Umwelteinfluss

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Umwelteinfluss bezeichnet den Einfluss von Umgebungsbedingungen auf einen lebenden Organismus. Der Begriff findet vor allem in der Biologie und in der Psychologie Verwendung.

In der Biologie wird auch von Umweltfaktor gesprochen. Wenn beispielsweise der Löwenzahn in einer Gebirgslandschaft, etwa aufgrund des geringeren Sauerstoff-Angebots, einen viel kleineren Wuchs erreicht als im Normalfall auf nur wenig mehr als Meereshöhe. Im Tierreich erreicht beispielsweise ein Karpfen in einer Umgebung mit reichhaltigem Nahrungsangebot mehr als vier Mal die Körpergröße eines Karpfens mit geringem Nahrungsangebot.

In der Psychologie ist der wohl nächstliegende Fall der Spracherwerb. Ein Mensch zum Beispiel afrikanischer oder asiatischer Herkunft, der seit Geburt oder früher Kindheit in Europa lebt, wird trotz gewisser biologischer Unterschiede exakt die Sprache oder gar den Dialekt seiner europäischen Lebens-Umgebung annehmen. Ein anderer Fall wäre hier der Einfluss des Elternhauses auf die intellektuelle Entwicklung der Kinder: Geringer Bildungsstand der Eltern überträgt sich teils auch auf die beruflichen Chancen der Kinder.

Die Entscheidungstheorie versteht unter dem Umwelteinfluss alle innerbetrieblichen und vor allem außerbetrieblichen Faktoren, die sich auf unternehmerische Entscheidungen (Aktionsparameter) auswirken können und durch den Entscheidungsträger entweder nur mittelbar (Reaktionsparameter) oder gar nicht (Datenparameter) beeinflusst werden können. Betriebliche Umwelteinflüsse sind in diesem Sinne das Verhalten der Konkurrenz, Nachfrager oder des Staates (etwa in Form von Gesetzen).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]