alba. Über 400 m findet sich hauptsächlich Eucalyptus urophylla. Durch Schluchten geschützt und an isolierten Hängen bilden sich stellenweise kleine tropische Wälder. Die Graslandschaft brennt regelmäßig alle ein bis drei Jahre nieder. Lokal gibt es Felder auf denen Mais und Gemüse angebaut werden. In der Region gibt es Marmor, dessen Abbau die Natur und die Vogelwelt gefährden würde.[6]

Im Suco befinden sich die drei Aldeias Condar, Hahi Hoho und Ili-Mano.[7] Zu Ili-Mano gehört vermutlich die gesamte Küste des Sucos.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Suco leben 3.433 Einwohner (2015), davon sind 1.757 Männer und 1.676 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 34,9 Einwohner/km². Im Suco gibt es 540 Haushalte.[1] Fast 53 % der Einwohner geben Dadu'a als ihre Muttersprache an. Es ist ein Dialekt des Wetar, den Auswanderer von der Insel Atauro in die Gemeinde Manatuto brachten und nun von deren Nachkommen in Ili-Mano und Behedan gesprochen wird.[8] Fast 47 % sprechen Galoli, über 4 % Tetum Prasa, fast 3 % Mambai und kleine Minderheiten Fataluku oder Kemak.[9]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Behau gab es Ende 1979 ein indonesisches Lager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den indonesischen Besatzern umgesiedelt werden sollten. In Ili-Mano befand sich ein Bataillonshauptstützpunkt der indonesischen Armee.[10]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Agostinho Manuel da Cunha zum Chefe de Suco gewählt[11] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[12]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tauchplatz Dive K-41

In Uma Caduac gibt es mit dem Dive K-41, Dive K-57, Bob's Rock (bei Behau), The Cavern, One Tree und Dirt Track mehrere Tauchplätze, die touristisch erschlossen sind.[13]

In der Nähe von Behedan wurden abbauwürdige Vorkommen von Kalkstein entdeckt, die sich für eine industrielle Nutzung eignen könnten.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Uma Caduac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  3. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  4. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  5. UNMIT-Karte des Distrikts Manatuto, August 2008 (PDF; 581 kB)
  6. Birdlife International IBAs in Timor-Leste (PDF; 2,0 MB)
  7. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  8. Geoffrey Hull: The Languages of East Timor. Some Basic Facts, Instituto Nacional de Linguística, Universidade Nacional de Timor Lorosa'e (PDF-Datei; 203 kB)
  9. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Uma Caduac (tetum; PDF; 8,3 MB)
  10. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  12. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  13. Dive Timor Lorosae: Divesites Map
  14. https://www.researchgate.net/publication/235927615_Calcarios_ornamentais_de_Beheda_Timor_Leste

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