Umarex

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Umarex Sportwaffen GmbH & Co. KG
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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1972
Sitz Arnsberg, Deutschland
Leitung Geschäftsführer:
  • Wulf-Heinz Pflaumer
  • Franz Wonisch
  • Eyck Pflaumer
  • Martin Wonisch
  • Olaf Beisheim
Mitarbeiter 850
Umsatz 200 Mio. €
Website www.umarex.de

Die Umarex Sportwaffen GmbH & Co. KG ist ein mittelständischer, inhabergeführter Waffenhersteller mit Sitz in Arnsberg (Stadtteil Neheim) im Hochsauerlandkreis. Umarex ist Teil der PW Group (früher Umarex-Unternehmensgruppe).

Zur PW Group gehören zum Beispiel auch die Firma Laserliner, die Lasermessgeräte herstellt, und der Sportwaffenhersteller Carl Walther. Die PW Group besitzt auch die Lizenzrechte an der Firma Hämmerli. Ein weiterer Tätigkeitsbereich der Unternehmensgruppe ist der Betrieb von Ladengeschäften und Kiosken unter der Marke PW STORE (bis 2013: PW TOBACCO), nicht zuletzt zum Vertrieb der Produkte der Firma Umarex.

Geschichte[Bearbeiten]

1972 wurde das Unternehmen als „UMA Mayer & Ussfeller GmbH“ gegründet. Sie stellten Gas- und Signalwaffen her. Ab 1978 kamen auch Druckluftwaffen hinzu. Bei der Übernahme der „Reck Sportwaffenfabrik Karl Arndt“ im Jahr 1979 veränderte sich der Name zunächst zu UMARECK, später dann UMAREX. Das Ziel des Unternehmens war die Herstellung von möglichst originalgetreuen Replika-Waffen.

Der eigentliche Erfolg begann im Jahre 1978 mit der RECK PK 800. Diese Gas-Signal-Waffe war die nahezu perfekte Replika der berühmten Walther PPK. Heute ist Umarex der größte Druckluftwaffen-Importeur in Europa und weltgrößter Hersteller von Replikas. Lizenzen zum Bau der Gas-Signal- und CO2-Waffen erwarb Umarex von internationalen Waffenherstellern wie zum Beispiel Smith & Wesson und Carl Walther.

Im Jahr 1993 übernahm Umarex die traditionsreiche Firma Carl Walther. Im Jahr 2006 erwarb die Firma außerdem die Rechte des ehemals Schweizer Sportwaffenherstellers Hämmerli von der L&O Group (Lüke & Ortmeier-Gruppe) mit Sitz in Emsdetten sowie 2008 die Lizenzrechte für freie Waffen der Firma Heckler und Koch.

1996 wurde die amerikanische Niederlassung Umarex USA in Fort Smith (Arkansas) gegründet.[1]

Im Jahre 2010 wurde die Waffensparte des Spannwerkzeugherstellers Röhm aus Sontheim/Brenz übernommen (Schreckschuss- und Druckluftwaffen sowie LTS-Lichtwaffen-Technik).[2] Das Unternehmen Umarex beschäftigt damit insgesamt etwa 850 Mitarbeiter und setzt unter Einschluss der Tochtergesellschaften jährlich rund 200 Millionen Euro um.

Die Pläne für das in Arnsberg-Voßwinkel geplante neue Logistikzentrum, das die drei Lagerstandorte in Arnsberg-Neheim und ein Lager in Werl ersetzen sollte, ruhen momentan. Wegen großen Absatzproblemen in den USA, bedingt durch dortige Engpässe bei Kleinkaliber-Munition und wegen Exportbeschränkungen durch die deutschen Bundesbehörden in einige Länder, wurde Ende 2014 der Anteil der seit 2008 beschäftigten Zeitarbeiter reduziert, einige Zeitarbeiter aber auch fest eingestellt. Um sich unabhängiger vom klassischen Waffengeschäft zu machen, will Umarex zukünftig verstärkt auch hochwertige Freizeitprodukte und Zubehör für behördliche Sicherheits-, Einsatz- und Rettungskräfte verkaufen.[3]

Marken und Lizenzrechte (Auszug)[Bearbeiten]

  • Beretta (Gas-Signal- und CO₂-Waffen sowie Airsoft-Waffen)
  • Browning (Gas-Signal-Waffen, CO₂-Waffen sowie Airsoft-Waffen)
  • Colt (Gas-Signal- und CO₂-Waffen)
  • Hämmerli (Gas-Signal-Waffen, CO₂- und Pressluftwaffen sowie Airsoft-Waffen)
  • Heckler & Koch (Gas-Signal-Waffen, CO₂-Waffen sowie Airsoft-Waffen)
  • Israel Weapon Industries IWI (Gas-Signal-Waffen, CO₂-Waffen sowie Airsoft-Waffen)
  • Magnum Research (CO₂-Waffen)
  • Oberland Arms (Airsoft-Waffen)
  • Ruger (Druckluft- und CO₂-Waffen)
  • Smith & Wesson (Gas-Signal- und CO₂-Waffen)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Westfälische Rundschau, Lokalteil Arnsberg, Ausgabe vom 12. August 2008
  2. UMAREX übernimmt Waffensparte von Röhm. In: Deutsches Waffen-Journal, Internetausgabe vom 23. Dezember 2009, abgerufen am 31. März 2013
  3. Westfalenpost vom 16. März 2015